Smartes Heim nach Maß

Technik

Merten. - Eine der spannendsten Herausforderungen für einen Architekten ist es, das eigene Haus zu entwerfen. Nur zu gerne verliert man sich in den Details– denn das Ergebnis muss schließlich absolut perfekt sein. So erging es auch den Soltanis beim Bau ihres Hauses.

31. Januar 2017
Bildquelle: Merten
Bild 1: Smartes Heim nach Maß (Bildquelle: Merten)

Beide, Farhad Soltani und seine Frau Aram Soltani, ließen sich vier Jahre Zeit vom Kauf des Grundstücks bis zur Fertigstellung ihres Hauses. Zum einen hatten sie viel in ihrem Beruf als Architekten zu tun, zum anderen wollten sie das Haus auch als Experimentierfeld nutzen und einiges ausprobieren. Besonderen Wert legte das Ehepaar auf die Beziehung von Innen- und Außenraum. Deshalb setzten sie das Haus auch in die Mitte des Grundstücks. So ergibt sich sowohl vor als auch hinter dem Haus genügend Platz für Terrassen und Grünflächen. Die zur Straße gewandte Fassade wird durch die Terrassentür asymmetrisch gegliedert, die Rückseite ist durch schmale Fenster hingegen symmetrisch gestaltet. Klar untergeordnet sind die seitlichen Fassaden, an denen sich jeweils die Garagen anschließen.

Der Grundriss ist klar gegliedert und verteilt sich bei einer Grundfläche von 10 x 12 Metern auf zwei Voll-, ein Staffel- sowie ein Kellergeschoss. Über 300 Quadratmeter Wohnfläche stehen somit zur Verfügung. Man betritt das Gebäude über eine zentrale Erschließungszone, die von einer aufwendig hergestellten Falttreppe aus Sichtbeton geprägt wird– ein Bauteil, das die Architekten besonders stolz macht. Ursprünglich handelte es sich dabei um eine nur einseitig von einer Sichtbetonwand begrenzte, frei über die Geschosse laufende Treppe. Mit der Geburt des ersten Kindes musste jedoch eine Absturzsicherung hinzugefügt werden. Um die Optik der inszenierten Treppe nicht zu zerstören, verwendeten die Architekten hier großformatige Glasscheiben. Gegenüber der Treppe öffnet sich der Flur zur großzügigen Wohnküche, die– anders, als das gegenüberliegende Wohnzimmer– nach Süden orientiert ist. Das erste Obergeschoss ist den privaten Rückzugsräumen vorbehalten. Hinzu kommt hier die Waschküche, die anders als gewöhnlich nicht im Keller angeordnet ist, sondern dort, wo die Wäsche tatsächlich anfällt– nämlich in unmittelbarer Nähe zu den Schlafzimmern.

Auch das Staffelgeschoss birgt eine ungewöhnliche Lösung. Hier befindet sich in exponierter Lage der Fitnessraum. Die Beweggründe sind einfach: Im Keller, so Farhad Soltani, fehle ihm die Aussicht. Und eben jene Aussicht motiviere ihn erst, die Geräte auch zu benutzen. Bei der Auswahl der Haustechnikprodukte nahmen sich die beiden Architekten besonders viel Zeit und achteten sowohl auf gestalterische als auch auf technische Aspekte. Hinzu kam ein gewisser Pioniergeist: So entschieden sie sich für eine Heizungsanlage mit einer Wärmepumpe auf Basis eines Eisspeichers, einem System, das im Baujahr auf dem Markt noch nicht etabliert war. Ebenfalls ungewöhnlich ist das Belüftungssystem, das im Fußboden eingelassen ist. Die Beleuchtung wird, wie auch die Gegensprechanlage, über ein KNX-System gesteuert.

