Lebenstraum Eigenheim

Luxor. Die meisten Menschen bauen nur einmal im Leben. Kein Wunder, dass die Ansprüche an das eigene Heim hoch sind. Thomas Sprenger hat sich sein Traum-Haus mit moderner Elektrotechnik ausstatten lassen.

22. November 2006

Als Thomas Sprenger sich entschloss, seinen Traum von den eigenen vier Wänden zu realsieren, stand für ihn von Anfang an fest, die Haustechnik auf einem hohen Niveau zu realisieren. Zum Einsatz kam dabei unter anderem das System Luxor von Theben. Der Hersteller hat mit der Einführung von Luxor auf Forderungen aus dem Elektrohandwerk reagiert, dem Kunden Automationslösungen anbieten zu können, die einerseits für diesen wirtschaftlich und komfortabel sind, sich andererseits vom Installateur ohne Programmierkenntnisse einfach installieren lassen. Mit dem System möchte Theben dem Elektrofachmann die Möglichkeit eröffnen, komplexe Technik und hohen Komfort wirtschaftlich anbieten zu können und sich neue Beratungsfelder zu erschließen. g+h sprach mit dem Bauherrn Thomas Sprenger über sein Eigenheim und die darin enthaltene Technik. Gehört er doch zu jener Kategorie Bauherren, die sich bereits im Vorfeld der Errichtung ihres Gebäudes ausführlich mit den zahlreichen Möglichkeiten der Elektrointallationstechnik beschäftigt haben und so mit klaren Vorstellungen zum Beratungsgespräch in den Elektrofachbetrieb kommen. Gleichzeitig fragten wir beim Theben-Vertriebsbeauftragten, Günter Schatz, nach, welche Einsatzfelder und Möglichkeiten Luxor dem engagierten Bauherren eröffnen kann.

Herr Sprenger, Ihr Haus weist eine ganze Reihe von technischen Besonderheiten auf, die man bei einem Objekt dieser Größenordnung nicht unbedingt vermutet. Was gab den Ausschlag für diese Investition?

Für mich stand bereits vor Baubeginn fest, dass eine 08/15-Installation für unser Haus nicht in Frage kam. Meine Frau und ich wollten elektrisch angetriebene Rollläden, eine komfortable Lichtsteuerung und ein effizientes Heizsystem. Außerdem sollte die Installtion die Möglichkeit offerieren, auf spätere bauliche Veränderungen flexibel reagieren zu können, ohne das Haus wieder zu einer Baustelle werden zu lassen.

Wer hat die Elektroinstallation ausgeführt?

Sie wurde von unserem Elektrofachbetrieb am Ort ausgeführt. Der dortige Ansprechpartner hat uns nach einem ersten Beratungsgespräch einen Plan aufgestellt. Nachdem wir diesen mit ihm diskutiert hatten, erhielten wir die endgültige CAD-Dokumentation.

Für ein Einfamilienhaus ist es doch aber eher die Ausnahme, einen so detaillierten Plan aufzustellen, oder?

Bis zu einem gewissen Investitonsvolumen sicherlich. Für uns hatte das aber den Vorteil, dass wir nicht so oft auf die Baustelle mussten, da ja bereits alle wichtigen Parameter feststanden. Jeder wusste, wo welcher Anschluss und welche Steckdose platziert war.

Haben Sie gemeinsam mit Ihrer Frau die Technik ausgewählt?

Ja, wir haben gemeinsam Lösungen gesucht und gefunden. Die Idee, das Treppenhaus mit Einbauleuchten zu erhellen stammte von meiner Frau. Dass zur Steuerung das Luxor-Sytem von Theben eingesetzt wurde, war meine Intention, ich hatte davon einmal gelesen und dann meinen Elektroinstallateur gefragt.

Kannte dieser die Technik bereits?

Nein, der Meister, der mit der Ausführung betraut war, hat sich das System angeschaut und ohne Probleme installiert. Er hatte vorher nicht einmal eine Schulung besuchen müssen, also einfach intuitiv gearbeitet.

Welche Steuerungsaufgaben übernimmt das Luxor-System in Ihrem Haus?

Über das System werden das Licht, die Markise (sie wird noch installiert) und die Rollläden gesteuert. Eine Zentral-Aus-Funktion haben wir ebenfalls installiert. Nicht missen möchte ich die automatische Ausschaltfunktion, die im Flur- und Kellerbereich für Energieeinsparung sorgt, weil man ja gerade hier oft vergisst, das Licht zu löschen. Außerdem haben wir noch eine Wetterstation, um bei Regen und/oder Sturm für entsprechende Sicherheit zu sorgen. Das Schöne an solch einem System sind ja die Erweiterungsmöglichkeiten. Wenn wir später Umbauten vornehmen sollten - ich hatte es ja bereits erwähnt -, können wir diese ohne großen Aufwand durchführen.

Wie beheizen Sie Ihr Gebäude?

Wir betreiben eine elektrische Fußbodenheizung von Devi als Direktheizung.

Heizen mit Strom, da gibt es doch immer noch einige Vorbehalte?

Das sehe ich anders. Die Heizung, die wir haben, hat gegenüber anderen Systemen den Vorteil, dass sie erheblich günstiger in der Anschaffung ist. Außerdem wird die Wärme sofort bereitgestellt, was vor allem in den Übergangsperioden sehr angenehm ist. Hinzu kommt, dass wie die Kosten für den Heizungsraum, den Kamin und das Tanklager sparen. In der Summe rechnet sich also eine solche Heizung. Vergessen sollte man in dieser Diskussion auch nicht, dass jeder Raum einzeln gradgenau temperiert werden kann. Durch die komfortable Einzelraumregelung können die Nutzungszeiten der einzelnen Räume im Zeitprogramm berücksichtigt werden. Dadurch ist eine hohe Energieeinsparung möglich. Das begrüßen wir natürlich.

