Intelligente Installation für effiziente Gebäudestrukturen

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Wieland Electric. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind heute ein Muss für moderne Gebäude. Ein intelligentes Zusammenspiel von Gebäudeautomation und Elektroinstallation ist daher der effizienteste Weg zur Erfüllung dieser Forderung.

22. November 2016

Das Bamberger Unternehmen Wieland Electric setzt daher auf Steckbarkeit, dezentrale Installationskonzepte, intelligente Energieverteilung und modulare Raumautomation. Die Durchgängigkeit und Interoperabilität aller Subsysteme spielt dabei eine wichtige Rolle.

Das Installationssystem Gesis von Wieland Electric bewährt sich schon seit fast 40 Jahren durch schnelle und einfache Handhabung im praktischen Einsatz. Die steckbaren und vorkonfektionierten Komponenten von Gesis ermöglichen es, industrielle Qualität auch auf der Baustelle zu realisieren. Der Erfolg gibt Gesis Recht, denn seit über 30 Jahren ist Wieland Electric mit dem Installationssystem Marktführer im Bereich der steckbaren Gebäudeinstallation.

Mit „smart Installation“ bietet Wieland Electric zudem ein intelligentes und bewährtes Installationskonzept. „Smart Installation bedeutet dabei: Drehstromversorgung bis kurz vor den Verbraucher“, erklärt Andreas Fenn, Produktmanager Raumautomation bei Wieland Electric. „Durch einen reduzierten Spannungsfall führt dies zu einer verbesserten Energiebilanz. Zudem werden weniger Leitungen benötigt, was den Kupferbedarf verringert.“ In Verbindung mit dem Flachleitungssystem Gesis NRG werden so durchgängige, dezentrale Verkabelungslösungen geschaffen, die aufgrund der Steckbarkeit aller Gesis-Produkte enorm flexibel sind. Gesis NRG verhält sich ähnlich einer Stromschiene und verfügt gleichzeitig über die flexiblen Eigenschaften eines Kabels.

Das Flachleitungssystem zeichnet sich durch schnelle und einfache Handhabung, platzsparende und sichere Installation sowie hohe Flexibilität aus. Zukunftsfähigkeit und Gebäudeautomation gehören untrennbar zusammen; gerade hier setzt Wieland Electric auf Dezentralität und Steckbarkeit.

„Die modulare Raumautomationsserie Gesis Flex vereint die steckbare Installation mit der Raum- und Gebäudeautomation. Gesis Flex wird dezentral, also im jeweiligen Raum und somit sehr nahe an den Endgeräten wie Leuchten oder Jalousien, installiert“, so Dr. Oliver Eitrich, Geschäftsführer bei Wieland. Das spart Leitungsgut, hält Kabelwege und Technikräume klein, Brandlasten niedrig, sorgt für einfaches Leitungsmanagement und hält die Installation für die Zukunft offen und flexibel.

Die Steckbarkeit aller Gesis-Produkte, die industrielle Vorfertigung und die dezentralen Strukturen garantieren eine extrem kurze Installationsphase bei gleichzeitig hohem Grad an Fehlerfreiheit. So kommt Wieland Electric dem Trend zu vorgefertigten Gebäuden, dem andere Gewerke schon seit Jahren folgen, auch mit der Elektroinstallation nach.

Die Steckbarkeit aller Komponenten – von der Automation über Installationsverteiler, der Leitungsinstallation bis zu den Verbrauchern – ermöglicht zudem, dass diese meist wiederverwendbar sind. „Änderungen bei Mieterwechsel oder individuelle Anpassungen sind jederzeit problemlos umsetzbar“, so Fenn.

So erhalten nachhaltige Gebäude eine Infrastruktur, die ihnen gerecht wird. Ziel ist eine zukunftsfähige Installation, die die Langlebigkeit der Elektroinstallation in Gebäuden unterstützt und gewährleistet.

