Infrastruktur für Smart Working

Gebäudetechnik

Rosenberger. Die digitale Transformation verändert die Geschäftswelt nachhaltig. Digitalisierte Arbeitsplätze und moderne Applikationen führen zu mehr Effizienz, Agilität und Flexibilität. Das ermöglicht neue Arbeitsmodelle, steigert die Produktivität und stärkt auch Wettbewerbspositionen. Dabei muss allerdings auch die Infrastruktur mitmachen.

06. September 2018
Die Arbeitswelt ist im Umbruch, wird durch die Globalisierung, digitale Transformation sowie demografischen Wandel geprägt. Individualität, Mobilität und Vernetzung lösen starre Modelle ab. © Rosenberger OSI
Bild 1: Infrastruktur für Smart Working (Die Arbeitswelt ist im Umbruch, wird durch die Globalisierung, digitale Transformation sowie demografischen Wandel geprägt. Individualität, Mobilität und Vernetzung lösen starre Modelle ab. © Rosenberger OSI)

Modernste Technik und immer leistungsstärkere Endgeräte erlauben mittlerweile Arbeitsmodelle, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. Digitalisierung und Vernetzung schaffen die Basis für zeitlich und räumlich flexibles Arbeiten. Die Folge ist eine schnellere Reaktionsfähigkeit auf Marktentwicklungen und Kundenwünsche. Dank Smartphones, Notebooks oder Tablets ist die Arbeit in vielen Bereichen deutlich flexibler geworden.

Zudem ist nicht mehr jeder Firmenarbeitsplatz kontinuierlich belegt, weil sich das Geschäftsleben auch außerhalb des Firmensitzes abspielt – sei es im Homeoffice, am Flughafen oder in der Bahn sowie vor Ort beim Kunden. Deshalb haben sich die Anforderungen an die Bürofläche verändert. Hier sind zunehmend mehr Agilität und Flexibilität gefragt.

Der Mensch im Raum

„Allerdings braucht dieser Wandel auch Raum“, gibt Smaranda Beate Keller, Inhaberin des Beratungsunternehmens Smart Work Design in München zu bedenken. „Arbeitsumgebungen müssen sich verändern, um eine effektive und kreative Zusammenarbeit zu unterstützen sowie den Wissensaustausch und Lernprozesse zu fördern.“ Dafür sei die Verzahnung von Menschen, Raum und Technologie unverzichtbar. In vielen Unternehmen bedeutet das zunächst den Abschied von kleinen Büroeinheiten, hin zu offenen Bürokonzepten. Der persönliche Arbeitsplatz ist passé. In der digitalen Bürolandschaft arbeitet man dort, wo Platz ist, respektive wo man arbeiten möchte.

Voraussetzung für ein praxisnahes Smart Working sind flexible Arbeitszonen. Sie müssen sich an die Tätigkeiten der Mitarbeiter anpassen lassen. Zu einem solchen Konzept gehören Ruhezonen mit Einzelarbeitsplätzen ebenso, wie Team-Offices oder Gemeinschaftsbereiche. Smart Working bedeutet auch den Abschied von traditionellen Denkmustern. „Für jeden Mitarbeiter entstehen größere Freiräume, allerdings muss er auch Absprachen und vereinbarte Ziele erfüllen“, sagt Keller. „Der Arbeitgeber muss seinen Mitarbeitern ein höheres Maß an Vertrauen entgegenbringen. Dann können alle von den Vorteilen neuer Arbeitsmodelle profitieren.“

Wird die gesamte Büroumgebung zum Arbeitsplatz jedes Mitarbeiters, müssen auch die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Dabei rückt nicht zuletzt die Gebäudeverkabelung ins Blickfeld. Ein zukunftsfähiges Verkabelungssystem sollte flexibel erweiterbar sein. Die geforderte Lebensdauer liegt bei 20 Jahren oder mehr. Das stellt sicher, dass eine solche Lösung für künftige Anwendungen gerüstet ist und die schnellen Übertragungsraten bereitstellt, die Applikationen heute erfordern.

Planung ist das A & O

Flexibilität ist ein wesentliches Merkmal der Arbeitswelt 4.0, weshalb auch die Verkabelung hier mitspielen muss. Plug-and-play-Installationen stehen auf der Wunschliste dabei ganz oben, denn Zeit und Ressourcen werden immer knapper. Rosenberger OSI bietet für solche Fälle komplette Pakete aus einer Hand. Die Verkabelungsspezialisten übernehmen die Planung, Produktion, Installation und Inbetriebnahme der Aktiv- und Passivtechnik. Unternehmen können sich auf ihrem Weg zum digitalen Arbeitsplatz voll auf ihre Kernprozesse konzentrieren.