Welche technischen Erweiterungen planen Sie für die Zukunft?

Vielleicht werden wir noch LED-Technik integrieren. Auch an die Installation eines Netzwerks denken wir noch. Im Keller haben wir einen Wandschrank, in dem immer noch ein wenig Luft ist, um zu patchen. Außerdem haben wir noch die Installation von Rauchmeldern geplant. Verzichtet haben wir im Augenblick noch auf eine Videotürsprechanlage. Aber wenn man baut, muss man natürlich auch die Gesamtkosten im Auge behalten.

Herr Schatz, mit Ihnen würden wir gern noch einmal über Luxor sprechen, es bildet ja sozusagen das Herz des Hauses. Wo liegen denn aus Ihrer Sicht die augenfälligsten Vorteile von Luxor gegenüber einer konventionellen Installation? Letztlich vertreibt Ihr Unternehmen ja auch KNX/EIB-Technik.

Die Vorteile liegen einerseits im geringen Schulungsaufwand für den Installateur. Er benötigt keinerlei Softwarekenntnisse und kann mit dem System quasi sofort arbeiten. So hat er die Möglichkeit, Kunden, für die eine Bus-Installation nicht in Frage kommt, dennoch eine hochwertige Steuerungstechnik anzubieten. Nicht zu unterschätzen ist dabei die Wirtschaftlichkeit für den Kunden, der oft nicht die Mittel hat, in Bustechnik zu investieren oder sie von seinen Ansprüchen her auch nicht benötigt. Der Elektroinstallateur soll ja seinem Kunden die für ihn passendste Lösung anbieten, ohne Abstriche bei Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Manchmal muss hier natürlich einem KNX/EIB-System der Vorzug gegeben werden. In vielen Fällen ist Luxor eine ideale Lösung.

Und auf der Geräte-Seite, welche technischen Aspekte sprechen hier für Luxor?

Hier gibt es sehr viele Aspekte. So besitzen unsere Module (wir haben hier mehrere Schalterstellungen pro Kanal) diverse Optionen. Ich kann beispielsweise an Kanal 1 einstellen, dass mein Bedienelement ein Taster ist, oder ich kann einen Zeitbereich wählen. Schon habe ich aus der Stromstoßschalterfunktion eine Treppenlichtfunktion gemacht. Und das ohne jede Verdrahtungsveränderung. Das kommt natürlich auch dem Bauherrn zugute.

Wird innovative Installationstechnik heute vom Bauherren stärker nachgefragt als vielleicht noch vor fünf Jahren?

Die Nachfrage steigt mit jeder Kundeninformation und jeder Schulung, die wir als Hersteller durchführen. Unser Erfolg liegt sicherlich darin begründet, dass wir dem Installateur aufzeigen, dass er mit geringem Aufwand seinem Kunden eine hochwertige und komfortable Elektroinstallation anbieten kann.

Bieten Sie dem Elektrohandwerk für sein Beratungsgespräch beim Bauherrn Hilfen an?

Wir haben natürlich für den Elektroinstallateur eine Reihe von Informationsmaterialien und Planungshilfen. Speziell für den Bauherrn haben wir eine Broschüre aufgelegt, die das Thema ohne spezifische technische Finessen aufbereitet. Der Interessent soll nämlich nicht mit der Technik überfrachtet werden, sondern den Nutzen von Luxor vermittelt bekommen.

Damit sprechen Sie einen vielfach unterschätzten Aspekt bei der Vermarktung moderner Elektrotechnik an. Haben Industrie und Handwerk in der Vergangenheit sich gegenüber dem Bauherrn nicht zu stark auf die Technik konzentriert und dabei manchmal den Nutzen aus den Augen verloren?

Da sprechen Sie einen ganz wichtigen Punkt an. Der Bauherr interessiert sich nicht für Adressen, Telegramme oder Übertragungsraten. Er möchte eine Problemlösung, beziehungsweise die Erfüllung seiner Bauherrenwünsche. Wie diese Lösung aussieht, ist für ihn zweitrangig. Entscheidend ist der Nutzen. So oft die Begriffe Sicherheit, Komfort und Wirtschaftlichkeit auch schon bemüht worden sind, sie bilden nun einmal die Grundlage für das Geschäft mit zukunftsweisenden Techniken. Und sie werden von jedem Bauherrn auch problemlos verstanden.

Herr Sprenger, Herr Schatz, wir bedanken uns bei Ihnen für das Gespräch.

www.de-vi.de

www.theben.de

SYSTEM-ASPEKTEAnwendungsfelderZu den Anwendungsfeldern von Luxor gehören die Lichtsteuerung mit Zentralsteuerung, Panikfunktion und Anwesenheitssimulation sowie Mehrfachtaster-Steuerung, Dimmen mit Speicherfunktion, Nachtlicht und Treppenhausfunktion mit Ausschaltvorwarnung durch Abdimmen.

Einzeln, in Gruppen oder zentral lassen

sich Jalousien, Markisen und Rollläden steuern. Ein Sensormodul sorgt für eine helligkeitsabhängige Steuerung mit Windwächter. Wettersensorik für Helligkeit, Wind, Regen, Temperatur und eine 8-Kanal-Uhr mit Astrofunktion runden die vielen Möglichkeiten des Systems ab.

Erschienen in Ausgabe: G&H High Tech/2006