Stichhaltige Erkenntnisse zur Raumauslastung

Gebäudetechnik

Honeywell. Vector Space Sense zeigt dank IoT-Konnektivität an, wo, wann und wie Gebäudeflächen zu einem bestimmten Zeitpunkt genutzt werden. Dadurch können Betreiber fundiertere Entscheidungen über Immobilien und Flächennutzung treffen, um die Kosten zu optimieren und die Gebäudeerfahrung für Nutzer zu erhöhen.

08. Oktober 2018
© 2017 by marog-pixcells
Bild 1: Stichhaltige Erkenntnisse zur Raumauslastung (© 2017 by marog-pixcells )

Aktuelle Studien zeigen, dass die meisten Büroräume weltweit nur zu Hälfte ausgelastet sind. Dabei spielen Faktoren wie wechselnde Arbeitszeiten, die Nutzung mobiler Technologien und veränderte Geschäftsanforderungen eine maßgebliche Rolle. Vielen Gebäudebetreibern fehlt es jedoch an umfassenden Daten, um die Raumnutzung besser zu planen.

Dies kann dazu führen, dass die Betreiber zu viel für gar nicht genutzte Fläche zahlen, Energie verschwenden – etwa, wenn Räume unnötig geheizt werden – oder anderen Mehrkosten begegnen.

Honeywell Vector Space Sense sammelt und analysiert verschiedene Daten im Gebäude und hilft so, Räume besser zu nutzen, zu optimieren und Prioritäten zu setzen. Über detaillierte Dashboards und Reports, die Karten, Nutzerprofile, allgemeine Trends und weitere Metriken erfassen, erkennen Betreiber, wo, wann und wie der Platz verwendet wird.

Den Überblick behalten

Gleichzeitig erhalten sie Empfehlungen, wie der Raum besser und damit kostensparender genutzt werden kann. Dieses Wissen lässt sich auch für zukünftige Entscheidungen über Investitionen und Veräußerungen heranziehen. Zudem können Wartungsroutinen auf die tatsächliche Nutzung eines Raumes abgestimmt und Arbeitsabläufe priorisiert werden.

„Ausgaben für ungenutzte Gebäudeflächen bleiben oft unbemerkt, da es so schwierig ist, einen genauen Überblick darüber zu erhalten“, sagt John Rajchert, Präsident des Bereichs Building Solutions, Honeywell Building Technologies. „Vector Space Sense löst dieses Rätsel um die tatsächliche Flächennutzung durch IoT-basierte Einblicke in Echtzeit. Unternehmen erhalten damit ein realistisches Bild, wo und wie Personen die Räume nutzen, um das Gebäude optimal auszulasten.“

Schlaue Datensammlung

Unterstützt durch eine Cloud-basierte Infrastruktur folgt Honeywell Vector Space Sense einem dreistufigen Prozess: Zuerst werden Daten zur Flächennutzung aus verschiedenen Quellen wie intelligenten Leuchten, Bluetooth Beacons, mobilen Apps und anderen mit Sensoren vernetzten Geräten im Gebäude gesammelt. Anschließend wertet die Software diese Informationen aus. Hierzu werden kundenspezifische Algorithmen und Modelle für die Raumnutzung herangezogen, die im dritten Schritt wertvolle Erkenntnisse über die Flächennutzung liefern.

„Vernetzte Gebäude bieten echte Mehrwerte für Eigentümer, Betreiber und Bewohner – von höherer Mitarbeiterproduktivität bis zu einer gesünderen Umgebung, die dabei hilft, Kosten einzusparen“, so Vimal Kapur, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Honeywell Building Technologies. „Honeywell Vector Space Sense ist das aktuellste Beispiel dafür, wie Honeywell innovative Technologien nutzt, um intelligente, datengetriebene Gebäude für Organisationen zu ermöglichen.“

Die neue Software ist bereits im London Health Sciences Centre im Einsatz, einem kanadischen Krankenhausnetzwerk in London, Ontario, mit 15.000 Mitarbeitern, einer Nutzfläche von knapp 180.000 Quadratmetern und mehr als einer Million Patienten im Jahr 2017.

Wegen Beschwerden aufgrund von überbelegten Räumen und Anfragen zur Büroerweiterung implementierte das Netzwerk die Technologie, um die Nutzung ihrer Klinik- und Büroflächen besser nachzuvollziehen. Mit Honeywell Vector Space Sense stellte das Netzwerk fest, dass die Überbelegung in bestimmten Bereichen nur zu bestimmten Zeiten auftrat, während andere Bereiche oft für längere Zeit ungenutzt blieben. Diese Informationen halfen dabei, die Räume zuzuweisen und die Verteilung neu zu planen.

Anwendungsort Klinik

„Krankenhäuser sind komplexe Systeme, bei denen nicht nur die Kosten hoch sind, sondern auch die Anforderungen. Bei der effizienten Raumauslastung dürfen keine Fehler passieren“, sagt Derek Lall, Director Facility Management, London Health Sciences Centre. „Als regionales Notfallkrankenhaus müssen wir ein Gleichgewicht zwischen Effizienz und Komfort finden, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten und verfügbare Ressourcen optimal zu nutzen. Vector Space Sense stellt uns alle Informationen zur Verfügung.“

Honeywell Vector Space Sense ist Teil des Connected Service-Portfolios von Honeywell, das auch weitere Technologien wie die Vector Occupant App einschließt. Diese Software nutzt die Konnektivität von vernetzten Gebäuden, um deren Betrieb zu verbessern und vor allem die Erfahrung für diejenigen zu optimieren, die dort arbeiten und andere besuchen.

www.buildingsolutions.honeywell.com

Erschienen in Ausgabe: 06/2018