Eine Vielzahl moderner Gebäude belegt den Erfolg der Wieland-Philosophie. Der Münchner Bürokomplex „An den Brücken“, das Verwaltungsgebäude des Süddeutschen Verlags oder die Zentrale der Deutschen Börse „The Cube“ sind nur einige Beispiele. Das smart Installation-Konzept und das Gesis-Portfolio haben bei diesen Gebäuden maßgeblich zu Nachhaltigkeit, Flexibilität und Zukunftsfähigkeit beigetragen. „Unter anderem durch die Wiederverwendbarkeit der Komponenten oder die Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit“, führt Dr. Oliver Eitrich aus. „Gebäude mit Wieland-Technik werden regelmäßig mit Zertifizierungen wie Leed (Leadership in Energy and Environmental Design) oder DGNB (Deutsches Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen) ausgezeichnet.“

Wieland Electric setzt auf die Interoperabilität und die Kompatibilität aller Automationsprodukte. Auf die Durchgängigkeit von der Elektroinstallation bis zum Verbraucher, zum Beispiel dem Jalousiemotor, wird ebenso großer Wert gelegt. Die Automationsserie Gesis Flex basiert auf KNX.

Standardisierte Sub-Systeme wie SMI, Dali oder En-Ocean werden mit Schnittstellen und Gateways eingebunden. „Das oft genannte Hindernis in der Anwenderakzeptanz, ein fehlender gemeinsamer Standard und mangelnde Interoperabilität der Bussysteme, wird damit ausgeräumt“, erklärt Produktmanager Andreas Fenn. Im Bereich der Bussysteme und Standards ist die weitere Entwicklung nur schwer abschätzbar, da es für Prognosen keine konkreten Zahlen gibt. Stattdessen können einige Faktoren als Indikatoren angesehen werden. Dazugehören zum Beispiel die Zahl der Partnerunternehmen und -installateure oder auch ein Rundgang auf einer der Leitmessen wie zum Beispiel der Light + Building 2016 in Frankfurt, der anschaulich zeigt, wie viele Hersteller mittlerweile auf KNX setzen. Gemessen an diesen Indikatoren liegt für Wieland Electric KNX ganz klar weit vorn.

Durch Erneuerbare Energien, insbesondere der Photovoltaik, aber auch durch den Einsatz in Servergebäuden, wurde eine mögliche zukünftige Entwicklung angestoßen: Ein Wechsel zu Gleichstromversorgung, der in Branchengesprächen immer wieder eine Rolle spielt. Ein Umstieg von Wechsel- auf Gleichstrom erscheint prinzipiell durchaus sinnvoll. Zum einen werden damit die Verluste, die jedes einzelne Netzteil hat, umgangen, zum anderen könnte Strom von den Photovoltaikanlagen auf den Dächern einfacher im jeweiligen Gebäude genutzt werden. Wieland-Produkte sind prinzipiell für Gleichstrom adaptierbar. Zudem hat Wieland Electric aus der Photovoltaikbranche viel Erfahrung mit Gleichstrom. So ist das Unternehmen jederzeit für einen möglichen Wechsel bereit. Integrale Planung, also gewerkeübergreifend und über die gesamte Nutzungsphase eines Gebäudes zu planen und zu bauen, hat hohes Potenzial für nachhaltige Gebäude. Wieland Electric hat mit der Installationssäule bereits ein Produkt auf dem Markt, das dem Konzept der integralen Planung entspricht. Die Installationssäulen werden anschlussfertig geliefert und können schnell, sicher und fehlerfrei installiert werden: So sind dezentrale Elektroinstallationen schnell und einfach realisierbar.

„Ein großer Vorteil ist dabei die hohe Vorfertigung und die Installation ohne Eingriff in die Gebäudesubstanz. Die Installationssäulen werden individuell nach Kundenvorgabe mit allen erforderlichen Elektro- und Automationskomponenten bestückt“, sagt Eitrich.

Dies erstreckt sich von den Anschlussklemmen über Sicherungen und Schutzorgane, Automationsgeräte zur Beleuchtungssteuerung oder Heizungs- und Jalousieansteuerungen bis hin zu Schaltern und Steckdosen. Die dezentrale Installation der Säulen bringt dabei Vorteile, wie weniger Leitungsgut und kleinere Technikräume, mit sich.

Erschienen in Ausgabe: 08/2016