Politisch korrekte Technik

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Gebäudeenergiebedarf. - Die Bestimmungen die Energieeinsparverordnung werden überarbeitet. Was genau die EnEV 2012/13 zum Inhalt haben soll, erfährt man im Internet. Mehrere Websites widmen dem Thema viel Raum und bieten Detailinformationen für Fachleute und interessierte Endkunden.

30. Mai 2012

Als die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 in Kraft trat, hat sie den Immobilienmarkt ganz schön durcheinandergewirbelt. Vermieter und Verkäufer brauchten plötzlich einen „Energiepass“ und Energieberater tauchten in Massen als neues, boomendes Berufsbild auf. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt – Dämmung, Wärmeschutzverglasung oder effiziente Heiztechnik gehören heute wie selbstverständlich zu Neubauten oder vermieteten Objekten. Fördermittel der KfW haben dies im letzten Jahrzehnt noch forciert, denn wer sich für eine Sanierung entschieden hat, hatte die Gelegenheit, für energieeffiziente Investitionen Zuschüsse zu bekommen. Immer wieder wurde die EnEV verändert und an neue Rahmenbedingungen angepasst. Die nächste Überarbeitung steht unmittelbar vor der Tür.

Bis Juli muss die EU-Gebäuderichtlinie in nationales Recht umgesetzt werden, das dann zum Jahreswechsel in Kraft treten soll. Bisher gibt es also noch keine definitiven Beschlüsse – derzeit befindet sich die Gesetzgebung in der heißen Phase. Einige Dinge, die laut EU umgesetzt werden müssen, sind in Deutschland schon Standard. Neu werden zum Beispiel Qualitätskontrollen für Energiepässe sein. Die Aushangpflicht des Energiepasses wird auf kleinere Gebäude mit Publikumsverkehr ausgedehnt. In Immobilienanzeigen müssen die sogenannten Energiekennzahlen zwingend veröffentlicht werden.

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Erschienen in Ausgabe: 04/2012