Qualität, Leistung und Nachhaltigkeit

Special Smart Home

LCN. - Hohe Entwicklungstiefe, Langlebigkeit, Qualität und Leistungsfähigkeit gehören zu den Grundpfeilern der Unternehmensphilosophie. Wie sich diese Merkmale mit dem Smart Home in Einklang bringen lassen, darüber sprach die g+h-Redaktion mit dem Geschäftsführer und Inhaber.

04. November 2013

Herr Issendorff, das Smart Home ist in aller Munde, doch manchmal scheint eine Definition etwas schwierig. Welche Eigenschaften zählen aus Ihrer Sicht dazu und wie würden Sie das intelligente Haus definieren?

Im Kern geht es darum, mit Hilfe moderner Installationstechnik den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Um hier eine zufriedenstellende Antwort geben zu können, müssen Sie letztlich die Frage stellen: „Was ist Glück?“ Dabei kommen Sie zwangsweise zu der Erkenntnis, dass Lebensqualität ein fester Bestandteil des Glücks ist. Und zur Lebensqualität zählt das Zuhause und wie ich dort meine Lebenszeit gestalte.

Ich kann beispielsweise eine luxuriöse Ausstattung mit Teppichen oder Möbeln wählen, um meinen Nachbarn mit exklusivem Lebensstandard zu beeindrucken. Auch dies, also das Präsentieren des persönlichen Wohlstands, zählt durchaus für viele Menschen zur Lebensqualität. Eine viel sinnvollere Alternative ist die Investition in eine moderne Hausautomation, die mir jeden Tag mein Leben erleichtert, mir Komfort bietet, indem sie mir lästige Aufgaben abnimmt, mir Sicherheit gibt und mit unseren modernen Visualisierungslösungen über Tablet-PCs oder Smartphones auch noch kinderleicht zu bedienen ist.

Welche Aufgaben meinen Sie konkret, die von der Technik übernommen werden?

Nun, zunächst ist es der letztgenannte Punkt der Sicherheit. Ich kann also unbekümmert schlafen und weiß, dass ich durch den Installationsbus umfassend geschützt bin. Aber auch wenn ich morgens aufwache, laufen alle „Prozesse“ in meinem Haus automatisch ab. Ich lasse mich schon seit Jahren sanft wecken: Die Rollläden fahren langsam hoch, die Leuchten stellen sich auf die vorher festgelegten Dimmwerte ein – die Technik schafft mir also eine ausgeprägte Wohlfühl-Atmosphäre, ohne dass ich selbst tätig werden muss. Wenn ich ins Bad gehe, ist dieses bereits wohl temperiert, und wenn ich es wieder verlasse, sinkt die Temperatur automatisch wieder, um Energie einzusparen. Um dies zu erreichen, habe ich beispielsweise die eingebaute Kesselsteuerung in meinem Haus entsorgt. Jetzt hat ein einziges LCN-Modul den Kessel unter Kontrolle, die Temperatursensoren sind einfach auf die Rohre gestrapst. Seitdem steuere ich alles fern und habe eine Energieeinsparung von fast 15 Prozent lediglich durch die Installation einer besseren Kesselsteuerung erreicht!

Wenn ich mein Haus verlasse, kann ich mir sicher sein, dass das Licht ausgeschaltet ist, und sollte ein Fenster geöffnet gewesen sein, erhalte ich diese Nachricht per SMS und kann entsprechend reagieren. Reinigungspersonal bekommt einen Transponder, um beispielsweise morgens zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr im Haus tätig zu sein. Es ist aber nicht möglich, mit demselben Transponder am Nachmittag oder Abend noch einmal das Haus zu betreten. Dies alles sind wesentliche Sicherheitsaspekte, die einen Teil der persönlichen Lebensqualität ausmachen und mit LCN problemlos zu realisieren sind. Auch hier in unserem Firmengebäude haben wir selbstverständlich alle Möglichkeiten von LCN live in Betrieb. So kann beispielsweise die Frau, die für die Reinigung unseres Betriebs verantwortlich ist, nur einmal aus dem Gebäude heraus gehen. Wenn sie die Tür öffnet und schließt, verriegelt sich das gesamte Gebäude und die Alarmanlage ist scharf geschaltet. Besuch kann sie also nicht empfangen ...

Schon diese wenigen Beispiele zeigen, wie viele Möglichkeiten sich dem/der Bauherren/Baufrau bieten. Deshalb sollte der Elektroinstallateur jeden Kunden fragen, ob eine moderne Hausautomation nicht eine viel sinnvollere Investition ist, als Geld in teure Bodenbeläge und bunte Badewannen zu stecken.

Da wir beim Geld sind: Gerade für den privaten Wohnungsbau gilt Bustechnik häufig für viele immer noch als zu teuer. Welche Investitionen muss ein Bauherr tätigen, der seine Wohnung oder sein Haus mit LCN ausstatten möchte?

