Safety first

Sicherer Transfer von Gebäudedaten über die Telefonleitung

In der Gebäudeautomation spielen Analog-Modems für die temporäre Datenübertragung nach wie vor eine wichtige Rolle. Ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und spezielle Sicherheitsfeatures sind vor allem im automatischen Betrieb unerläßlich. Das Industriemodem MicroLink 56k i der Aachener devolo AG erfüllt diese Ansprüche und wird deshalb von Landis & Staefa in zahlreichen Gebäudeautomatisierungsprojekten eingesetzt.

04. Juni 2003

Große Gebäude mit komplexen Anlagen stellen höchste Anforderungen an das Gebäudemanagement, denn zur Koordination, Optimierung und Überwachung der Anlagen muß eine Flut von Daten zentral erfaßt, verarbeitet und ausgewertet werden. Erst wenn alle Parameter gegenseitig abgestimmt sind, können die Ziele der Gebäudeautomation (GA) erreicht werden: ein Höchstmaß an Komfort und Funktionalität bei minimalem Aufwand. Doch kein Gebäude ist wie das andere und auch die Ansprüche sind so individuell wie die Menschen, die ein Haus nutzen. So bieten etwa Bürogebäude mit Zentralheizung völlig andere Voraussetzungen als Hotels mit Klimaanlage und wechselnder Zimmerbelegung, Verwaltungsbauten wiederum andere als Schulen oder Krankenhäuser. Deshalb sind auch jeweils individuelle Regel- und Steuerlösungen erforderlich.

Die Bedienung der Gebäudeautomation ist nicht nur lokal über einen GA-Rechner vor Ort möglich, sondern auch aus einer weiter entfernten zentralen Leitstelle. Die Datenübertragung erfolgt dabei in der Regel im analogen Telefonnetz mit Hilfe eines Modems. Es wird überall dort benötigt, wo eine temporäre Verbindung über größere Entfernungen erforderlich ist, etwa zur Anschaltung von Bedienstationen und Druckern oder zur Alarmweiterleitung von Prozeß-Stationen zum GA-Rechner beziehungsweise zum Alarmdrucker. Aber auch für Servicezwecke und die Systemdiagnose ist die Modemverbindung unerläßlich. Da in der Gebäudeautomatisierung in der Regel keine hohen Übertragungsgeschwindigkeiten erforderlich sind, reicht hier ein preiswerter analoger Anschluß derzeit meist völlig aus.

Projekte rund um den Erdball

So auch in den Gebäudeautomationsprojekten der Landis & Staefa GmbH, Frankfurt am Main. Ob die supermoderne Multifunktionshalle „Color Line Arena“ in Hamburg, der Neubau der Investitions- und Landesbank des Landes Brandenburg in Potsdam, das Kunst- und Kongreßzentrum im schweizerischen Luzern oder der Technologiepark Villach in Österreich - rund um den Erdball stattet das Unternehmen Gebäudekomplexe mit Komponenten für eine individuelle Bedienung und Automatisierung von Heizung, Lüftung, Klima, Licht und Beschattung aus. Als Weltmarktführer im Bereich der Gebäudeautomation beschäftigt es in Deutschland insgesamt etwa 1.450 Mitarbeiter und erwirtschaftet im Durchschnitt einen Umsatz von 300 Millionen Euro pro Jahr. Gleichzeitig vertritt die Landis & Staefa GmbH die Marktleistungen und Geschäftstätigkeiten der beiden Divisionen Building Automation und HVAC-Products innerhalb der Siemens Building Technologies (SBT) und ist damit neben Gebäudesicherheit und -management eine der zentralen Säulen des 1998 gegründeten Siemens-Geschäftsgebiets.

In vielen seiner Projekte setzt Landis & Staefa für die temporäre Datenübertragung das bewährte Industriemodem MicroLink 56k i der Aachener devolo AG ein. Das junge Unternehmen wurde im vergangenen Jahr von ehemaligen Mitarbeitern der insolventen Elsa AG gegründet, deren MicroLink-Modems mit 15 Millionen verkauften Geräten in Europa immer noch der Marktführer sind. Auch das V.90-Highspeed-Modem MicroLink 56k i stammt noch aus der „Konkursmasse“ von Elsa. Devolo hat dafür beim Insolvenzverwalter die Namens- und Produktrechte gekauft.

