Neues Licht zum Lernen

Technik Licht

Trilux. - Der Neubau eines Münsteraner Gymnasiums sollte nicht nur harmonisch in die Umgebung eingebunden werden, sondern auch das pädagogische Konzept widerspiegeln. Mit einem neuen Lichtkonzept von Trilux ist dies gelungen.

30. September 2013

Zum 50-jährigen Jubiläum leistete sich das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Münster einen neuen Lebensraum des Lernens. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Das Erscheinungsbild des Gebäudekomplexes der Schule im Stadtteil Gievenbeck ist luftig und individuell. Dieser Eindruck wird durch ein flexibles, akzentuierendes Lichtkonzept noch verstärkt. Meist linear angeordnete Leuchten strukturieren die Räume, geben Orientierungshilfe und sorgen für optimale Lichtverhältnisse.

Das tageslichtabhängige Steuersystem sorgt für eine gleichbleibend angenehme Beleuchtung – und für eine positive Energiebilanz. Flankiert von den Kasernengebäuden auf der einen und den Wohnriegeln auf der anderen Seite, gliedert sich die Schule als signifikantes Bauvolumen in die Vorstadtbebauung ein. Die Schule ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die zwar Einzelnutzungen Platz bieten, sich dennoch dem Gesamten unterwerfen. Hierdurch entsteht ein neues Verständnis von Schule als Lebensbereich: kulturelles Wachsen und Werden im Gegensatz zu Bildung als abgegrenztem Bereich.

Der großzügige Vorplatz führt über eine leichte Rampe unter einem aufgeständerten Riegel hindurch in den zentralen, zu einem Drittel überdachten Innenhof des Schulkomplexes, direkt auf eine Sitzinsel mit Solitärbaum zu. Im Norden lenken zwei eingeschossige Verbindungsflügel den Blick auf die großzügige Freitreppenanlage, die zu den Zuschauerrängen der Vierfachsporthalle führt.

Vom südlichen Ende des Schulhofs gelangt man in die verglaste, zweigeschossige Pausenhalle, in der die Unterkante der Galerie, ähnlich den Raumkanten in den Fluren, mit einem Lichtband betont wird. In direktem räumlichen Bezug befindet sich die Aula mit Bühne und dazugehörigen Nebenräumen, hinter denen sich Musik- und Bandraum anschließen. Durch diese räumliche Anordnung entstehen fließende Übergänge: von der Turnhalle über die große Freitreppe und den Schulhof bis hinein in die Pausenhalle und die Aula.

Über das Erdgeschoss legen sich die beiden Geschosse für die Sekundarstufe I und II, die jeweils dem Alter der Schüler entsprechend gestaltet sind und durch die Fachklassentrakte verbunden werden. Eine offene Terrassenfläche und thematisierte Gartenhöfe lockern die Geschossigkeit auf und sorgen dabei gleichzeitig für ein angenehmes Verhältnis von Offenheit zu Geschlossenheit.

In Verlängerung des Schulgebäudes liegen die Lehrgärten und die Kleinspielfelder. Auch eine wechselfeuchte Obstwiese, eine Haltestelle für regionale Schulbusse, ein Pkw-Stellplatz im Süden sowie der eingeschossige Bungalow der Hausmeisterwohnung im Westen und die Leichtathletikanlagen im Norden gruppieren sich rund um den Neubau. So ist das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium nicht nur Schule, sondern, wie die Architekten sagen, ein „Lebensraum für Schüler und Lehrer“.

Die Beleuchtung unterstützt das Lernen. Lichtrechtecke leuchten die Sitzplätze der Schüler aus – gleichmäßige und reflexionsfreie Lichtverhältnisse sind die Folge. Daneben rücken separate Leuchten Lehrerpult und Tafel in den Fokus. Ganz klar: Hier lernt es sich leichter. Zum Lernen gehört Konzentration. Für die Konzentration ist das Wohlbefinden wichtig. Und dafür wiederum muss die Umgebung stimmen. Das Licht ist hier ein entscheidender Faktor: Tageslichtabhängige Regelsysteme passen den künstlichen Lichtstrom dynamisch den jeweiligen Lichtverhältnissen an. Das Tageslicht trägt so dazu bei, bis zu 67 Prozent an Energie und damit an Stromkosten zu sparen und weniger CO2 auszustoßen.

