Schwarz auf grünem Grund

Technik

Stiebel Eltron. - Sockelputz? Fehlanzeige. Ein Kiesstreifen als Spritzschutz? Schon mal gar nicht. So individuell wie das Haus, ist auch die Haustechnik. Dazu gehört eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasserbereitung.

08. Mai 2012

Die ein gerade gelandetes Ufo steht der schwarze Sichtbetonbau da, der grüne Rasen der gepflegten Außenanlagen reicht bis direkt an die Hauswand – ungewohnt für den Betrachter und damit auffällig. Zum Beispiel auch die Farbe des Gebäudes: Komplett anthrazit präsentiert sich das Wohnhaus der Familie Meyer im Ortsteil Groß-Munzel der niedersächsischen Stadt Barsinghausen.

Auf dem Weg zum Objekt der Begierde führt das Navi den Besucher durch den Ortsteil. Urig ist es hier, gemütlich und viele Bauten auch historisch. So wohl man sich auch fühlt in dieser idyllischen Dorflandschaft – kaum zu glauben, dass an der eingegebenen Straße ein hochmoderner Baukörper stehen soll.

Denn die meisten Gebäude, die sich links und rechts der Route präsentieren, sind zweifelsohne schön, zum Großteil mit roten Ziegelsteinen verkleidet, in qualitativ gutem Zustand, teilweise ansprechend saniert – nur eben offensichtlich nicht in letzter Zeit entstanden und dementsprechend keinesfalls modernsten architektonischen Gesichtspunkten entsprechend. Doch nur wenige Hundert Meter weiter das Aha-Erlebnis: Die Augen rechts, tatsächlich, da ist es. Einige Meter zurückversetzt vom Straßenrand, nicht genau in der Flucht der angrenzenden Bebauung, und auch sonst ganz anders: Nicht nur schwarz und schlicht, auch noch mit flachem Dach und ohne Schornstein steht es da, das Wohn- und Bürogebäude des Architekten Holger Meyer.

„Einen Bebauungsplan gibt es hier zum Glück nicht“, berichtet der 42-jährige Bauherr, „sonst wär ein solches Anwesen an dieser Stelle vermutlich auch gar nicht möglich gewesen.“

Viel Überzeugungsarbeit war dennoch zu leisten, um das zuständige Bauamt zu überzeugen und die Genehmigung für das moderne Objekt zu bekommen. Die Reaktionen von zufälligen oder geladenen Besuchern, von Freunden, Nachbarn oder Spaziergängern sind ganz unterschiedlich: „Entweder, die Leute stehen dem Objekt absolut ablehnend gegenüber, oder sie sind total begeistert“, meint Holger Meyer. „Der Bau polarisiert eben – aber wir finden ihn absolut schön und fühlen uns wohl, also haben wir alles richtig gemacht.“

Eine Vorliebe für Stil und Ausgestaltung der für viele Experten vorbildlichen Schweizer Architektur lässt sich nicht verhehlen – das will das Ehepaar Meyer auch gar nicht, wie der Architekt und seine Frau Henrieke im Gespräch erzählen: „Natürlich haben wir uns bei unserem eigenen Haus von Entwürfen und Gebäuden anregen lassen, die wir beide besonders schön finden. Und die Mehrzahl dieser Vorbilder befindet sich nun mal in der Schweiz, wo wir einige Jahre gelebt haben.

Ganz besonders beeindruckt hat uns das Werk von Peter Zumthor, der stets größten Wert auf eine gewissenhafte Auswahl und Fügung der verwendeten Baumaterialien legt.“ Dank dieses Gespürs für das richtige Material, das auch Holger Meyer verinnerlicht hat, fiel die Wahl auf den schwarzen Sichtbeton. Dabei setzt sich die Gewissenhaftigkeit der architektonischen Umsetzung von Phantasien und Vorstellungen im Innern des Gebäudes nahtlos fort.

Sichtbetondecken und -treppe, puristische Ausstattung, die Reduzierung von Möbeln und Accessoires auf das Wesentlichste. Dabei wirkt das Gebäude keineswegs kalt oder abweisend, sondern zeitlos schön, mit viel Liebe bis ins kleinste Detail, und durchdacht und funktional.

So individuell wie das Architektenhaus, so individuell ist auch die angewendete Haustechnik: Das Energieeffizienz-Gebäude ist natürlich mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet, zusätzlich sorgt eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasserbereitung.

Für alle diese Funktionen ist nur ein Gerät verantwortlich: Das Lüftungsintegralgerät LWZ 303 von Stiebel Eltron. „Es war von Anfang an klar, dass das Haus eine Lüftungsanlage bekommt. Die Wärmepumpe ergab sich dann fast von allein, weil wir natürlich auch nachhaltige Haustechnik nutzen wollen. Mit der LWZ haben wir nun ein Produkt, das alle Funktionen in sich vereint – und dabei wenig Standfläche benötigt. Ideal, um in der Gestaltungsfreiheit nicht eingeengt zu werden“, ist Holger Meyer überzeugt.

Die Haustechnik über PC, Laptop oder Smartphone zu steuern ist keine Science-Fiction mehr. Stiebel Eltron bietet nahezu die gesamte Wärmepumpen-Palette ab 2012 mit dem „Internet-Service-Gateway“ (ISG) an – das macht die problemlose Einbindung in das eigene Heimnetzwerk möglich. Die millionenfach in deutschen Haushalten vorhandene Internet-Ausstattung reicht völlig aus: Alle Anlagendaten werden per TCP/IP-Protokoll ins Heimnetzwerk übertragen – über den direkten LAN-Anschluss.

Noch während des Gesprächs ist aus dem Fenster auf der Straße ein Wagen zu beobachten, der extrem langsam am Haus vorbeifährt – und nur wenige Minuten später in umgekehrter Richtung erneut die Straße langschleicht. „Das erleben wir hier öfter“, lacht Holger Meyer, „unser Haus scheint sich zu einem Ausflugsziel für Architektur-Interessierte entwickelt zu haben.“ Zu Recht, wie das Interesse der Menschen beweist.

Erschienen in Ausgabe: 03/2012