Licht im Schaltschrank

Lesertest

Die PLD-Schaltschrankleuchten - von Phoenix Contact leuchten den Schaltschrank effizient aus. Verschiedene Befestigungsmöglichkeiten sowie Leuchtenarten und -längen erlauben eine flexible Adaption an die Schaltschrankgröße. Von der einfachen Montage und dem hohen Nutzen können sich g+h-Leser im Rahmen des Tests jetzt überzeugen.

24. November 2015

Mit einer guten Ausleuchtung des Schaltschranks können fehlerhafte Verdrahtung oder ermüdende Arbeitsbedingungen vermieden werden. Trotzdem sind die meisten Schaltschränke nur im oberen Bereich ausgeleuchtet, sodass im mittleren und unteren Segment nicht mehr genügend Licht vorhanden ist. Das liegt daran, dass immer noch rund 85 Prozent der verfügbaren Schaltschrankleuchten Leuchtstoffröhren als Leuchtmittel nutzen. Wechselt der Anwender auf eine LED-basierte Variante, resultiert das nicht zwangsläufig in einer besseren Ausleuchtung. LEDs stellen eine punktuelle Lichtquelle dar. Das aus der Schaltschrankleuchte austretende Licht muss folglich mit einer Optik zielgerichtet gelenkt werden.

Die LED-basierten Schaltschrankleuchten der Produktfamilie PLD (Phoenix Contact Lighting Devices) mit einer integrierten Optik respektive Prismatik leuchten den Schaltschrank hingegen bis in den untersten Bereich vollständig aus. Die Beleuchtungsstärke am Boden des Schaltschranks ist bis zu 400 Prozent höher im Vergleich zu Lösungen ohne Optik.

Die Montage der PLD-Leuchten erfolgt werkzeuglos und damit zeitsparend innerhalb von Sekunden. Dazu wird das integrierte patentierte Rasthaken- oder Klicksystem hinter dem Schaltschrankprofil befestigt. Um einen Schattenwurf durch größere Geräte – beispielsweise Frequenzumrichter – zu verhindern, lassen sich die PLD-Leuchten auch unter dem Schaltschrankprofil installieren. Teilweise ist das Anbringen hinter dem Schaltschrankprofil zudem gar nicht möglich, da sich dort ein Lüfter befindet. Auch die Platzierung mit Magneten fast überall im Schaltschrank ist möglich. Ist dieser größeren Vibrationen ausgesetzt, bietet sich die zuverlässige Fixierung mittels Schrauben an. Bei zweitürigen oder angereihten Schaltschränken lassen sich die PLDs hintereinanderschalten. Serienschaltung und steckbare Leitungen reduzieren Verkabelungskosten und -zeit erheblich.

Das Portfolio der PLD-Schaltschrankleuchten umfasst zwei Varianten: die 600er- und die 400er-Klasse. Die Leuchten der 600er-Klasse PLD E 608 W… können aufgrund des AC-Weitbereichseingangs von 85 V AC bis 265 V AC weltweit eingesetzt werden. Das vermeidet Bestellfehler und verringert die Dispositions- und Lagerkosten. Die 600er-Leuchten sind mit und ohne eingebauter länderspezifischer Steckdose erhältlich. Die Steckdose ermöglicht selbst bei einem spannungsfrei geschalteten Schaltschrank den Anschluss von externen Geräten. Im Vergleich zu einer auf der Schaltschrankplatte angebrachten Steckdose spart die integrierte Variante Platz.

 

Die 600er-Leuchten verfügen über zwei Betriebsmodi, die über einen Taster eingestellt werden. Drei verschiedenfarbige Status-LEDs zeigen den jeweils ausgewählten Modus an. So erkennen die Mitarbeiter schnell eine falsche Verdrahtung oder fehlende Versorgungsspannung. Im Automatikmodus wird die 600er-Leuchte über den eingebauten Bewegungsmelder automatisch ein- und ausgeschaltet. Auch ein Dauerlichtmodus ist möglich. Mit den Leuchten der 600er-Klasse erhält der Anwender eine Kompaktlösung, weil zusätzliche Türpositionsschalter für ihre automatische Ansteuerung sowie die entsprechenden Anschaffungs- und Verdrahtungskosten entfallen. Dank der integrierten Optik können alle gängigen Schaltschrankgrößen mit einer Leuchtenlänge ausgeleuchtet werden.

Im Gegensatz zu den Varianten der 600er-Klasse arbeiten die Leuchten der 400er-Klasse PLD E 400 W… mit 24 V DC. Der Anwender kann hier zwischen drei unterschiedlichen Leuchtenlängen wählen: 250, 375 und 500 mm. Zur optimalen Anpassung an die verschiedenen Höhen der Schaltschränke sowie Einbautiefen der Schaltschrankplatte lässt sich das Lichtaustrittsfenster im Bereich von ±90 ° schwenken. Über einen optional vorschaltbaren Türpositionsschalter gehen die 400er-Leuchten beim Öffnen der Schaltschranktür automatisch an und beim Schließen der Tür wieder aus. Alternativ können sie auch im Dauerlichtmodus betrieben werden. Die Selektion erfolgt ebenfalls über einen eingebauten Taster. Der ausgewählte Modus wird dabei über eine Status-LED angezeigt. Die 400er-Klasse erweist sich als kostengünstige und platzsparende Option zur 600er-Baureihe, sofern die Beleuchtung lediglich manuell ein- und ausgeschaltet werden soll und/oder in kleinen Schaltkästen montiert wird.

Während der gesamten Nutzungsdauer des Schaltschranks müssen die PLDs mit einer Lebensdauer (L70-Wert) von mindestens 50.000 Stunden unabhängig von der Schalthäufigkeit, typischerweise nicht ausgetauscht werden und bieten eine hohe Energieeffizienz. Darüber hinaus geben LED-Leuchten deutlich weniger Wärme ab, was den Kühlungsaufwand bei klimatisierten Schaltschränken senkt.

Fehlerfreies Arbeiten

PLD-Schaltschrankleuchten

Selbst nach der Inbetriebnahme muss im Rahmen einer Wartung, Entstörung oder Änderung fortwährend am Schaltschrank gearbeitet werden. Für diese Tätigkeiten sind optimale Lichtverhältnisse unabdingbar. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Schaltschrank in einer ansonsten dunklen Umgebung steht oder die Hallenbeleuchtung nicht ausreicht.

Die Schaltschrankleuchten der Produktfamilie PLD (Phoenix Contact Lighting Devices) mit LED-Technologie leuchten den Schaltschrank bis in den untersten Bereich vollständig aus. Verschiedene Befestigungsmöglichkeiten sowie Leuchtenarten und -längen erlauben eine flexible Adaption.

Erschienen in Ausgabe: 08/2015