Lassen Sie sich checken

Elektrohandwerk bietet mit dem E-Check regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen

Elektrische Sicherheit - Unfallverhütung - Versicherungsvorteile - geringe Betriebskosten. Das sind die Vorteile von E-Check, einer Initiative des Zentralverbands des Elektrohandwerks (ZVEH), führender Anbieter aus Industrie und Versicherungsgewerbe sowie von Instituten. Das deutsche Elektrohandwerk veranstaltet im April erstmalig die E-Check-Sicherheitstage. Partner sind Mennekes und OBO Bettermann.

23. August 2002

Wo wären wir heute ohne elektrische Energie? Sie erleichtert uns die Arbeit, sorgt für stets perfekte Beleuchtung, treibt Maschinen an und beschert uns vielfältige Annehmlichkeiten. Aber sie hat auch ihre Schattenseiten, denn bei unsachgemäßem Umgang kann es schnell lebensgefährlich werden. Bei einer Wasserleitung sieht man, wenn sie defekt ist, bei einer Gasleitung riecht man es. Aber bei Strom? Man sieht und riecht ihn nicht. Doch wenn man direkt damit in Berührung kommt, ist er nicht selten tödlich.

Damit das nicht geschieht, ist neben der Fach- und Sachkenntnis bei der Installation von elektrischen Anlagen, Geräten, Leitungen und Betriebsmitteln vor allem deren Sicherheitsüberprüfung angesagt. Regelmäßig, durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte und auf der Basis der geltenden Sicherheitsanforderungen. Der Gesetzgeber schreibt solches sogar vor mit dem Ziel, Gefahren durch defekte Anlagen und Maschinen rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht

Die Ist-Situation in vielen Unternehmen, Haushalten, Büros, ... sieht doch vielfach so aus: Jede elektrische Anlage, jede Installation ist irgendwann einmal ausgehend vom aktuellen Bedarf geplant worden. Architekten und Planer haben gemeinsam mit dem Bauherren oder Generalauftragnehmer Raum für Raum und Halle für Halle je nach vorgesehenem Verwendungszweck aufgeplant; mit allen Anschlüssen und Schaltgeräten für die Medienversorgung einerseits mit Elektrizität, Licht, Wärme, Klimatechnik, Druckluft und so weiter und andererseits für die Kommunikation. In Gewerbe- und Industriegebäuden haben Produktionsplaner und Logistiker die Stellplätze von Fertigungsanlagen, Maschinen, Montagelinien und Lagertechnik und damit die jeweiligen Anschlußpunkte vorgegeben. Handwerker - unter anderem Elektroinstallateure - haben diese Planung entsprechend umgesetzt. Alles (wie gesagt) ausgerichtet am aktuellen Bedarf.

Doch wer mit wachen Augen durch Unternehmen, Verwaltungsgebäude oder öffentliche Ämter geht, dem wird schnell klar: Hier entspricht der tatsächlich vorhandene Bedarf kaum noch der ursprünglich geplanten Installationstechnik. Die Gründe dafür sind vielfältig: Umwidmungen, betriebsbedingt veränderte Nutzungszwecke, neue Mieter, ...

Entsprechend sieht dann das Installationsszenario aus: zu wenig Steckdosen (von solchen mit Einzelabsicherung ganz zu schweigen)und Anschlüsse für die Kommunikationstechnik, unzureichend stark dimensionierte Leitungen, mangelhafte Blitz- und Überspannungsschutzeinrichtungen, ... Weil das so ist - Not macht bekanntlich erfinderisch -, behilft man sich mit Provisorien, die (zumindest nach Murphys Gesetzen) von gnadenloser Dauerhaftigkeit sind.

Daß man dabei wissentlich oder aus Unkenntnis gegen gesetzliche Vorschriften verstößt, schützt jedoch nicht vor den Konsequenzen, die daraus erwachsen. Deshalb sollte bereits bei der Erstinstallation darauf geachtet werden, daß die Leitungsführung so dimensioniert ist, daß Erweiterungen kostengünstig realisiert werden können. Das gleiche gilt für die Anzahl und Auslegung der Steckdosen, von denen immer einige mehr zur Reserve eingeplant werden sollten. Denn kreuz und quer liegende Verlängerungskabel und Tischsteckdosen im gewerblichen Bereich werden bei einem Besuch der Gewerbeaufsicht oder der Berufsgenossenschaft mit Sicherheit moniert. Und die kommen bestimmt, um Sicherheitsüberprüfungen vorzunehmen. Dann rächt sich in barer Münze, wenn bei der Elektroinstallation am falschen Ende gespart wurde.

Auf der sicheren Seite

Der Anwender beziehungsweise Nutzer solchen elektrischen Equipments soll dieses freilich nicht selbst installieren - es sei denn, er ist Elektroinstallateur und entsprechend geschult. Der Elektrofachmann ist es auch, der die vom Gesetzgeber weiterhin vorgeschriebenen Sicherheitsüberprüfungen durchführt. Er weiß, wo es gefährlich werden kann. Er unterbreitet (auf die jeweiligen individuellen Erfordernisse abgestimmte) Lösungen, wie sich Risiken vermeiden lassen. Er weiß auch, welche gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden müssen und welche Produkte für den jeweiligen Einsatzzweck am besten geeignet sind. Und er kann darüber hinaus die permanente Betreuung elektrischer Anlagen mit regelmäßigen E-Check-Überprüfungen übernehmen.

In einem Prüfprotokoll werden alle Prüfpunkte dokumentiert und bei einwandfreier Anlage wird das E-Check-Siegel erteilt, welches besonders im gewerblichen Bereich von Gewerbeaufsichtsämtern, Berufsgenossenschaften und Sachversicherern als Nachweis für die regelmäßige Kontrolle der elektrischen Anlagen anerkannt ist. Dieses Prüfprotokoll und das E-Check-Siegel öffnen bei einigen Sachversicherern die Tür zu Prämien- beziehungsweise Beitragsnachlässen - ein klares Indiz dafür, daß sich mehr Sicherheit auch in barer Münze auszahlt.

Erschienen in Ausgabe: 03/2002