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Ritto bringt EIB zum Sprechen und Sehen

Ritto präsentierte auf der „Elektrotechnik“ in Dortmund die ersten EIB-fähigen Türsprechanlagen. Der Gebäudekommunikations-Spezialist aus Haiger nutzt dabei sein innovatives TwinBus-System und koppelt es geschickt an die freien EIB-Reservekabelnadern. „TwinBus plus EIB ist ein wichtiger Meilenstein für das Elektrohandwerk“, ist sich Ritto-Geschäftsführer Carsten R. Schult sicher, „damit bringen wir erstmals dem EIB sprechen und sehen bei“.

16. Januar 2002

Wurden im vergangenen Jahr bereits über 250 Mio. Mark Umsatz mit EIB-Technologie erzielt, erwartet Schult hier noch kräftiges Wachstumspotenzial. Immerhin werden derzeit etwasind schon jetzt 100.000 Gebäude pro Jahr mit EIB für intelligentes Schalten und Steuern ausgestattet ( Es sind bis jetzt 100.000 Gebäude mit EIB ausgestattet; ob das jährlich 100.000 werden, ist die Frage?!) - Tendenz weiter steigend. „Diese Entwicklung stellt gerade für das Elektro-Handwerk die größte Marktchance seit Jahrzehnten dar“, ist der Ritto-Geschäftsführer überzeugt.

Sprechen, schalten und steuern in einem GerätMit dem neuen EIB-fähigen TwinBus Wohntelefon sorgt Ritto für eine echte Premiere: Das Systemtelefon kann gleichermaßen als Sprechstelle und Schaltzentrale genutzt werden. Von seinen acht Tasten sind zwei für Ruflautstärke und Türöffnen reserviert; die sechs weiteren sind mit entsprechenden EIB-Funktionen belegbar. So ist unter anderem das Ein- und Ausschalten von Außen- oder Treppenhausbeleuchtung, das Steuern der Heizung, der Klima- oder Alarmanlage, oder das Öffnen und Schließen des Garagentores möglich.

Auch die hausinterne Kommunikation von Etage zu Etage ist über „TwinBus plus EIB“ möglich, ohne zusätzliche Leitungen zu verlegen. Für diesen Fall hat Ritto ein internes EIB-Wohntelefon entwickelt, mit dem sowohl internes Sprechen als auch Türsprechverkehr möglich ist. Infolgedessen beginnen die EIB-Funktionen bereits vor der Haus- oder Wohnungstür, denn über die jeweilige TwinBus-Türstation/-Briefkastenanlage lassen sich einzelne Schaltbefehle ins Innere des Hauses übermitteln. Somit kann der Hausbewohner bei Verlassen des Hauses über die Türstation einen Sicherheitscheck vornehmen und dabei zum Beispiel die Alarmanlage einschalten, die Rollläden schließen oder den Rauch- beziehungsweise Wassermelder aktivieren. Oder für Besucher wird über das Klingelsignal automatisch die Eingangsbeleuchtung eingeschaltet.

Maximale Sicherheit: Video plus EIB

Für die Installation nutzt TwinBus die zwei freien Adern in der EIB-Leitung. Jedoch sollte gleich zu Beginn der EIB-Planung berücksichtigt werden, daß die individuellen Bedürfnisse der Bewohner ständig wachsen. So rät Ritto bereits bei der Grundinstallation, eine zweite EIB-Leitung zu verlegen, dann kann sogar eine TwinBus-Videotürsprechanlage an EIB angekoppelt werden. Da TwinBus Video aufgrund der durchgängigen Bus-Topologie ohne Koax-Kabel auskommt, wird die komplette Videoüberwachung über diese EIB-Leitung betrieben. Auf zusätzliches Verlegen und Verdrahten von Leitungen für die Gebäudekommunikation kann somit verzichtet werden.

Der Anschluß der einzelnen EIBWohntelefone geschieht über einen integrierten UP-Bus-Ankoppler. Die Programmierung erfolgt einfach per Laptop. Die dazugehörige Produktsoftware auf Diskette beziehunsweise CDROM liefert Ritto gleich mit. Für die Übermittlung der jeweiligen EIB-Befehle werden spezielle Schalt- und Jalousie-Aktoren eingesetzt, die Ritto ebenfalls anbietet.

TwiBus + EIB = Erfolgsgarantie

Durch den Einsatz des EIB-Busses in privaten oder öffentlichen Gebäuden lassen sich einerseits viele Sicherheits- und Komfort-Funktionen optimieren. Andererseits können Kosten durch geringeren Energieverbrauch oder weniger Leitungen eingespart und der Komfort und die Attraktivität für den Gebäudenutzer erhöht werden. „Die marktchancen von TwinBus plud EIB sind daher nicht hoch genug einzuschätzen“, gibt RITTO-Geschäftsführer Schult dem Elektro-Handwerk zu bedenken. „In Zeiten stagnierender Baukonjunktur bietet sich hier dem Handwerk eine Chance, die es konsequent zu nutzen gilt.“ Der EIB-Boom hat gerade erst begonnen.

Erschienen in Ausgabe: 09/2001