Messtechnik für Energieeffizienz

Mit dem Konzept des 3-in-1-Monitoring von Janitza lassen sich unter anderem die geforderten Messungen für die energieeffiziente Errichtung von Niederspannungsanlagen und die Energieverteilung bei Betriebsmitteln und Anwendungen erfassen und dokumentieren. Janitza präsentiert das Konzept auf der Light+Building.

25. Februar 2016

Normen und Zertifikate für eine zuverlässige und effiziente Energieversorgung gibt es reichlich. Die im Oktober 2015 veröffentlichte DIN VDE 0100-801 „Errichten von Niederspannungsanlagen – Energieeffizienz“ ist aber fast eine Revolution. Zum ersten Mal wurde damit die DIN VDE 0100 um ein Kapitel erweitert, das sich nicht mit Sicherheit befasst.

 

Sie gilt für Wohngebäude, gewerbliche Gebäude, Industriegebäude sowie Infrastrukturen und zwingt die Verantwortlichen, sich bei Planung und Betrieb mit dem Thema Energieeffizienz zu befassen. Die Messtechnik bildet neben der Installation einen Schwerpunkt der neuen Norm, denn nur mit entsprechenden Daten kann man den Nutzen der getroffenen Maßnahmen nachweisen, bzw. Prozesse nachjustieren.

 

Eine umfassende Gesamtlösung für diese Aufgabe ist das Konzept des 3-in1-Monitoring von Janitza. Mit ihm lassen sich z. B. die geforderten Messungen für die energieeffiziente Errichtung von Niederspannungsanlagen, den Leistungsfaktor cos?, die Energieverteilung bei Betriebsmitteln und Anwendungen, den Spannungsfall und Oberschwingungen sehr detailliert erfassen und dokumentieren. Das ist entscheidend, da die neue Norm elektrische Anlagen verschiedenen Energieeffizienzklassen zuordnet.

 

Grundlage hierfür ist ein Punktesystem. Je feingranularer und zeitlich genauer aufgelöst die Messung, desto höher die Punktzahl. Die neue Norm fordert zudem, Verbräuche nicht in der Summe, sondern mittels Lastprofil zu erfassen. Auch dies ist mit der Janitza-Technik problemlos möglich.

 

Energieeffizienz ist aber nur ein Baustein des 3-in-1-Monitoring. Hochverfügbarkeit, wie bei Rechenzentren oder Krankenhäusern gefordert, ist eine weitere Domäne. Die nötigen Daten liefert die kontinuierliche Überwachung mit einer integrierten Messtechnik für Energiemanagement, Spannungsqualitäts- und Differenzstromüberwachung. Nebenher verbessert die Differenzstromüberwachung den vorbeugenden Brandschutz.

 

Für das 3-in1-Monitoring hat Janitza die Baureihen UMG 512, UMG 96RM-E und UMG 20CM zur Überwachung auf drei Ebenen entwickelt. Zusammen mit der Software Grid-Vis und dem integrierten Alarmmanagement vereinen sie Differenzstrommessung (Residual Current Monitoring, kurz RCM), Energiemanagement nach ISO 50001 und Spannungsqualitäts-Überwachung in einer gemeinsamen Systemumgebung und nur einem Messgerät je Messstelle.

 

Dies hat den großen Vorteil, dass sowohl die Montage und Installation als auch die restliche Infrastruktur (Stromwandler, Kommunikationsleitungen und -einrichtungen, Datenbank, Software, Analyse-Tools und Reporting-Software …) nur ein einziges Mal benötigt werden. Ferner sind alle Daten zentral in einer Datenbank erfasst und lassen sich bequem mit nur einer Software verarbeiten.

 

Der umfassende und schnelle Überblick über alle Daten macht Störungen sichtbar, die separate Systeme nur teilweise oder gar nicht wahrnehmen würde. Über die Integration der RCM-Messgeräte in die Grid-Vis-Software mit seinen umfangreichen Meldemöglichkeiten des Alarmmanagements wird sichergestellt, dass die Meldung schnell den richtigen Empfänger erreicht. Mit beliebigen Eskalationsstufen und Logbuchfunktion stehen dem Überwachungsleitstand alle Tools für eine effiziente Überwachung zur Verfügung.