Individuelle Planung statt Königsweg

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Helios. Wenn es um Lüftung geht, wenden sich immer mehr Bauherren an ihre Fachplaner und Installateure. Diese sehen sich heute einer Vielzahl von Optionen und Systemen gegenüber. Welches Lüftungssystem zum jeweiligen Bauvorhaben passt, ist abhängig von den Wünschen der Kunden und den Gegebenheiten vor Ort.

08. Mai 2018
© Helios Ventilatoren
Bild 1: Individuelle Planung statt Königsweg (© Helios Ventilatoren)

Auf die Frage, für welche Objekte sich dezentrale Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung eignen und wann der Einsatz einer zentralen Wohnraumlüftung die bessere Wahl ist, gibt es keine pauschale Antwort. Fakt ist jedoch, dass eine durchdachte Planung am Anfang der Bau- oder Sanierungsmaßnahmen stehen muss.

Wird eine Lüftungsanlage für einzelne Räume geplant, beschränkt sich der Installationsaufwand auf das Einsetzen der dezentralen Lüftungsgeräte in die Außenwand der Räume. Je Lüftereinheit ist eine Kernbohrung erforderlich und die Stromversorgung vorzubereiten. Danach ist die Montage schnell und einfach in wenigen Schritten erledigt. Die Positionierung und damit auch die Raumdurchströmung sind abhängig von den zur Verfügung stehenden Außenwandflächen.

Lüftungseffizienz und wirtschaftliche Installation

Im Vergleich hierzu ist die Planung und Installation einer zentralen Lüftungsanlage anspruchsvoller. Zu- und Abluftelemente können aber für eine einwandfreie Raumdurchströmung positioniert werden. Bei Sanierungen gilt es einen Kompromiss zwischen Lüftungseffizienz und wirtschaftlicher Installation zu finden. Die tatsächlichen Kosten hängen davon ab, ob mit einem dezentralen Gerät nur einzelne Räume be- und entlüftet werden, oder eine DIN-konforme Betrachtung der gesamten Wohneinheit im Vordergrund steht. Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Planung eines Lüftungssystems ist die Akustik. Hierbei spielt besonders die Positionierung der dezentralen Lüftungssysteme eine große Rolle, da sich der Ventilator im Raum befindet.

Auch das Thema Außenlärm darf nicht außer Acht gelassen werden. Zwar besteht im Vergleich zur Fensterlüftung ein höherer Schallschutz, aber der Außenschall findet auch durch das Gerät seinen Weg. Hier spielt die zentrale Wohnraumlüftung eine ihrer Stärken aus. Wird das Zentralgerät beispielsweise in einem Abstellraum installiert, ist das Gerätegeräusch in den Wohn- und Schlafräumen nicht wahrnehmbar. Darüber hinaus werden Wanddurchführungen nur für die Außen- und Fortluftleitungen benötigt.

Funktionseinheit für warme Frischluft

Lüftungstechnische Maßnahmen verbessern nicht nur das Wohnraumklima, sondern auch die Energiebilanz. Steht nur wenig Platz für eine Lüftungsanlage zur Verfügung, bieten sich die dezentralen Lösungen an. Die Wärmerückgewinnung erfolgt im Reversierbetrieb, das heißt, Zu- und Abluftphasen wechseln sich ab. In der Abluftphase nimmt der Keramikwärmespeicher die Wärme der Raumluft auf und speichert diese. Im anschließenden Zuluftbetrieb wird die frische Außenluft durch den Keramikspeicher geleitet und nimmt dessen Wärme auf. Auf diese Weise strömt vorgewärmte Frischluft in die Wohnräume. Dabei bilden mindestens zwei Geräte eine Funktionseinheit.

Generell wird für die dezentralen Geräte eine Außenwand benötigt. Innen liegende Räume können somit lüftungstechnisch nicht direkt erreicht werden. Intelligente Systeme bieten jedoch auch für diese Situationen eine Lösung: Die Kombination von Abluftanlagen und Wärmerückgewinnungsgeräten. Die Steuerung der in den Wohn- und Schlafräumen positionierten Lüftungsgeräte ist mit den Abluftventilatoren verbunden und reagiert, sobald der Abluftventilator aktiv wird, mit der Änderung der Betriebsart des Lüftungsgerätes. Die Geräte schalten beispielsweise automatisch auf Zuluftbetrieb und versorgen somit den Abluftventilator mit der notwendigen Außenluftmenge. Dadurch ist eine ausgeglichene Luftbilanz in der gesamten Wohnung gewährleistet.

Eine zentrale KWL-Anlage sorgt rund um die Uhr für eine angenehm temperierte, zugfreie und saubere Luft. Frische Außenluft wird angesaugt, im Lüftungsgerät gefiltert und erwärmt. Dazu wird sie über einen, durch die Abluft aus dem Gebäude erwärmten, Wärmetauscher geführt. Frischluft und Abluft sind hierbei hermetisch voneinander getrennt. Über die Zuluftleitung strömt die temperierte Luft dann in die Wohn- und Schlafräume. Zeitgleich wird die verbrauchte Luft aus Küche, Bad und WC zum Lüftungsgerät geführt, im Wärmetauscher zur Erwärmung der Frischluft genutzt und anschließend ins Freie gebracht.

Frischluft rund um die Uhr

Ein nachrüstbarer Filter kann zudem Feinstaub und Pollen zurückhalten, wovon besonders Allergiker profitieren. Lärmbelästigungen werden reduziert, da trotz geschlossener Fenster rund um die Uhr be- und entlüftet werden kann. Die stete Feuchteabfuhr vermeidet wirkungsvoll eine Schimmelbildung, schützt somit die Bausubstanz und sichert langfristig den Immobilienwert. Im Sommer bietet die Anlage zudem die Möglichkeit, die Temperatur in den Wohnungen durch Einbringen der kühlen Nachtluft zu senken.

Erschienen in Ausgabe: 03/2018