Paket für Fördergelder

Technik

Stiebel Eltron. - Bauherren, die sich für ein KfW-55- oder sogar ein KfW-40-Haus entschieden haben, können mit zusätzlichen haustechnischen Maßnahmen elegant eine neue höhere Förderstufe erreichen: das KfW-Effizienzhaus 40 Plus.

09. Mai 2017
Fünf Anforderungen gilt es zu erfüllen, soll der Neubau zu einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus werden. Neben den haustechnischen Lösungen sind für die Beantragung der KfW-Effizienzhaus-40-Plus-Förderung weitere Bedingungen zu erfüllen, wie zum Beispiel die Antragstellung durch einen sachverständigen Energieberater. Bildquelle: Stiebel Eltron
Bild 1: Paket für Fördergelder (Fünf Anforderungen gilt es zu erfüllen, soll der Neubau zu einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus werden. Neben den haustechnischen Lösungen sind für die Beantragung der KfW-Effizienzhaus-40-Plus-Förderung weitere Bedingungen zu erfüllen, wie zum Beispiel die Antragstellung durch einen sachverständigen Energieberater. Bildquelle: Stiebel Eltron )

Wie wird der Neubau zu einem absolut zukunftssicheren, extrem hochwertigen Gebäude – und das mit deutlich mehr Fördergeldern? Alles, was dazu eingesetzt werden muss, hat Stiebel Eltron jetzt in einem Paket zusammengefasst.

Fünf Anforderungen gilt es zu erfüllen, soll der Neubau zu einem KfW-Effizienzhaus 40 Plus werden: Mit der Photovoltaikanlage „Tegreon“ wird im Stiebel-Eltron-Paket die erste Anforderung nach einer stromerzeugenden Anlage erfüllt. Die Stromerzeugung sowie der Energiefluss werden von dem Energiemanagementsystem Sunny Home Manager von SMA visualisiert, eine zweite Anforderung. Dieses System stellt auch die dritte Bedingung sicher: dass maximal 60 Prozent des erzeugten Stroms ins Netz eingespeist werden.

Die vierte Forderung nach einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erfüllt das Lüftungsintegralsystem LWZ 504 von Stiebel Eltron – ein echter Alleskönner, denn neben dem Be- und Entlüften des Gebäudes übernimmt die LWZ außerdem über die integrierte Wärmepumpe das Heizen und die Warmwasserversorgung, und bei Bedarf kann die LWZ 504 auch die Kühlung des Gebäudes übernehmen. Das schließlich als fünfte Komponente erforderliche stationäre Batteriespeichersystem kann frei kombiniert werden, muss aber eine in Abhängigkeit von der Größe der installierten PV-Anlage definierte Mindeststromaufnahme gewährleisten.

Die KfW-Effizienzhaus-40-Plus-Förderung sieht einen Tilgungszuschuss von 15 Prozent der Darlehenssumme, maximal aber von 15.000 Euro pro Wohneinheit vor. Das bedeutet, dass bei einem Einfamilienhaus mit separater Einliegerwohnung ein Tilgungszuschuss von bis zu 30.000 Euro möglich ist.

„In unserer Beispielrechnung der Kosten eines KfW-40-Plus-Hauses im Vergleich zu einem KfW-40-Haus bleiben dank der zusätzlichen Fördergelder – in unserem Beispiel 15.000 Euro – nur knapp 4.000 Euro Mehrkosten für den Bauherrn“, erklärt Oliver Bast, Leiter des Produktmarketings Energiemanagement und Photovoltaik von Stiebel Eltron. „Und das, obwohl er eine um gut 12.000 Euro teurere und damit auch bessere Haustechnik einbaut. Dafür bekommt er ein absolut zukunftssicheres Gebäude, ist deutlich unabhängiger von Energieversorgern oder gar fossilen Energieträgern und reduziert on top auch noch seine Umweltbelastungen – eine Win-win-Situation. Darüber hinaus profitiert er in den Folgejahren natürlich kontinuierlich weiter von der effizienteren Haustechnik.“

Rund 85 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in einem Haushalt gehen auf das Konto der Heizungsanlage für Raumwärme und Warmwasserbereitung das macht eine zukunftsfähige Technik in diesem Bereich umso wichtiger. Der inzwischen auf bis zu 29 Cent gestiegene Haushaltsstrompreis ist ein gewichtiges Argument für die Nutzung von dem über eine Photovoltaikanlage selbst produzierten Strom, denn die Erzeugungskosten für Solarstrom liegen bei nur noch rund elf Cent pro Kilowattstunde. Damit ist der selbst produzierte Strom nicht mal halb so teuer wie der Strom vom Energieversorger.

