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Meinung

Die Führung eines Elektroinstallationsbetriebes ist eine große Herausforderung. Über 300.000 Produkte stehen für das Tagesgeschäft zur Verfügung.

29. Oktober 2010

Davon werden jährlich mehr als 20 Prozent durch Nachfolger ersetzt oder aus dem Programm genommen. In immer kürzeren Abständen gehören neue Technologien zur täglichen Routine. Die dazu gehörigen Produktdetails können im Betrieb nicht ansatzweise vorgehalten werden. Müssen sie auch nicht. Ein Großteil ist redundant oder nur durch unterschiedliches Design gekennzeichnet. Man hat sich daran gewöhnt, dass der Großhandel die Vorauswahl übernimmt und so die reibungsfreie Versorgung sichert. Daraus folgt, dass viele Handwerksbetriebe am Ort identische Produkte gleicher Hersteller anbieten. Der Vorteil, durch pfiffige Lösungen mit alternativen Produkten oder Sonderlösungen an Aufträge zu kommen, bleibt außen vor. Um das zu verhindern, muss man informiert sein und die entsprechenden Hersteller und ihr Portfolio kennen. Als Quelle eignen sich die umfassenden Informationen in Fachzeitschriften und vor allen Dingen die für alle Hersteller zugänglichen Regionalmessen. Je nach Standort hat es der Installateur nicht weit zur Get Nord, Eltec, Eltefa, Efa oder Elektrotechnik. Meistens reicht schon ein Tag, um sich bei den etablierten Herstellern gut zu informieren und Kontakte zu interessanten Spezialanbietern zu knüpfen.

In intensiven Gesprächen mit dem Standpersonal und durch den Austausch mit Kollegen aus der Branche lässt sich so schnell klären, ob die Produkte und Leistungen für das eigene Unternehmen interessant sind und welche Vorteile sie bringen. Ein gutes Beispiel ist die Branchensoftware. Beratungsgespräche im Betrieb vor Ort nehmen schnell mehrere Stunden in Anspruch. Ein Zeitaufwand, den viele Betriebe scheuen. Aber schriftliche Informationen können nur auf einen sehr geringen Teil der individuellen betrieblichen Anforderungen eingehen.

Wir beobachten schon seit vielen Jahren, dass gerade die Elektrofachmessen sehr gut geeignet sind, um sich über die Möglichkeiten einer Software, speziellen für das Elektrohandwerk, zu informieren. Nach relativ kurzer Zeit hat man einen guten Eindruck bekommen, ob sich ein Wechsel lohnt und welche Vorteile er bringt. Wenn die Besucher nach einer Stunde noch immer auf dem Messestand sind, zugleich überrascht und fasziniert von den Möglichkeiten, hat sich der Messetag für beide gelohnt.

www.powerbird.de

Erschienen in Ausgabe: 07/2010