Neues am Zählerplatz

Zählerschrank von Striebel & John für den elektronischen Haushaltszähler

Der elektronische Haushaltszähler (eHZ) ist vom VDN (Verband der Netzbetreiber) in einem Lastenheft definiert worden und wird in einem Pilotversuch in 2005 erprobt. Die neue Technologie hat Rückwirkungen auf den Zählerplatz in Bezug auf Anschlußtechnik, Aufteilung beziehungsweise Funktionalität und Größe des Zählerschrankes.

06. Juni 2005

ABB und Striebel & John gehören mit zu den Vorreitern bei der Einführung der neuen Zählertechnologie. Mit der Entwicklung des eHZ-Adapters (BKE-A), der integrierten eHZ-Befestigungs- und Kontaktiereinrichtung (BKE-I) und der Entwicklung von kleineren eHZ-Zählerschränken stellen die beiden Marken ihre Innovationskraft rund um die Zähler- und Verteilertechnik unter Beweis.

Weg von der Schraubtechnik, hin zur Stecktechnik - der elektronische Haushaltszähler setzt nicht nur Akzente hinsichtlich schnellerer und einfacherer Montage, sondern auch einen neuen richtungweisenden Standard für Haushaltszähler im liberalisierten Energiemarkt.

Die Basis für den eHZ bildet die Befestigungs- und Kontaktiereinrichtung (BKE), in die der Zähler gesteckt wird und die einen unterbrechungsfreien Zählerwechsel ermöglicht. Hierbei ist der Bediener gegen zufälliges Berühren spannungsführender Teile geschützt.

In bestehenden Zähleranlagen wird beim Austausch des herkömmlichen Ferrariszählers gegen einen elektronischen Haushaltszähler lediglich ein eHZ-Adapter (BKE-A) benötigt. Dieser wird wie ein Ferrariszähler am Zählerfeld befestigt und angeschlossen. Der eHZ wird dann auf den Adapter aufgesteckt. In naher Zukunft führt Striebel & John einen neuen Zählerschrank für Haushaltskunden in den Markt ein, der im Hinblick auf den neuen eHZ entwickelt wurde. In den Feldern dieses - wesentlich kleineren und flacheren - Schranks ist die Befestigungs- und Kontaktiereinrichtung (BKE-I) bereits integriert.

Ein Schrank für den Zähler

Der VNB-Raum wird VNB-eigene Zusatzgeräte zur Steuerung, zum Beispiel von Doppeltarifanlagen aufnehmen. Der untere Anschlußraum nimmt wie heute auch die Trennstelle vor dem Zähler auf, die in der TAB des Verteilungsnetzbetreibers festgelegt ist. Der Anschlußraum ist je nach TAB mit Hutschiene oder Sammelschiene bestückt. Durch die Abmessungen des eHZs ist es möglich, nun zwei Zähler nebeneinander in den Schrank einzubauen. Der Zählerbereich verringert sich auf ein Höhenmaß von 300 Millimetern. Bisher betrug das Maß bei doppelstöckigen Zählerfeldern 750 Millimeter.

Bei Zählerfeldern in die je Feldbreite werkseitig von Striebel & John nur eine BKE-I eingebaut ist, kann eine zweite Befestigungs- und Kontaktiereinrichtung bei Bedarf bauseits nachgerüstet werden. Hierbei sind die zu- und abgehenden Leitungen im Lieferzustand fest mit der BKE-I-Einrichtung verbunden. Eine entsprechend konstruktive Lösung innerhalb der BKE-I ermöglicht das vollständige Verschließen der Kontaktöffnungen. Dies ermöglicht dem Versorgungsnetzbetreiber (VNB), die Anlage im Bedarfsfall zu sperren und in diesem Zustand zu plombieren.

Die Eigenschaften des eHZs:

- schneller und unterbrechungsfreier Zählerwechsel

- reduzierte Montage-, Ablese- und Bedienungskosten

- Datenschnittstelle zur nachträglichen Adaptierung von Zusatzfunktionen

- derzeit festgelegt in einer Eintarif-Ausführung, um einen Standard zu erzielen

- wenig Platzbedarf

- Grenzstrom liegt bei 60 A

Fazit:

Der eHZ wird in absehbarer Zeit in Deutschland eingeführt. Weg von der Schraubtechnik, hin zur Stecktechnik - er setzt nicht nur Akzente hinsichtlich der schnellen und einfachen Montage, sondern auch einen neuen Standard für Haushaltszähler im liberalisierten Energiemarkt. Die Markteinführung des Zählerschranks für den eHZ ist in absehbarer Zeit geplant.

Erschienen in Ausgabe: 03/2005