Poleposition für Akku-Werkzeuge

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Dewalt. - Die ausgesprochen beeindruckende Kulisse des legendären Nürburgrings wählte sich der Hersteller als Austragungsort für die Präsentation seiner neuen Werkzeuge. g+h war vor Ort, um sie in der Praxis zu testen.

17. Juni 2011

Beeindruckender hätte die Kulisse für die Präsentation der neuen Werkzeuge von Stranley Dewalt nicht sein können. In den Räumen des Ringwerks direkt am Nürburgring hatten Fachleute und Journalisten die Gelegenheit, alle neuen Werkzeuge des Herstellers einem Praxistest zu unterziehen.

Während die Geräuschkulisse sonst vornehmlich vom hochfrequenten Lärm der Rennmotoren dominiert wird, beherrschten diesmal die gelb-schwarzen Werkzeuge das Geschehen. Bohren, Schlagbohren, Schlagschrauben, Sägen, Messen, Hämmern, für nahezu alle handwerklichen Aufgaben stand die passende Ausrüstung zur Verfügung.

Unter fachkundiger Anleitung konnte jeder die Geräte in die Hand nehmen, um zu testen, ob die Versprechen des Herstellers auch eingehalten werden. Das bereitete allen Beteiligten sichtlich Spaß; nicht zuletzt aufgrund der beeindruckenden Kulisse rund um den Nürburgring. Keine Rennstrecke der Welt kann es mit dem „Ring“ aufnehmen. Sie, vor allem die alte 22 km lange Nordschleife, lässt bei allen Rennbegeisterten Gänsehaut aufkommen. So war der Ort der Präsentation seiner zahlreichen Werkzeug-Innovationen, sicherlich nicht aus Zufall gewählt worden.

Robust, kraftvoll und langlebig – diese Attribute attestiert Dewalt seinen Werkzeugen der neuen XR-Akku-Plattform. Entwickelt für anspruchsvolle Anwender, sind die XR-Produkte durch eine kompakte und gleichzeitig robuste Bauweise, lange Laufzeiten und hohe Leistungen charakterisiert. Die neue Familie umfasst zunächst 24 Mitglieder mit 14,4 oder 18,0 Volt: Bohr- und Schlagbohrschrauber mit zwei bzw. drei Gängen, Schlagschrauber, Kombihämmer, Säbel- und Handkreissägen sowie Lampen.

Für preisbewusste Anwender stehen Kombipacks, die aus mehreren Geräten und den ebenfalls neuen Tough-System-Boxen bestehen, zur Verfügung. Dem Systemgedanken des Herstellers folgend, soll auch die XR-Plattform kontinuierlich ausgebaut und um viele weitere Maschinen in beiden Voltklassen ergänzt werden. Kompatibilität spielte bei der Entwicklung der Ladegeräte eine große Rolle. Für die ganze XR-Familie gibt es nur ein System-Schnellladegerät (DCB 105). Es ist so konstruiert, dass nicht nur alle neuen XR-Schiebe-Akkus mit 14,4 und 18,0 Volt, sondern auch die der im vergangenen Jahr eingeführten 10,8-Volt-Geräte hineinpassen und besonders schonend geladen werden. Dafür sorgt der 2-stufige Ladeprozess mit 4,0 Ah Ladestrom – hohe Akku-Lebensdauer bei maximaler Speicherkapazität ist das Ergebnis. Und auch die Ladezeiten selbst können sich sehen lassen: 25 min für den 1,3-Ah-Akku der 10,8-V-Geräte, 30 min für den 1,5-Ah-Akku und 60 min für den 3,0-Ah-Akku.

Eine LED-Anzeige informiert während des Vorgangs über den Ladezustand. Ab August 2011 ist ein weiteres Ladegerät (DCB 119) erhältlich, das an den Zigarettenanzünder in Pkw und Transporter angeschlossen werden kann. Flexibilität hat der Anwender auch bei den neuen Li-Ion-Akkus der XR-Plattform. Fast alle Maschinen sind entweder mit 14,4- oder 18,0-Volt-Akkus erhältlich, wahlweise mit einer Kapazität von 1,5 Ah (dieser Akku ist kompakt und leicht) bzw. 3,0 Ah (leistungsstarker Akku mit hoher Laufzeit). Beide Ah-Versionen passen in alle XR-Maschinen der entsprechenden Voltklasse. Die Akkus werden ganz bequem von vorne auf die Maschinen geschoben und dienen diesen gleichzeitig als sichere Standfläche.

