Neue Herausforderung

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Energiehaus. - Ohne deutliche Einsparungen auf der Verbrauchsseite wird sich die Energiewende kaum realisieren lassen. Gebäude mit positiver Energiebilanz, die sogenannten Plus-Energiehäuser, können ein wichtiger Faktor bei der Umsetzung werden.

27. August 2012

Bei der Energiewende ebbt die Euphorie allmählich ab. Erste Zweifel werden laut, dass sich eine komplette Umstellung auf regenerative Energien nicht kurz- oder mittelfristig realisieren lässt. Zu strukturellen Faktoren wie Netzausbau oder Speichermedien kommt der Aspekt der ausreichenden Menge.

Fakt ist: Je geringer der Energiebedarf sein wird, desto eher schafft man es, diese Energie klimafreundlich zu erzeugen. Immerhin drei Viertel des Energiebedarfs der privaten Haushalte wird für die Raumerwärmung aufgewendet. Hier liegt also ein gigantisches Einsparpotenzial. Neue Bau- und Dämmverfahren, aber auch Lüftungs- oder Heizsysteme sorgen heute schon dafür, dass Gebäude immer effizienter werden. Häuser mit positiver Energiebilanz sind keine Utopie mehr, sondern erklärtes Ziel der Politik. Sie erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen. Im Idealfall wird der Überschuss nicht in das öffentliche Netz gespeichert, sondern beispielsweise in Elektrofahrzeuge geleitet.

Die Gebäudetechnik in diesen Plus-Energiehäusern ist anspruchsvoll – müssen doch alle Komponenten vom Monitoring bis zum Speichermanagement perfekt aufeinander abgestimmt sein, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Darin wird eine große Herausforderung für das Elektrofach liegen. Im Web kann man sich bereits ein Bild von solchen Effizienzhäusern machen und erahnen, wie sich Gebäude schon in naher Zukunft verändern werden.

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Erschienen in Ausgabe: 02/2012