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Normkonform verpackt

Mit wetterfesten, vorkonfektionierten Anschlusskästen zur Signalübertragung und Stromversorgung können Fachhandwerker viel Zeit und Montageaufwand bei der Installation von Outdoor-Überwachungssystemen sparen.

11. Februar 2019
Normkonform verpackt
Die IQ-Boxen reduzieren den Aufwand bei der normkonformen Errichtung von Überwachungstechnik. (© Fibox)

Als Distributor professioneller Video- und Sicherheitstechnik bietet Videor ein breites Produktspektrum auf dem Gebiet der physischen Sicherheit. Das Portfolio erstreckt sich auf über 7.500 Artikel renommierter Hersteller zur Videoüberwachung, -aufzeichnung und -anzeige sowie für die Zutrittskontrolle. Darüber hinaus leistet das Unternehmen fachkundige Unterstützung bei der Planung, Konfiguration, Inbetriebnahme und Dokumentation von Überwachungssystemen.

„Mit über 40-jähriger Expertise beraten wir Planer, Errichter und Betreiber bei der Auswahl, Konzeption und Dokumentation ihrer Überwachungstechnik. Dabei geht es um technische Kriterien gemäß DIN EN 62676 für das Detektieren, Beobachten, Erkennen, Identifizieren und Begutachten sowie Hilfestellungen bei Datenschutz- und Sicherheitsfragen.

Genauso wichtig ist es, die Betriebsanforderungen des Anwenders präzise zu erfassen, um für jede Position die geeignete Kameratechnik auszuwählen“, erklärt Torsten Sonntag, Leiter Customizing bei Videor. „Und schließlich helfen wir bei der Angebotserstellung auf Grundlage einer herstellerunabhängigen Geräteauswahl und bei der Ausfertigung professionell gestalteter Planungsunterlagen.“ Hierzu werden auf Anfrage 3D-Ansichten zur Bestimmung der Kamerapunkte und Blinkwinkel erstellt, der Bandbreitenbedarf berechnet und ein Vernetzungskonzept für die Videoüberwachung entworfen.

Eigenständige Anschlusslösung

Mit drei Eigenmarken hat Videor Lösungen für die Videoüberwachung, Installation und Anschlusstechnik entwickelt. Die Marke Solvido umfasst produktbezogene Dienstleistungen wie Vorkonfigurationen und Festplattenaufrüstungen sowie mit den SOL-IQ-Boxen vorkonfektionierte Anschlusskästen für die Übertragung von Videodaten. Die Boxen werden in verschiedenen Ausstattungsvarianten und Gehäusegrößen angeboten und dienen als Sammel- und Übergabepunkt für die Kamerasignale. Je nach Modellversion können zwei, acht oder auch mehr Kameras vernetzt und mit Strom versorgt werden.

Die eingehenden Informationen lassen sich über einen Medienkonverter oder Netzwerk-Switch beispielsweise für die Glasfaser-Übertragung umwandeln. Mit dem eingebauten Netzteil fungiert der Anschlusskasten auch als Energieverteiler, der die angeschlossenen Verbraucher mit den benötigten 12 V oder 24 V oder via Power over Ethernet (PoE) versorgt.

Um die Technik vor Witterungseinflüssen im Außeneinsatz zu schützen, werden zur Umhausung der IQ-Boxen robuste Arca-IEC-Gehäuse von Fibox eingesetzt. Sie eignen sich für raue und anspruchsvolle In- und Outdoor-Anwendungen.

Ihr doppelwandiges, aus glasfaserverstärktem Polycarbonat gefertigtes Gehäuse weist im Vergleich zu herkömmlichen Stahlblechgehäusen ein weit geringeres Eigengewicht auf. Dabei ist es mit einer Schlagfestigkeit von IK10 ausgesprochen widerstandsfähig und vandalismussicher.

Hart im Nehmen

Mit UL94 V-0, 5VA schneidet die Baureihe auch bei der Prüfung auf Entflammbarkeit sehr gut ab. Das korrosions-, witterungs- und UV-beständige Design mit eingeschäumter PUR-Dichtung ist für eine erweiterte Temperaturspanne zwischen –40 °C und +80 °C ausgelegt und entspricht rundum Schutzart IP66.

„Vergleichbare Eigenschaften lassen sich sonst nur mit Edelstahlgehäusen erreichen, die aber neben dem höheren Preis auch schwieriger im Handling sind. Durch das größere Gewicht und ihre Materialbeschaffenheit sind eventuelle Nacharbeiten im Feld mit viel Aufwand verbunden. In die Polycarbonat-Gehäuse kann dagegen – falls nötig – auch mal schnell nachträglich ein zusätzlicher Auslass für die Kabeldurchführung gebohrt werden“, ergänzt Sonntag.

Um die Fibox-Gehäuse für die Vorkonfektionierung der Kamera-Anschlusskästen zu präparieren, bedarf es nur weniger Arbeitsschritte. Hierzu werden in die Gehäuseunterseite die Auslässe für Kabelverschraubungen und Druckausgleichselemente gebohrt. In die untere Montageplatte werden Gewinde geschnitten, um Hutschienen oder Haltebleche anzuschrauben. Als einbaufertige Anschlusslösungen verfügen die IQ-Boxen standardmäßig über vormontierte Kabeldurchführungen mit M-Verschraubungen einschließlich teilbarer Verschraubung, Montageplatten, Hutschienen sowie einen Türkontakt, zwei Druckausgleichselemente und einen vorverdrahteten elektrischen Anschlussblock.

Variantenvielfalt

Die Anschlusskästen sind in unterschiedlichen Standardausführungen verfügbar. Für die stark nachgefragte Basisversion mit Abmessungen von 300 x 400 x 150 mm sind Varianten mit Eingangsreihenklemmen für die Stromversorgung samt Leitungsschutzschalter, 2-poligem Fi/LS-Schutzschalter und zusätzlicher Schuko-Steckdose sowie einem Kombi-Ableiter für den Blitz- und Überspannungsschutz erhältlich. Besonders platzsparend fällt die Variante Mini zum Anschluss von bis zu zwei Videokameras aus. Mit der Maxi-Version steht mehr Einbauraum zur Installation größerer Komponenten zur Verfügung.

Als Plug-and-play-Lösung sind IQ-Switch-Modelle im Programm, die komplett für den Anschluss von bis zu acht PoE-Netzwerk-Kameras vorbereitet sind. Für alle Modelle sind Montagesätze für die Wand- oder Mastbefestigung verfügbar.

Erschienen in Ausgabe: 01/2019

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