Die stark abgesenkte Einspeisevergütung lohnt sich ebenfalls nicht mehr, da nur noch 12,3 Cent pro Kilowattstunde gezahlt werden. Nach KfW-Effizienzhaus 40 Plus dürfen ohnehin nur 60 Prozent der installierten PV-Leistung eingespeist werden. Ziel ist es also, so viel des gesamten Energiebedarfs wie möglich über den eigenen PV-Strom zu decken und damit den Bezug des Stroms vom Energieversorger zu minimieren.

In der Stiebel-Eltron-Lösung für KfW-Effizienzhaus 40 Plus wird der PV-Strom auch deshalb intelligent gemanagt. Dabei wird entweder der Verbrauch des PV-Stroms so geplant, dass zum Beispiel die Waschmaschine dann läuft, wenn die PV-Anlage besonders viel Strom produziert, oder der Strom wird gespeichert – thermisch mittels LWZ 504 im integrierten 235 Liter großen Warmwasserspeicher oder in der Gebäudemasse, oder auch elektrisch im Batteriesystem.

Dieses smarte Management ist besonders dann gefragt, wenn viel Strom von der PV-Anlage erzeugt wird und die 60-Prozent-Einspeisegrenze bereits erreicht ist. Den thermischen Energiebedarf des Hauses ermittelt das Internet Service Gateway (ISG) von Stiebel Eltron – eine Erweiterung für nahezu alle Stiebel-Eltron-Wärmepumpen und -Integralgeräte, die die eigene Heizungsanlage ins Internet bringt, sodass zum Beispiel die Bedienung auch über das Smartphone oder den Laptop in der eigenen „Servicewelt“ möglich ist. Im Störungsfall kann über das Service Portal auch eine erste Analyse abgerufen werden.

Das ISG kennt also den Wärmebedarf des Hauses und daraus resultierend den Energiebedarf der LWZ. Der wird vom ISG an das Energiemanagementsystem, den Sunny Home Manger, gemeldet. Dieser plant anschließend die optimale Laufzeit der Wärmepumpe – basierend auf den übermittelten Energieanforderungen der Wärmepumpe, der Wettervorhersage aus dem Internet, dem gelernten Benutzerverhalten und den tatsächlichen Verbrauchsprofilen. Der Energiemanager übermittelt die ermittelte optimal geplante Laufzeit wiederum an das ISG, das die Wärmepumpe entsprechend laufen lässt.

Das von Stiebel Eltron angebotene System ist aber noch eine Spur intelligenter: Um nahezu alle Spitzen des PV-Ertrages auszugleichen, wird der Wärmepumpenverbrauch intelligent angepasst. Möglich ist dies dank der Leistungsregelung des Kompressors der Wärmepumpe, der Inverterregelung. Über diese können sowohl PV-Ertragsspitzen als auch Bedarfsspitzen der Wärmepumpe abgefangen werden. Auf diese Weise werden Netzbezug und Netzeinspeisung minimiert.

Eine zentrale Anforderung an das KfW-Effizienzhaus 40 Plus ist die Visualisierung von Stromerzeugung und -verbrauch. In dem Stiebel-Eltron-Konzept erfolgt die Visualisierung über das Sunny Portal, das zum Sunny Home Manager gehört. So ist die Überwachung des Systems in Echtzeit möglich, Erzeugungs- und Verbrauchsprognosen sind abrufbar. Die Daten sind bis zu Beginn der Aufzeichnung nachvollziehbar.

Natürlich sind für die Beantragung der KfW-Effizienzhaus-40-Plus-Förderung neben den haustechnischen Lösungen weitere Bedingungen zu erfüllen, wie zum Beispiel die Antragstellung durch einen sachverständigen Energieberater. Mehr Infos finden Interessierte auf der Homepage von Stiebel Eltron sowie unter www.KfW.de (Merkblatt 153).

Erschienen in Ausgabe: 03/2017