Eine LCN-Installation liegt im Einfamilienhaus zwischen zwei- und fünftausend Euro. Das sind Preise, die auf jeden Fall bezahlbar sind. Viele denken irrtümlicherweise, dass die Gebäudeautomation sündhaft teuer sei, weil sie von anderen Fabrikaten entsprechende Preise wahrgenommen haben. Das trifft auf LCN jedenfalls nicht zu.

Bei all diesen Diskussionen um den Preis und die Technik darf natürlich auch nicht vergessen werden, dass hier eine Investition in die eigene Zukunft getätigt wird. Wenn Sie den demografischen Wandel betrachten, dann ist es ganz klar, dass immer mehr ältere Menschen möglichst lange unabhängig leben wollen.

Dazu leistet LCN einen maßgeblichen Beitrag, indem das System die Organisation des eigenen Lebens optimiert. Einige Wohngesellschaften berücksichtigen das schon heute und renovieren grundsätzlich mit LCN. Unser Leistungsspektrum reicht hier bis zur Hilfestellung für Demenzkranke, indem diese mit einem Transponder ausgestattet werden und so beispielsweise gezielt Warnhinweise empfangen können, wenn sie einen gewissen Bereich verlassen. Diese Anwendung wird natürlich auch in Alten- und Pflegeheimen genutzt.

Ist das nicht alles auch eine Frage der Wertigkeit, welche Bedeutung der jeweilige Bauherr welcher Ausstattung seines Objektes beimisst?

Ganz richtig, es geht nicht um den Preis, sondern die Wertigkeit, und hier konkurrieren bei einem Bau natürlich die Gewerke miteinander. Es ist also die Aufgabe des Elektroinstallateurs, seine Leistung in den Fokus des Bauherrn zu rücken und sich damit so zu positionieren, dass er am Ende einen Auftrag bekommt, der auch gern einmal deutlich über die fünftausend Euro hinausgehen kann – Preiskampf mit konventioneller Technik war gestern.

Mit Hilfe der Bustechnik hat der Elektroinstallateur die Möglichkeit, seinen Kunden umfassend zu beraten und ihm einen Mehrwert zu bieten, der sich in Komfort, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit auch bezahlt macht. Dazu ist es notwendig, sich mit der Lebenssituation, in der sich der jeweilige Bauherr befindet, vertraut zu machen. Der Elektroinstallateur hat die einmalige Option, den Bauherrn in seinen eigenen Räumlichkeiten aufzusuchen.

Findet er dort beispielsweise den Wintergarten und zahlreiche Pflanzen, so liegt es nahe, dass dieser Kunde sich auch mit dem Thema Umwelt beschäftigt. In diesem Fall bietet es sich geradezu an, das Thema Energieeinsparung ins Gespräch zu bringen.

Hat er es mit einem architektonisch anspruchsvollen Gebäude mit sehr viel Glas zu tun, spielen sicherlich Alarm- und Brandmeldetechnik sowie Komfortaspekte eine übergeordnete Rolle. Aber natürlich gehört auch hier das Thema Energieeinsparung in das Bauherrengespräch. Mit Hilfe der Bustechnik kann ich durch entsprechende Programmierung erhebliche Einsparpotenziale realisieren, wobei diese im Objekt-geschäft hier natürlich noch größer sind.

Wie lassen sich die Einsparpotenziale beziffern?

Sie liegen im Objektbereich sicherlich bei über 30 Prozent; denn wer die Heizkosten nicht zahlen muss, gibt sich mit dem Sparen keine Mühe – da hilft unsere Technik dann eben nach. Im privaten Wohnungsbau liegt das Einsparpotenzial niedriger, vielleicht bei 1040 Prozent, je nachdem, wie sehr sich die Bewohner schon vorher um den sparsamen Energieeinsatz gekümmert haben. Die Installation von LCN amortisiert sich in diesem Zusammenhang übrigens zwischen eineinhalb und vier Jahren wesentlich schneller als eine teure Fassadenmodernisierung.

Sie können natürlich auch einen Kessel gegen Brennwerttechnik austauschen lassen, dann haben sie 15 Prozent Ersparnis. Bei einem Preis von rund fünftausend Euro und jährlichen Gaskosten von eintausend Euro sparen Sie also 150 € pro Jahr und benötigen eine entsprechend längere Amortisationszeit. Schon allein deshalb ist die Investitionen in moderne Bustechnik wirtschaftlicher.

Im Rahmen der Zukunftssicherheit von Gebäuden wird immer mehr auch die Vokabel der Nachhaltigkeit gebraucht – inwieweit berührt dieses Thema Ihr unternehmerisches Handeln?

Das Thema prägt uns allein schon deshalb, weil die liebe Konkurrenz die Nachhaltigkeit unseres Unternehmens früher gern in Frage gestellt hat. Das ist natürlich Unfug. LCN gibt es seit 21 Jahren. Von Beginn an haben wir unser Handeln auf große Zeiträume ausgerichtet und sind damit auch sehr erfolgreich. Das Unternehmen erfreut sich Spitzenratings: wir stehen besser da, als 19 von 20 Unternehmen unserer Branche. Ein leistungsfähiges Team steht hinter LCN. Genauso langlebig sind die Produkte: LCN ist auf eine Lebensdauer von 45 Jahren bei 45°C ausgelegt – gern auch länger, wenn es kälter ist.

