Smart Home mit Datensicherheit

Technik

Hager. - Das Bewusstsein für sicheren Datenverkehr hat sich deutlich geschärft. Daher muss dieser Aspekt bei Smart Home-Lösungen verstärkt berücksichtigt werden – so wie bei Coviva, der Funklösung von Hager.

19. Juni 2017
© Hager
Bild 1: Smart Home mit Datensicherheit (© Hager )

Mit Coviva hat Hager eine Lösung auf Basis seiner quicklink Funktechnik entwickelt, mit der sich Licht, Heizung, Rollläden und vieles mehr per Smartphone oder Tablet steuern lassen. Weil Coviva bei der Installation ohne Eingriffe in die Bausubstanz auskommt, eignet es sich für die Nachrüstung, Renovierung und Modernisierung von Bestandsbauten. So weit, so gut. Doch wie ist es nun um die Datensicherheit dieser Lösung bestellt?

Auch wenn die meisten Bauherren dem Thema Smart Home generell aufgeschlossen gegenüberstehen, so befürchten dennoch viele einen unerlaubten Zugriff auf ihr intelligentes Zuhause von außen. Schießlich gibt es keinen Ort, an dem wir uns sicherer fühlen möchten als in unseren eigenen vier Wänden. Lösungen, die persönliche Daten nicht optimal schützen, werden daher bei sicherheitsbewussten Bauherren keine Akzeptanz finden. Das weiß auch Hager. Deshalb hat das Unternehmen bei der Entwicklung von Coviva das Thema Sicherheit ganz groß geschrieben und für die Speicherung der Daten komplett auf eine Auslagerung in eine Cloud oder einen externen Speicher verzichtet. Im Gegensatz zu vielen anderen Angeboten am Markt verbleiben die Daten lokal im Haus auf der Coviva Smartbox. Erfolgt die Bedienung über das Internet, werden die Daten über einen geschützten Dyn-DNS-Dienst verschlüsselt übertragen und sind damit ebenfalls vor unerlaubten Zugriffen geschützt. Nur der Kunde und der Elektrohandwerker können als Administratoren über ein personalisiertes my-Hager-Kundenkonto auf die Daten zugreifen. Dieses Verfahren mit der obligatorischen Verwendung von Nutzernamen und möglichst sicherem Passwort zur Authentifizierung bei Anwendungen mit sensiblen Daten gilt nach wie vor als eine bewährte Methode der Datensicherheit und des Datenschutzes.

Im Prinzip funktioniert Coviva ganz einfach. Grundlage ist eine bestehende oder neu einzurichtende quicklink-Installation mit der Coviva Smartbox als Herzstück der Anlage. Diese fungiert als Internet-Schnittstelle und wird mit den quicklink-Funkempfängern verbunden, die zum Beispiel einfach hinter bestehende Schalter gesetzt werden können. Über ihre Konfigurationstaste werden die Geräte in die Coviva Smartbox eingelernt und per App über das Internet konfiguriert. Anschließend generiert Coviva automatisch eine Bedienoberfläche, über die der Nutzer sein intelligentes Zuhause sicher im eigenen WLAN oder ortsunabhängig ebenso sicher über das Internet steuern kann – wahlweise mit einem Android- oder Apple-Smartphone beziehungsweise mit den entsprechenden Tablets.

Obwohl es sich bei quicklink um die KNX-Funktechnik von Hager handelt, ist hervorzuheben, dass Coviva bei der Installation keinerlei KNX-Kenntnisse erfordert. Dennoch können Kunden die Interoperabilität von KNX nutzen, denn die installierten quicklink-Lösungen können nachträglich jederzeit in KNX-easy- oder ETS-Installationen umgewandelt und beliebig erweitert werden. Damit ist Hager der erste Hersteller, der durchgängige KNX-Lösungen für alle Anwendungsbereiche anbietet.

 

Mit Coviva kann der Nutzer die Heizung, das Licht, die Jalousien oder Rollläden und noch einiges mehr bedienen. Alle eingebundenen Räume und Funktionen sind dazu in selbsterklärenden Piktogrammen gelistet. Tippt man eine Funktion an, erscheint ein Schalter oder Regler, mit dem sich Lichtwert, Jalousiestand oder Raumtemperatur individuell einstellen lassen. Möglich sind aber nicht nur einzelne Funktionen wie Licht AN/AUS oder Rollladen AUF/AB, sondern auch Kombinationen einzelner Funktionen, um komplette Szenen anzulegen. Möchte der Nutzer zum Beispiel nach einem Arbeitstag entspannen, bietet sich folgendes „Covigramm“ an: Heizung vor dem Eintreffen auf eine angenehme Temperatur hochfahren, Licht beim Betreten nur gedämpft einschalten und alle Rollos schließen. Die Programmierung ist so einfach, dass der Nutzer sie selbst vornehmen kann. Denn das Ganze funktioniert kinderleicht über ein intuitives Wenn/Dann-Menü in der App.

Um ein breites Funktionsspektrum zu ermöglichen, sind für Coviva Binäreingänge, Jalousieaktoren und Schaltausgänge für unterschiedliche Leuchtmittel und Universal-Dimmer als Funk-Unterputzeinsätze verfügbar. Mit den Berker Schalterprogrammen und ihren Funkaufsätzen stehen für das lokale Bedienen komfortable Oberflächen und Funktionen für viel gestalterischen Spielraum zur Verfügung. Ebenso einbindbar ist der neue Hager KNX-Funk-Stellantrieb zur Heizungssteuerung oder die Netatmo Wetterstation, die selbstständig vom Endkunden in die Anwendung implementiert werden kann. Für den Außenbereich sind zudem IP55-Funk-Aufputzgeräte zur Steuerung von Vorbaurollläden, Markisen oder Gartenbeleuchtungen erhältlich.

Ergänzend zu den vielen Komfortfunktionen bietet Coviva auch Lösungen für mehr Sicherheit. Dazu können beispielsweise die neuen Hager Komfort Funk-Dualwarnmelder eingebunden werden. Diese schlagen bei Gefahr nicht nur akustisch Alarm, sondern können die Bewohner im Brandfall zusätzlich mit einer Push-Nachricht an ein Apple Smartphone informieren: So können diese von fern sofort reagieren. Aber auch technische Störungen wie eine verschmutzte Rauchkammer, schwache Batterien oder eine unterbrochene Funkverbindung werden gemeldet.

Weil für viele Kunden die Kosten beim Thema Smart Home eine entscheidende Rolle spielen, wurde Coviva als modulare Lösung konzipiert, die flexibel mit den Ansprüchen, Bedürfnissen und Wünschen mitwachsen kann. Daher kann in einem ersten Schritt beispielsweise zunächst nur die Jalousiensteuerung im Haus modernisiert werden, um später dann die Beleuchtungs- oder die Heizungssteuerung folgen zu lassen. Aber genauso gut kann das Haus schrittweise mit Coviva intelligent erschlossen werden: zum Beispiel erst das Wohnzimmer, dann das Schlafzimmer und später das Kinderzimmer.

Erschienen in Ausgabe: 04/2017