Zahlreiche Sicherheitsmerkmale

Modems, die im Bereichen der Gebäudeautomatisierung zum Einsatz kommen, müssen besonders hohe Ansprüche an ihre Zuverlässigkeit erfüllen. Das Industriemodem MicroLink 56k i ist deshalb mit zahlreichen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, die es von einem Consumer-Gerät unterscheiden und für den unterbrechungsfreien Rund-um-die-Uhr-Betrieb sorgen. Unter anderem bemerkt ein so genannter „Hardware Watch-Dog“ nicht nur Verbindungsabbrüche oder Fehler, sondern startet in solchen Fällen das Modem automatisch neu und verhindert so das „Einfrieren“ des Systems.

Dieses Feature ist besonders interessant, wenn das Modem ohne Bedienpersonal vor Ort arbeiten muß. Alternativ zum herkömmlichen Stecker-Netzteil kann das Gerät auch mit 9V und 30V Wechsel- oder 9V und 42V Gleichspannung betrieben werden. Über eine integrierte Powerfail-Überwachung wird dabei die Versorgungsspannung ständig kontrolliert. Sinkt diese unzulässig stark, wird das Modem angehalten und nach wiederhergestellter, ausreichender Spannungsversorgung wieder gestartet.

Auch der übrige Funktionsumfang erfüllt professionelle Ansprüche: So kann das Gerät passwortgeschützt fernkonfiguriert werden - ein Feature, das sonst nur in Netzwerk-Routern zu finden ist. Die automatische Rückruf-Funktion dient der Fernabfrage, die sich sehr einfach durchführen läßt. Dabei erfolgt der Verbindungsaufbau nur zu fest eingestellten Rufnummern, was zusätzlich zur Sicherheit beiträgt.

Die hohe Zuverlässigkeit ist für Landis & Staefa auch deshalb wichtig, weil über die Modemverbindung bei Störungen automatisch Alarme abgesetzt werden müssen. Etwa beim Ausfall einer Kühlanlage oder wenn der Aufzug stecken bleibt. Um hier kein Risiko einzugehen, werden in kritischen Bereichen allerdings mehrere Geräte parallel installiert. So kann die Ausfallsicherheit jederzeit gewährleistet werden.

Geringere Servicekosten

Neben dem hohen Grad an Zuverlässigkeit kam es für die Anwendungen bei Landis & Staefa aber auch darauf an, ein von den Technikern des Unternehmens getestetes Modem einzusetzen, um so mögliche Inkompatibilitäten gering zu halten. Außerdem spielte die Sicherstellung einer möglichst langen Produktlaufzeit eine wichtige Rolle, da es sich bei den Anlagen und Systemen der Gebäudeleittechnik um langlebige Güter handelt. Die Entscheidung zum Einsatz des MicroLink 56k i-Modems von devolo fiel auch deshalb, weil die Datenübertragungsexperten von Landis & Staefa schon seit längerem mit diesem Modell vertraut sind, bewährte Konfigurationen zum Einsatz kommen können und durch diese Kontinuität mögliche Servicekosten gering bleiben. Außerdem sind sie nach eigenem Bekunden mit diesem Produkt sehr zufrieden.

Während das Thema ISDN in der Gebäudeleittechnik auf absehbare Zeit wohl noch keine Rolle spielt, wächst in anderen Profi-Anwendungsbereichen bereits das Interesse an einer schnelleren Datenübertragung. Deshalb hat devolo zusätzlich zum Analog-Profigerät kürzlich ein ISDN-Modem für den industriellen Einsatz auf den Markt gebracht.

Dieser Terminal-Adapter ist ebenfalls speziell für extreme Beanspruchungen mit besonderen Hard- und Software-Features entwickelt worden. Durch den integrierten Flashspeicher sind Firmware-Updates und Featureerweiterungen kein Problem. Außerdem verfügt das MicroLink ISDN i über insgesamt neun LEDs zur Betriebsüberwachung und Diagnose-Unterstützung. Auch bei diesem stapelbaren Gerät im soliden Aluminium-Gehäuse überwacht ein integrierter Watchdog eventuelle Verbindungsabbrüche oder Systemfehler und leitet sofort Gegenmaßnahmen ein.

Fazit:

Modems, die in der Gebäudeautomatisierung zum Einsatz kommen, müssen besonders hohe Ansprüche an ihre Zuverlässigkeit erfüllen. Denn über die analoge Modemverbindung werden bei Störungen auch automatisch Alarme abgesetzt - etwa beim Ausfall einer Kühlanlage oder wenn der Aufzug stecken bleibt. Deshalb sind Geräte wie das bewährte Industriemodem MicroLink 56k i der Aachener devolo AG mit zahlreichen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, die es von einem Consumer-Modem unterscheiden und für einen unterbrechungsfreien Rund-um-die-Uhr-Betrieb sorgen.

Erschienen in Ausgabe: 03/2003