Realisieren lassen sich die neuen Konzepte einfach und kostengünstig beispielsweise mit PerConnect EcoFlexIT. „Für diese Plug-and-play-Lösung ist kein Vollausbau erforderlich, es müssen keine eventuell zum Tragen kommenden Reserven eingeplant, sondern nur der tatsächliche Bedarf ausgebaut werden“, schildert Stefan Wiener, Produktmanager LAN bei Rosenberger OSI, die Vorteile der Verkabelung.

Darüber hinaus ist das System im Unterschied zu einer strukturierten Verkabelung jederzeit veränder- und erweiterbar. Durch die vorkonfektionierten Kabel dieser Produktfamilie verkürzt sich die Projektlaufzeit nach vorliegenden Erfahrungen um bis zu 50 Prozent. Es werden keine IT-Räume für Etagenverteiler und dazu notwendige TGA-Maßnahmen benötigt. Die baulichen Maßnahmen reduzieren sich, weshalb sich die Lösung auch für den Einsatz in Altbauten, mit teils denkmalgeschützten Umgebungen eignet.

„Bei der Verkabelung mit PerConnect EcoFlexIT ersetzen sogenannte Active Consolidation Points (ACPs) den klassischen Etagenverteiler“, erklärt Stefan Wiener das Prinzip. „Der ACP lässt sich im Doppelboden, an der Wand oder an der Decke problemlos integrieren. Er ist auch rückbaubar und leicht zu versetzen, was seine hohe Flexibilität ausmacht.“ Durch das redundante Ethernet-Verkabelungskonzept mit ACP profitieren Unternehmen von einem Zugewinn an Nutzfläche, da Technikräume obsolet sind. Zudem erfolgt eine Nachrüstung jederzeit unterbrechungsfrei, ohne den Geschäftsbetrieb zu stören.

Der Weg in die Arbeitswelt 4.0 erfordert einen hohen organisatorischen Aufwand und nicht zuletzt auch Investitionen. Umso wichtiger ist es, die Baufolgekosten stets mit in die Kalkulationen einzubeziehen. Mit PerConnect EcoFlexIT sind Unternehmen im Change-Prozess auf der sicheren Seite. Die Investitions- und Folgekosten sind vergleichsweise gering. Darüber hinaus profitieren Bauherren von reduzierten Brandlasten, was in der heutigen Zeit ein wichtiges Thema ist.

Der ACP wird beispielsweise in der Nähe der vorgesehenen Arbeitsplätze oder Arbeitsinseln installiert. Das verkürzt die Strecken der tertiären Kupferverkabelung, die eine große Quelle für Kabelbrände sind. Die Brandlast sinkt um etwa zwei Drittel, gleichzeitig werden Kosten für die tertiäre Kupferverkabelung eingespart.

„Wir werden immer häufiger mit dem Wunsch nach mehr Flexibilität konfrontiert, was sicher auch eine Folge der Neustrukturierung der Arbeitsplätze ist“, sagt Stefan Wiener. „Durch die Neuorganisation der Arbeitswelten werden auch zunehmend andere Dienste sowie Lösungen aus dem Bereich Facility-Management in die Vernetzungslösungen integriert. Mit unserer EcoFlexIT-Verkabelungslösung haben wir bereits die Antwort auf diese Herausforderungen.“

Mitarbeiter für digitalen Wandel

Die Digitalisierung der Arbeitswelt geht zügig voran und wird von immer mehr Arbeitnehmern gefordert. Das belegt auch eine weltweite Studie, die das IT-Unternehmen VMware in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Forbes Insights erstellte (https://i.forbesimg.com/forbesinsights/vmware/impact-of-digital-workforce.pdf). Für die Studie wurden Mitarbeiter und CIOs in Unternehmen weltweit befragt. Deutsche Anwender erhoffen sich demnach von einem modernen digitalen Arbeitsplatz eine deutliche Steigerung der persönlichen Produktivität.

Die Mehrheit der Mitarbeiter mit einem digitalen Arbeitsplatz betrachtet intelligente Anwendungen als wichtige Helfer, mit denen sie im Berufsleben bessere und schnellere Entscheidungen treffen können. Moderne Applikationen und Endgeräte sowie eine flexible und gut strukturierte Infrastruktur und Verkabelung sind dabei wichtige Komponenten.

Erschienen in Ausgabe: 05/2018