Dank ihrer speziellen Elektronik sind sie wirkungsvoll vor Überlastung, Überhitzung und Tiefenentladung geschützt. Und wie bei allen Li-Ion-Akkus besteht auch bei denen der XR-Plattform weder die Gefahr von Memory-Effekt noch von Selbstentladung.

Der Hersteller hat für diese Produktfamilie die Garantie auf drei Jahre verlängert. Um von der längeren Sicherheit zu profitieren, muss sich der Käufer innerhalb von vier Wochen ab Kaufdatum nur auf einer Internet-Website registrieren. Die besondere Garantie gilt für alle neuen XR-Maschinen, lediglich Akkus und Ladegeräte sind davon ausgenommen.

Für bestimmte Anwendungen braucht man noch ein Plus an Kraft – hierfür wurden die Schlagschrauber und Kombihämmer der XR-Akku-Familie konzipiert. Entwickelt für anspruchsvolle Anwender, zeichnen sich diese Werkzeuge durch eine äußerst kompakte und gleichzeitig robuste Bauweise, lange Laufzeiten und hohe Leistungen aus. Auch hier passen alle Li-Ion-Akkus der Serie in alle Maschinen derselben Voltklasse und werden von einem System-Schnellladegerät geladen, ganz egal, ob es sich um 1,5- oder 3,0-Ah-Akkus handelt. Die neuen Akku-Schlagschrauber der Baureihe sind vor allem im Gerüstbau, in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, bei der Sanitärinstallation, im Metallbau, auf dem Bau und in der Zimmerei gut einzusetzen.

Die vier Modelle unterscheiden sich lediglich durch ihre Li-Ion-Akkus: Sie sind wahlweise mit 14,4 oder 18,0 Volt sowie 1,5 oder 3,0 Ah erhältlich. Alle anderen technischen Details und Ausstattungsmerkmale sind identisch, so zum Beispiel der gummierte Handgriff, der mit seiner ergonomischen Gestaltung für Sicherheit und Arbeitskomfort steht, die kompakte, ausbalancierte Bauweise und das mit maximal 1,6 kg geringe Gewicht der Maschinen. Ausgerüstet sind sie mit einer 1/4-Innensechskant-Aufnahme, die auch für Bits mit 25 mm Länge geeignet ist. Der Bit wird automatisch verriegelt und lässt sich dank „Drop-out“-Funktion automatisch wieder auswerfen – eine Funktion, die vom Hersteller zum Patent angemeldet ist. Der Hochleistungsmotor erreicht die Abgabeleistung von 240 (14,4 V) bzw. 250 (18,0 V) Watt. Maximal 155 Nm Drehmoment stehen zum Anziehen oder auch Lösen von Schraubverbindungen zur Verfügung – so können selbst festgerostete M16-Schrauben oder Muttern problemlos gelöst werden. Die Kraft lässt sich über die Schalterelektronik leicht und präzise dosieren. Und wenn beim Arbeiten mal wenig Licht herrscht, sorgt ein Diodenring mit drei LEDs für gute Sichtverhältnisse.

Mit dem Tough-System wurde an der Rennstrecke auch ein neues Aufbewahrungs- und Transportsystem, bestehend aus Boxen und Schwerlast-Trolley, präsentiert. Wer oft eine Vielzahl von Werkzeugen, Zubehör, Kleinteilen oder Material an den Arbeitsplatz auf Baustelle und Montage bringen muss, bekommt damit eine praktische Hilfe an die Hand gegeben. Dabei wurde ein Aufbewahrungssystem mit einer Transportlösung geschickt kombiniert.