In dieses System soll in Zukunft auch die Lüftungs- und Heizungsanlage integriert werden. KNX stellt für die Soltanis ein Komfortfaktor dar, auf den sie nicht mehr verzichten wollen. Als Interface dienen neben den Tablets und Smartphones zwei Touch-Displays sowie zusätzlich konventionelle Metall-Schalter und -Steckdosen von Merten by Schneider-Electric. Sie sind in einem dunkelbraun-schwarzen Farbton beschichtet und setzen sich somit farblich von den überwiegend weißen Wänden ab. Denselben Akzent setzen die Rahmen der Holz-Aluminium-Fenster aus ebenfalls dunkelbraunem Wenge-Holz. Beide Elemente bilden somit einen Kontrapunkt zu den ansonsten sehr ruhig gestalteten Räumen. Obwohl die Soltanis mit ihrem Entwurf zufrieden sind, reizt sie bereits ein neues Projekt. Der nächste Neubau soll jedoch einem gänzlich anderen Konzept folgen, sich auf ein Geschoss beschränken, barrierefrei sein und ohne Treppen auskommen.

Bis es soweit ist, werden sich die Architekten jedoch so viele Gedanken über die architektonischen und gestalterischen Details machen, dass sie ihr aktuelles Haus noch eine lange Zeit genießen können. Zum Beispiel mit einem Komfort-Upgrade für KNX: Per App das Haus kontrollieren und dabei alle Energieverbräuche stets im Blick haben ist mit Inside-Control von Merten kein Problem.

Die neue App macht aus Smartphones und Tablet-PCs eine komfortable Fernbedienung für die KNX-basierte Gebäudesteuerung: Licht, Temperatur, Belüftung, Klima sowie Jalousien lassen sich einfach und sicher bedienen. Zusätzlich bleibt der Energieverbrauch ständig übersichtlich abrufbar. Mit bis zu fünf Smartphones oder Tablet-PCs gleichzeitig können die Nutzer auf eine KNX-Installation zugreifen. Das attraktive Design und die übersichtlichen Icons der Inside-Control-App ermöglichen eine intuitive Bedienung.

Neben der Steuerung diverser Gebäudefunktionen können zusätzlich eingespeicherte Szenen abgerufen werden. Über die Lichtsphären-Steuerung lassen sich unterschiedliche Lichtstimmungen erzeugen. Auch das Empfangen von Meldungen der KNX-Installation ist möglich– etwa eine Windmeldung.

Die richtige Beleuchtung gibt jeder Situation das gewisse Etwas. Egal, ob ein guter Film läuft oder ein geselliger Abend mit Freunden ansteht. Mit Inside-Control ist die richtige Lichtstimmung nur eine Fingerbewegung entfernt. Ergänzend lassen die Jalousien mehr oder weniger Licht in die Räumlichkeiten.

Auch wenn es um die Raumtemperatur geht, ist die App ein nützlicher Helfer. Die gewünschte Gradzahl ist im Handumdrehen eingestellt. Jeder Raum ist individuell regelbar. Außerdem bietet die Software ein Plus an Komfort und Sicherheit: Brennt beispielsweise das Licht in der Garage noch, obwohl niemand zu Hause ist, lässt sich der Status per App direkt prüfen und bei Bedarf ändern.

Die Inside-Control App leistet außerdem einen Beitrag zum Energiesparen: Durch die intelli-gente Visualisierung der Messwerte können die Verbrauchskennzahlen bequem abgerufen werden. Einzelne Räume oder Bereiche lassen sich benennen und mit definierten Funktionen ansprechen. Auch maßgeschneiderte Konfigurationen für verschiedene Nutzer sind denkbar. Ob in Eigenheimen oder kleinen Bürogebäuden, als Teil einer neuen Installation oder bei der Nachrüstung bestehender KNX-Installationen– die Umsetzung der mobilen Gebäudesteuerung funktioniert schnell und einfach: Zuerst erfolgt der Download der Inside-Control App sowie der Software Inside-Control Builder von Merten.

In einem nächsten Schritt gilt es, das KNX Inside-Control IP-Gateway an den KNX-Bus anzubinden. Zum Abschluss steht die Konfiguration des Systems an– und schon ist die App einsatzbereit, alle Gebäudefunktionen können bequem gesteuert werden, und zwar ohne Server, Lizenzkosten oder zusätzlichen Aufwand. Einzelne Räume oder Bereiche lassen sich benennen und mit entsprechenden Funktionen ansteuern. Die verschiedenen Nutzer können zudem über individuelle Konfigurationen verfügen. Inside-Control ist für Apple I-OS- und Android-Geräte verfügbar.

Erschienen in Ausgabe: 01/2017