Perfekte Trinkwasserhygiene

HKL

AEG Haustechnik. Im Nürnberger Stadtteil Röthenbach hat die Siedlungswerk Nürnberg GmbH 130 neue Mietwohnungen gebaut, die Urbanität mit einem Leben nahe der Natur verbinden. Dezentrale Warmwasserbereiter sichern im gesamten Quartier die Einhaltung der Trinkwasserhygiene und den Warmwasserkomfort bei niedrigen Betriebskosten.

13. November 2018
© AEG Haustechnik
Bild 1: Perfekte Trinkwasserhygiene (© AEG Haustechnik)

Das Siedlungswerk Nürnberg hat es sich zum Ziel gesetzt, qualitätsvollen Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten anzubieten. Jüngstes Projekt ist die Wohnanlage ,Am Röthenbacher Landgraben‘. Sie wurde 2017 fertiggestellt und bietet 130 zeitgemäß ausgestattete Mietwohnungen sowie vier Gewerbeeinheiten für Arztpraxen und Läden. Ein Drittel aller Wohnungen wurde nach den Vorgaben der Bayerischen Landesbauordnung barrierefrei bzw. barrierearm ausgestattet.

Niedrige Betriebskosten

Damit Betriebs- und Nebenkosten für die Mieter auf lange Sicht niedrig bleiben, stellte das Siedlungswerk Nürnberg besondere Anforderungen an die Energetik des Gebäudes. Durch einen ganzheitlichen und integralen Planungsansatz ließ sich eine optimale Lösung realisieren. Das mit der TGA-Planung beauftragte Ingenieurbüro Ecoplan aus Bamberg stellte zusammen mit dem Nürnberger Architekturbüro Grabow + Hofmann das Energiekonzept auf drei Säulen:

- Reduzierung der Transmissionswärmeverluste,

- Reduzierung der Luftwärmeverluste bei gleichzeitiger

  Sicherstellung der Mindestluftwechselrate,

- Energieeffiziente Wärme- und Warmwassererzeugung.

  Das Gebäude ist energiesparend nach EnEV-Standard (2014) errichtet. Ein zentraler Bestandteil des energetischen Konzepts war die effiziente Warmwasserbereitung. Die Planer berücksichtigten dabei die Schlüsselkriterien Trinkwasserhygiene, Warmwasserkomfort und hohe Energieeinsparpotenziale. Aus dem Anlagenvergleich zentral/dezentral mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen nach VDI 2067 ging die dezentrale Warmwasserversorgung als Sieger hervor.

Bei der Gerätewahl fiel die Entscheidung auf Durchlauferhitzer von AEG Haustechnik. Mit den Geräten macht das Siedlungswerk Nürnberg seit vielen Jahren positive Erfahrungen in seinem Gebäudebestand – und jetzt erstmals auch in einem Neubau. Insgesamt wurden 138 elektronische Durchlauferhitzer DDLE Basis mit 27 kW Leistung und 86 elektronische Durchlauferhitzer DDLE Basis mit 18 kW Leistung zur Warmwasserversorgung an Badewannen oder Duschen, Waschtischen und Küchenspülen installiert.

Wo in den größeren Wohnungen Küche und Bad weit auseinander liegen, werden die beiden Bereiche getrennt über zwei Geräte mit Warmwasser versorgt. In kleineren Wohnungen übernimmt ein DDLE Basis die Warmwasserbereitung in Küche und Bad. Die Durchlauferhitzer zeichnen sich durch eine energiesparende Funktion aus und erhitzen die benötigte Wassermenge exakt auf die zuvor eingestellte Temperatur.

Die schnelle Regelelektronik gewährleistet dabei hohe Temperaturkonstanz. Selbsterklärende Bedienbarkeit spielt beim DDLE Basis eine wichtige Rolle: Mit dem Drehknopf wird die Warmwassertemperatur mit dem entsprechenden Symbol für „Waschtisch“, „Dusche” oder „Badewanne“ eingestellt und das Warmwasser in der hierfür angenehmen Wassertemperatur generiert. 

Ein wichtiges Kriterium

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die dezentrale Systemwahl nennt Martin Hopes, technischer Leiter des Siedlungswerks Nürnberg: „Wenn Trinkwasser über längere Zeit in einem Leitungsabschnitt steht, beispielsweise weil Mieter im Urlaub sind, kann es zur Vermehrung von gesundheitsgefährlichen Legionellen im Leitungsnetz kommen.“ Von Anfang an stand deshalb fest, dass die Trinkwasserhygiene im Neubau ,Am Röthenbacher Landgraben‘ zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein muss.

Dafür kam nur eine Lösung infrage, bei der die SW Nürnberg auf die regelmäßigen, zeitintensiven Trinkwasseruntersuchungen und -spülungen verzichten können: die dezentrale Warmwasserversorgung mit Durchlauferhitzern. TGA-Planung. Ecoplan Projekt GmbH, Bamberg / Lichtenfels. Geschäftsführer: Robert Engert. Projektleiter: Robert Engert. Beratung AEG Haustechnik: Sabri Incili. Energieverluste entfallen und der Wasserverbrauch reduziert sich enorm, weil das Wasser sofort in der gewünschten Temperatur fließt.

Ein kilometerlanges Warmwasserverteilsystem mit Zirkulationsanlage ist überflüssig. Betriebs- und Nebenkosten sollen in der Wohnanlage so niedrig wie möglich gehalten werden. Ein zentraler Bestandteil des energetischen Konzepts war die effiziente Warmwasserbereitung. Eine effiziente Trinkwasserhygiene senkt die Betriebskosten zusätzlich.

Erschienen in Ausgabe: 07/2018