Das System bietet aufgrund seines modularen Aufbaus eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten und besteht aus einem Schwerlast-Trolley und drei verschiedenen Boxen, die alle einzeln oder als Set erhältlich sind. Stabil, stapelbar, flexibel – die System-Boxen sollen dem Profi die Möglichkeit geben, Werkzeuge, Zubehör und Kleinteile aufzubewahren, komfortabel zu transportieren und dies auch unter widrigen Baustellenverhältnissen.

Ihr Außengehäuse ist so stark, dass man sogar mal auf eine Box steigen kann, und so widerstandsfähig, dass auch harte Baustellenbedingungen ihnen nichts anhaben können. Eine Hochleistungslippendichtung sorgt für den Staub- und Spritzwasserschutz (IP65).

Damit die Luft aus den Boxen entweichen kann, haben die Entwicklungsingenieure des Herstellers ein Druckausgleichsventil integriert. Alle Einheiten (sie sind per Vorhängeschloss verschließbar) lassen sich aufeinander stapeln, mit einem Schnappriegel verbinden und am Bügelgriff oder den Seitengriffen bequem tragen. Je nach Anforderung lässt sich das modulare System stets genau so zusammenstellen, wie man es braucht – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Das kleinste Modul im System ist der Organizer DS 150 (Abmessungen 158 x 336 x 550 mm). Sein Innenleben mit sechs kleinen und zwei großen herausnehmbaren Behältern kann ganz flexibel so angeordnet werden, dass sowohl Kleinteile als auch flache Maschinen, Akkus und Ladegeräte Platz finden. Für Schrauben und anderes Zubehör gibt es ein Extrafach im Deckel. Mehr Platz bietet die Toolbox DS 300. Mit ihren Abmessungen von 308 x 336 x 550 mm ist sie für größere Geräte und eine Vielzahl weiterer Teile geeignet. Sie ist mit einem tiefen Einsatz für Maschinen und Zubehör ausgestattet.

Für noch mehr Stauraum gibt es das Modell DS 400 (Abmessungen 408 x 366 x 550 mm). Zu ihrer Ausstattung gehört eine tiefe Schale für Maschinen und Zubehör sowie eine schmale vertikale Einheit mit diversen Aufbewahrungsmöglichkeiten für Kleinteile.

Für Bewegung im System sorgt ein Trolley. Sein Metallgestell mit großer klappbarer Schaufel ist bis 150 kg belastbar und verfügt über einen ergonomischen Bügelgriff zum bequemen Ziehen bzw. Schieben. Dank seiner großdimensionierten gummierten Räder rollt er leicht über unebenes Terrain und kommt auch mit kleineren Hindernissen gut zurecht.

Die Seitenbacken aus Glasfaser sind höhenverstellbar und klappbar und dienen zur sicheren Befestigung der Boxen – jedes Backenpaar hat eine Tragfähigkeit von bis zu 80 kg.

Über einen an der Rückseite des Gestells angebrachten Zentralmechanismus lassen sich alle Boxen am Trolley verschließen. Praktisch ist, dass man jede Box einzeln vom Trolley abnehmen bzw. wieder an ihm anbringen kann, ohne vorher eine andere Box entfernen zu müssen.

Wasserwaage mit Seltenerd-Magneten

Neu vorgestellt wurde neben vielen anderen Handwerkzeugen auch die sogenannte Torpedo-Wasserwaage Fat-Max aus druckgegossenem Aluminium. Die Waage von Stanley misst 0,5 mm/m genau. Mit den schlagfesten Libellen lassen sich Senkrechte, Waagerechte sowie Winkel (90°/90°) überprüfen. Dank Selten-erd-Magneten mit fünffacher Haftkraft im Vergleich zu herkömmlichen Ferrit-Magneten verrutscht die Wasserwaage nicht beim Ausrichten von Pfosten und Trägern.

Die Wasserwaagen haben ein um 20 Prozent stärkeres Profil als herkömmliche Hohlprofilwasserwaagen. Sie sind widerstandsfähig gegen Nässe, Temperaturen, Verzug und Stöße.

Erschienen in Ausgabe: 04/2011