Das intelligente Beleuchtungskonzept von Trilux macht es möglich: Dimmbare Leuchten und ausgeklügelte Lichtregelsysteme verstärken oder reduzieren die Beleuchtung. Künstliches Licht wird in dem Maße zur Verfügung gestellt, wie die Lichtverhältnisse es erfordern. Der flexible Mix aus Tages- und Kunstlicht wirkt sich äußerst positiv auf die Energiebilanz aus. Und er steigert die Konzentration im Klassenzimmer.

Dies beweist auch das Schulzentrum Neckargemünd in Baden-Württemberg. Der Schulneubau wurde nach dem Passivhaus-Standard errichtet. Klassenräume und Verwaltung wurden mit energiesparenden Leuchten aus dem Hause Trilux ausgestattet.

Das Objekt erhielt außerdem ein Lichtmanagementsystem, das seine Feuertaufe längst bestanden hat. Zusammen mit anderen technischen Einrichtungen, wie beispielsweise der kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage, die die Zu- und Abluft über einen Wärmetauscher führt, weiß man sich auf dem richtigen Weg.

Wertvolle Energie geht so kaum verloren, sei es die Körperwärme der Schüler oder die Restwärme von den Leuchten. Alles ist in diesen Kreislauf mit eingebunden, wird sozusagen recycelt. Wirtschaftlich gesehen lohnen sich Investitionen in Lichtmanagementsysteme auf jeden Fall. „Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass sich die zusätzlichen Kosten bereits nach drei Jahren amortisiert haben“, erläutert Ralf Busch vom Trilux-Produktmanagement. Das sind Argumente, die auch bei Schulen greifen, die in Zeiten leerer öffentlicher Kassen schon seit Längerem unter einem Investitionsstau leiden.

Das Gymnasium Sundern hat sich für den Austausch der kompletten Beleuchtungsanlage entschieden. Und das wurde auch höchste Zeit, wie Stephan Urny vom Amt für Gebäudewirtschaft der sauerländischen Stadt berichtet: „Die Schule wurde 1975 erbaut. Die seinerzeit ebenfalls von Trilux gelieferten Beleuchtungssysteme haben sich eindeutig bewährt, waren aber nach 34 Jahren in punkto Wartungsfreundlichkeit und Energieeffizienz natürlich nicht mehr auf der Höhe der Zeit.“

Der Lichtspezialist aus Arnsberg stattete die fast 50 Klassenräume mit knapp 600 Leuchten inklusive Präsenzmeldern und tageslichtabhängiger Steuerung aus. Berechnungen haben ergeben, dass sich durch die neue Trilux-Anlage mehr als 60.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr einsparen lassen. Gegenüber den alten Leuchten liegt das Einsparpotenzial in diesem Fall sogar bei 81 Prozent. Eine beeindruckende Zahl, denn sie entspricht einem Einsparvolumen von jährlich etwa 11.000 Euro. Pro Jahr findet Trilux inzwischen bundesweit für rund 30.000 Klassenräume effizientere Lichtlösungen.

Awards für gutes Design

Ästhetische Innenbeleuchtung, die Atmosphäre und Akzente schafft. Das sind Ziele professioneller Beleuchtung. Es geht um ein ausgewogenes Zusammenspiel von gelungener Formgebung, bestem Material und solider Verarbeitung. Doch bei Trilux soll Design der Innenbeleuchtung mehr als nur schön sein: Zeitlos, ästhetisch, vollendet. Dezent und harmonisch einer architektonischen Idee folgen und diese im Sinne eines ganzheitlichen Raumkonzeptes unterstreichen.

Nach diesem Prinzip entsteht professionelle Innenbeleuchtung. Mit dem Ergebnis, dass das Design einer Trilux-Leuchte nicht nur positiv auf Raum und Umgebung wirkt. Sondern auch regelmäßig die Jury-Mitglieder von verschiedenen Designpreisen beeindruckt.

Erschienen in Ausgabe: 06/2013