Multifunktional

EIB im gehobenen Wohnungsbau

Nach wie vor ist das Objektgeschäft die Domäne des EIB. Bis der Bus in das Reihenhaus Einzug halten kann, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Im gehobenen Wohnungsbau dagegen beginnt er sich allmählich durchzusetzen. Dazu tragen auch die jüngsten Produktentwicklungen bei, die noch mehr Funktionalität und Komfort versprechen. G&H besuchte das Unternehmen Rehnig in Neustadt a.d. Aisch und besichtigte eines seiner Referenzobjekte. Das Unternehmen gehört zu den wenigen Elektrofachbetrieben, die schon 1993 den EIB installierten und somit von Anfang an auf diese innovative Technik setzten.

20. Dezember 2002

Die Firma Rehnig in Neustadt an der Aisch wurde vor rund 35 Jahren gegründet. Geführt wird das Unternehmen heute vom Sohn des Unternehmensgründers, J.-Uwe Rehnig. Zunächst war das Leistungsspektrum auf Antennentechnik beschränkt, bis das Unternehmen schließlich fünf Jahre später um den Bereich Elektro erweitert wurde.

In der Antennentechnik ist der 45 Mitarbeiter zählende Betrieb bis über die bayerische Landesgrenze hinaus tätig. Nach einem kontinuierlichen Wachstum zog das Unternehmen 1993 aus der Innenstadt ins Gewebegebiet von Neustadt und präsentiert sich heute als hochmoderner Betrieb.

Unter dem Dach der Rehnig Holding GmbH ist neben der Antennentechnik auch die Rehnig Elektro-GmbH & Co. KG angesiedelt. Ihr Leistungsspektrum umfaßt die Planung und Installation sämtlicher Elektroanlagen - von der Altbausanierung bis zu Blitzschutzanlagen mit Überspannungsschutz, dem Service, der Wartung und der Störungsbeseitigung.

Objektbau ist Kerngeschäft

Kerngeschäft ist das Objektgeschäft, aber auch der gehobene Wohnungsbau. Selbstredend beteiligt sich Rehnig an überregionalen Ausschreibungen. Bei einem Unternehmen dieser Größenordnung versteht es sich schon fast von selbst, daß auf neue Techniken wie den Europäischen Installations Bus, EIB, gesetzt wird. Seit 1993 wird er bei Kunden installiert. Die ersten Erfahrungen hatte man im eigenen Unternehmensneubau gesammelt. Rasch folgten weitere größere Objekte. Von Beginn an setzte man auf Marketing für den EIB, erinnert sich der Geschäftsführer der Rehnig-Elektro-GmbH, Hermann Cesinger: „Wir haben von Anfang an Architekten und Planer zu uns eingeladen, um ihnen diese neue Technik nahe zu bringen.“

Im Firmengebäude selbst wurden Funktionen wie Beleuchtungssteuerung, Leinwand AUF/AB, Dachfenster AUF/ZU und andere technische Möglichkeiten der Bustechnik realisiert. Hermann Cesinger ist davon überzeugt, daß man diese Technik dem Kunden präsentieren muß. Nur so kann der Nutzen des EIB anschaulich vermittelt werden. Im Unternehmen sind deshalb drei Mitarbeiter speziell in der EIB-Technik geschult. Wichtig ist es, daß man sich mit der Technik kontinuierlich beschäftigt, um eine gewisse Routine zu erlangen und permanent auf dem neuesten Informationsstand zu sein. Es gehört zu den Eigenheiten moderner Techniken, daß sie rasch weiterentwickelt werden. Nicht zuletzt deshalb ist es unerläßlich, sich bereits früh mit ihnen auseinanderzusetzen. Die Vielzahl der auf der letzten Light + Building in Frankfurt vorgestellten EIB-Neuheiten ist ein schlagender Beweis dafür.

EIB in repräsentativer Privatvilla

Obwohl der EIB sich nach wie vor eher im Objektbereich durchsetzt, gewinnt er zunehmend auch im gehobenen Wohnungsbau Freunde. Auf diesem Gebiet ist auch Rehnig tätig. Eines der jüngsten EIB-Objekte des Unternehmens ist eine repräsentative Privatvilla. Gemeinsam im Gespräch mit dem Bauherren wurde das Buskonzept auf Basis der aktuellen EIB-Produkte der Firma Jung entwickelt. Umgesetzt wurde die Beleuchtungs- und Jalousiesteuerung sowie die Einbindung der Heizung (Einzelraumregelung). Vorgesehen ist bereits die Ansteuerung der Komponenten über das Tableau und die Möglichkeit der Fernabfrage via Handy. Die EIB-Anlage wurde großzügig dimensioniert, um künftig gezielt auf die Wünsche der Bewohner eingehen und entsprechend nachrüsten zu können.

Die Erfahrung zeigt nämlich, daß Bauherren, die einmal „auf den Bus gestiegen“ sind, sehr rasch die vielfältigen Möglichkeiten und seinen Komfort schätzen lernen. Dann werden vielfältige Wünsche wach und der Elektrofachbetrieb bekommt die Möglichkeit, über die Bustechnik ein kontinuierliches Geschäft aufzubauen und so den Kunden langfristig an sich zu binden.

Fazit:

Keine Frage, der EIB hat sich auf breiter Front durchgesetzt und bietet bei entsprechender Fachkenntnis für den Elektrofachbetrieb nicht nur ein lukratives, sondern vor allem zukunftsweisendes Geschäftsfeld. Wie weit diese Technik in den letzten Jahren gediehen ist, zeigen auch die jüngsten Produktentwicklungen. Ein Beispiel dafür ist der Instabus-Raumcontroller, der die Funktionen eines Tastsensor, eines Raumtemperaturregler und eines Displays in einem Gerät vereint.

Erschienen in Ausgabe: 09/2002