Sicherheit für Caravaggio

Spezial

Bosch. - Das Unternehmen unterstützt das Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid bei der Umstellung von analoger auf IP-basierte Videoüberwachung. Dabei ersetzt ein zentrales Videoüberwachungssystem für Alarmmeldungen unterschiedliche Einzellösungen.

04. September 2017
© Bosch Ein spezieller Museumsmodus der Kameras bildet eine virtuelle Absperrung rund um die Kunstwerke und ersetzt teure Infrarot-Lichtschranken in den Räumen des Museums.
Bild 1: Sicherheit für Caravaggio (© Bosch Ein spezieller Museumsmodus der Kameras bildet eine virtuelle Absperrung rund um die Kunstwerke und ersetzt teure Infrarot-Lichtschranken in den Räumen des Museums.)

Weitere Aspekte des ausgesprochen interessanten Projekts sind die Migration von analogen auf IP-basierte Videokameras für 360°-Videoüberwachung rund um die Uhr und ein spezieller Museumsmodus der Kameras, der die virtuelle Absperrung rund um die Kunstwerke bildet und teure Infrarot-Lichtschranken ersetzt.

Von der Renaissance bis zur Pop Art, von Caravaggio bis Rauschenberg: Das Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid beherbergt einige der größten Kunstwerke der Welt – eine Schatzkammer voller einmaliger Meisterwerke. Um sicherzustellen, dass diese Kunstschätze auch weiterhin genau da bleiben, wo sie hingehören und sich so tausende von Kunstinteressierten tagtäglich daran erfreuen können, unterstützt Bosch das Museum dabei, die Videoüberwachung von analoger Technik auf ein effizienteres IP-basiertes System umzustellen. Dafür werden die bisherigen unterschiedlichen Sicherheitssysteme in eine zentrale Videoüberwachungslösung integriert und die analogen Kameras durch IP-basierte Kameras ersetzt. Die neue Anlage dient zur Videoaufzeichnung und -speicherung. Sie ermöglicht es, alle Alarme zentral zu erfassen und zu bearbeiten. Mithilfe von intelligenter Videoanalyse werden die Aufnahmen laufend ausgewertet. Die komplette Sicherheitslösung wird über ein Video-Management-System gesteuert. Den Kameras entgeht dabei nichts. Das Museum hat sich für IP-Panoramakameras von Bosch entschieden, um ihre Ausstellungsräume zu überwachen, weil damit tote Winkel ausgeschlossen werden können. Die Fischaugen-Objektive der Kameras erlauben einen 180°- bzw. 360°-Rundumblick.

Durch die eingebaute Dewarping-Funktion werden die Rundum-Aufnahmen in verzerrungsfreie rechteckige Bilder umgewandelt; dank 12-Megapixel-Sensor werden sie in hoher Auflösung bereitgestellt.

Die IP-Panoramakameras des Herstellers verfügen über eine intelligente Videoanalysefunktion, mit der die Videoaufnahmen kontinuierlich ausgewertet werden. Tritt ein im Voraus definiertes Szenario ein, wird Alarm ausgelöst. Dank der intelligenten Videoanalyse wird immer die komplette Rundumsicht überwacht, auch wenn sich das Sicherheitspersonal entscheidet, einen Bildausschnitt näher anzuschauen und per Zoom zu vergrössern. Der wahlweise mit den Kameras erhältliche Museumsmodus erlaubt es der Museumsverwaltung einen Sicherheitsumkreis je Kunstwerk zu definieren und eine virtuelle, unsichtbare Schranke zu installieren.

Überschreitet jemand diese Schranke, um ein Kunstwerk zu berühren und zu entfernen, wird Alarm ausgelöst und zwar sowohl in der Sicherheitszentrale als auch auf den Mobiltelefonen des vor Ort befindlichen Sicherheitspersonals. So kann ohne Verzug eingeschritten werden. Die virtuelle Schranke ersetzt die bisher eingesetzten, teureren Infrarot-Lichtschranken. Für die Bewachung von Exponaten, die in wenig ausgeleuchteten Räumen gezeigt werden – wie beispielsweise die Ausstellung „Bulgari und Rom“ – setzt das Museum Thyssen-Bornemisza auf die IP-6000-Kameraserie, ausgestattet mit der neuesten Starlight-Technologie des Herstellers. Die Starlight-IP-Kameras sind speziell dafür gemacht, auch bei schlechten Lichtverhältnissen, bis hin zu fast kompletter Dunkelheit, Aufnahmen in Farbe und hoher Auflösung zu liefern. Sie sorgen dafür, dass Videoüberwachung auch bei wenig Licht ohne Einbußen bei der Bildqualität möglich ist und so bei Ausstellungen und der Umsetzung von Beleuchtungskonzepten keine Kompromisse aufgrund von Sicherheitsanforderungen gemacht werden müssen. Der Sicherheitsbeauftragte des Museums, Miguel Ángel Molina, will die Sicherheitstechnik laufend auf dem neuesten Stand halten. „Weil das Videosystem mit einer redundanten iSCSI-Aufzeichnungslösung ausgestattet ist, bleibt das Gesamtsystem jederzeit voll einsatzbereit, auch wenn ein Aufnahmegerät zeitweise ausfallen sollte.

Die zusätzliche Sicherung der Daten gibt uns größere Sicherheit.“ Und natürlich sind die Anwendungsgebiete eines solchen Überwachungssystem keineswegs auf den Einsatz in Museen beschränkt.

Unternehmensprofil

Der Geschäftsbereich Security Systems ist ein internationaler Anbieter von Produkten und Systemen für Sicherheit und Kommunikation. In ausgewählten Ländern bietet das Unternehmen darüber hinaus Lösungen und Dienstleistungen für Gebäudesicherheit, Energieeffizienz und Gebäudeautomation an. 2016 erwirtschafteten rund 9.000 Mitarbeiter einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro.

Der Schutz von Menschenleben, Gebäuden und Gütern steht im Vordergrund. Dazu umfasst das Produktportfolio Videoüberwachungs-, Einbruchmelde-, Brandmelde- und Sprachalarmsysteme, Zutrittskontrolle und Managementsysteme sowie professionelle Audio- und Konferenzsysteme zur Übertragung von Stimme, Ton und Musik.

Erschienen in Ausgabe: 05/2017