Nachhaltigkeit charakterisiert natürlich auch unsere Entwicklung. Hohe Qualität, Langlebigkeit und ein optimaler Service stehen neben einer zum Teil einzigartigen Leistungsfähigkeit von LCN. Dazu zählen Themen wie Smart Metering, das Sichtbarmachen von Daten, um hier für mehr Transparenz für den Kunden zu sorgen und für ein ressourcenschonendes Wohnen zu sorgen.

Konsequent verfolgen wir das Thema Nachhaltigkeit auch bei unseren Verpackungsmaterialien. So setzen wir etwa Mais-Chips als Füllmaterial und Pappe bei den Kartonagen ein. Auch unsere Produkte enthalten keine exotischen Stoffe. Darüber hinaus erweitern wir natürlich permanent unsere Systemtechnik, einerseits um sie effizienter zu machen, andererseits indem wir neue Produkte auf den Markt bringen wie gerade unserer Multi-Room-System.

Multi-Room? Was ist das und wo liegt die Innovation?

Der MRS ist eine Audio-Kreuzschiene: Es hat 13 Lautsprecher-Ausgänge. Für jeden einzelnen kann der Nutzer unter acht verschiedenen Stereo-Quellen wählen. Ich kann an das Multi-Room System also meinen Fernseher, meine CD-, MP3-Player und weitere Audioquellen anschließen und dann im Wohnzimmer, im Bad, in der Küche, im Garten wählen, was ich hören will. Sechs der Ausgänge haben schon die Leistungsverstärker 2x80W (übrigens von der B&O-Tocher ICE) eingebaut – das ist eine Menge Power. An die anderen Ausgänge werden Aktivboxen angeschlossen.

Das Multi-Room-System wäre kein LCN Gerät, wenn es nicht hochwertige Zusatzeinrichtungen hätte: Jeder Lautsprecher hat einen eigenen Graphic Equalizer – da fühlt sich Rihanna unter der Dusche gleich doppelt so gut an! Und dank des eingebauten IP-Radios sind auch ohne fremde Audio-Quellen schon einmal weltweit fast alle Radiosender im Kasten. Perfektion ist unser Ziel.

Wie schaut die Vorgehensweise der Elektroinstallateure in der Praxis aus, wenn sie Ihr System einem Bauherrn anbieten und verkaufen, das heißt, mit welchen Argumenten überzeugen sie den Kunden?

Die einfache Datenübertragung über eine freie Ader bietet dem Installateur große Möglichkeiten im Kundenauftritt: Viele bieten dem Kunden sogar an, ihm ohne Berechnung eine freie Ader und tiefe Dosen zu legen. Daraus resultiert eine starke Kundenbindung, die den Elektroinstallateur letztlich nicht mehr als ein Lächeln kostet, aber wesentliche Folgegeschäfte ermöglicht. LCN ist auch wirtschaftlich beeindruckend flexibel: Je nach Wünschen und finanziellen Möglichkeiten des Bauherrn wird ein maßgeschneidertes Paket angeboten:

Wer im Moment eingeschränkte finanzielle Mittel hat, dem bietet man zunächst eine Komfortlösung im Wohnzimmer und Schlafraum an; später hat man jederzeit die Möglichkeit, die bestehende Anlage zu erweitern. Ist der Kunde dagegen sehr aufgeschlossen gegenüber innovativer Technik, kann der Installateur mit LCN sehr umfassend anbieten. Vor allem dann, wenn beispielsweise eine Alarmanlage mit eingebunden wird, erweist sich LCN im Vergleich zu anderen System als ausgesprochen wirtschaftlich und günstiger als konventionelle Technik. Das gilt auch für die Klimatechnik.

Der Elektroinstallateur muss wissen, dass an der Grenze zu anderen Gewerken für ihn noch ein großes Umsatzpotenzial schlummert: Es geht also darum, das eigene Geschäftsfeld ein wenig zu erweitern, um sich von den Nachbargewerken jene Teile wieder zu holen, die klassisch zur Elektroinstallationstechnik gehören.

Herr Issendorff, wir bedanken uns für das Gespräch mit Ihnen.

Hintergrund

Für ein komfortables und sicheres Leben

Mit LCN lassen sich alle Funktionen innerhalb eines Hauses automatisieren von der Beleuchtung über die Rollladensteuerung bis hin zur Zutrittskontrolle. Dafür bedarf es bei diesem System keines aufwendigen technischen Wissens und auch keiner komplizierten Bedienelemente. Einmal installiert, nutzen die intelligenten Module eine freie Ader in der bereits bestehenden Elektroinstallation. Dies macht das System flexibel und jederzeit problemlos erweiterbar.

LCN ist durch eine einfache Installation und Parametrierung charakterisiert. Das System eignet sich für jede Gebäudegröße. Kapazitive Tastenfelder aus Mineralglas und über die Visualisierung eine umfassende Überwachung und Steuerung weltweiter Liegenschafen sind weitere Systemkennzeichen.

Erschienen in Ausgabe: 07/2013