Diese Erfahrung machten die Mitarbeiter der Stadtwerke Konstanz, die jedoch die passende Lösung fanden. Der Bodensee gehört zu den landschaftlich reizvollsten Regionen in Deutschland. Da wundert es nicht, dass hier die Erschließung von neuem Wohnraum eine wichtige Rolle spielt. Die Kreisstadt Konstanz hat im Stadtteil Petershausen eine besonders vorbildliche Arbeit in der Stadterweiterung geleistet.

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Dieses gelang unter anderem durch die Einbeziehung des ehemaligen Lager- und Bahngeländes. Eine vorausschauende Verkehrspolitik sorgt schon seit geraumer Zeit für ein großzügiges innerstädtisches Fußgänger- und Fahrradwegenetz, das jedoch an einem beschrankten Bahnübergang endete. Die Lösung war eine Brücke über die Bahngleise, die einen flüssigen und sicheren Übergang ermöglicht. Mit der Planung und Ausführung dieser anspruchsvollen Baumaßnahme waren unter anderem die Stadtwerke Konstanz betraut.

Klare Vorgaben der Bahn

Die Abteilung Planung, Anlagen und Netze für die Straßenbeleuchtung musste verschiedene Anforderungen berücksichtigen. So schreibt die Bahn die Erdung von Straßenbeleuchtungsmasten vor. Außerdem müssen der Umweltgedanke und die Nachhaltigkeit gewährleistet sein. Bei der Planung und Ausführung der Z-Brücke musste die DIN EN 50122-1 zugrunde gelegt werden, in der der Bereich elektrisch betriebener Bahnen geregelt ist. Die Bahnwerkserdung wird besonders bei Brücken, Tunneln und anderen Bauten angewandt. Dabei werden elektrische, leitfähige Metallteile und alle anderen Gebäude im Bereich der Bahntrasse miteinander verbunden. Dadurch entsteht ein metallisch getrenntes System. Zwischen Bahnerde und Bauwerkserdung muss eine klare Trennlinie festgelegt werden.

Bei getrennter Verlegung muss der Personenschutz durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden. Ob das jeweilige Erdungssystem getrennt oder verbunden verlegt wird, entscheidet der Planer. Das Besondere bei der Bahnerdung ist ein weit verzweigtes Schienensystem. Hier kann es zu Betriebsstörungen in Form von Gleisrückstrom kommen. Der Bahnstrom hat eine tiefere Frequenz von 16 2/3 Hz. Die Bahnerde als Hauptbestandteil der Bahnerdung besteht aus Fahrschienen, die als Fahrstromleiter dienen. Eine gute Verbindung von Längs- und Querrichtung sorgen für Erhöhung des Leitverhaltens.

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Bei Bahnerdung kann es zu Potenzialverschleppung kommen. Dies kann zu Rückstauströmen im Netz der Versorger führen und Auswirkungen auf die elektrischen Anlagen beim VNB-Netz haben.

Erfolgreiche Partnersuche

Nach entsprechenden Marktrecherchen fand man mit Citel in Bochum den Partner für den Blitz- und Überspannungsschutz. Besonders die Anforderung des Kurzschluss-Schutzes im Leuchtenkopf war eine besondere Herausforderung, die jedoch professionell und schnell gelöst wurde. Nach intensiven Gesprächen zwischen den Stadtwerken und Citel konnte man das Projekt nach einem Jahr abschließen und folgende Produkte einsetzen: 3 DS254VG-300 im Straßenverteiler, 30 MLPX1-230L-W in den Kabelübergangskästen und 30 MLPC2-230L-V/ESP2 in den Leuchttonköpfen. Im Einzelnen haben die Produkte folgende Aufgaben: Beim DS254VG-300 handelt es sich um einen mehrpoligen Kombiableiter Typ 1+2+3 auf Basis gasgefüllter Funkenstrecken. Er erfüllt die Normen IEC61643-11 und EN 616431. Die Geräte sind wirtschaftlich für den Betreiber, da kein Netzfolgestrom entsteht und diese Geräte leck- und betriebsstromfrei sind. Eine Fernsignalisierung ist bei allen Geräten serienmäßig und die Trennvorrichtung ist besonders sicher. Der MLPX1VG-230L-W ist ein kompakter Überspannungsschutz Typ 2+3, der auf der Basis der Citel-VG-Technology entwickelt und gefertigt wird. Er spielt seine Stärken vor allem beim Einsatz in Endstromkreisen wie bei der LED-Beleuchtung aus und erfüllt die entsprechenden Normen.

Die doppelt isolierten Gehäuse und Leitungen verfügen über die Schutzart IP67 und sind einfach zu montieren. Darüber hinaus verfügen die Geräte über Statussignalisierung und sorgen bei Defekten für eine Trennung von Netz und Stromkreisen. Der MLPC2-230L-V/ESP2 hat einen Schutz gegen statische Aufladung integriert und ist ein Überspannungsschutzableiter Typ 2+3. Er ist einfach zu montieren. Der Anschluss erfolgt über Schraubkontakte. Eine Signalisierung zeigt den aktuellen Status. Für die Stadtwerke bedeutete die Entscheidung für Citel, dass alle Produkte aufeinander abgestimmt sind, von der Planung bis zur Ausführung.