Visual Merchandising

Mit Licht zum Verkaufserfolg - Teil II

Der Laden der Zukunft ist transparent und übersichtlich. Die Raumplanung wirkt offen und großzügig. Häufige Änderungen von Waren- und Ladenbildern impliziert eine hohe Einrichtungs- und Präsentationsflexibilität. Der Trend zur Modul- und Leichtbauweise und damit zu leicht austauschbaren Einrichtungselementen wird sich weiter fortsetzen. „Kulissen- statt Ladenbau“ lautet ein Grundsatz.

23. Dezember 2002

Die auf die spezifischen Anforderungen hin maßgeschneiderten Lichtlösungen für die sich laufend verändernden Verkaufsräume sind mit Sicherheit genauso vielfältig wie der Einzelhandel selbst. Das Spektrum reicht von der Bereitstellung der für das komfortable Sehen erforderlichen Beleuchtungsstärke, über die gezielte Betonung von Ware bis zur dramatischen Inszenierung und Illusionierung durch Licht.

Der Käufer sollte nicht als bloßer Konsument gesehen werden, sondern als Individuum mit unterschiedlichen Empfindungen, Träumen und Wünschen. Es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten mit Lichtinstallationen die Sinne der Konsumenten anzuregen und positiv zu beeinflussen. Licht macht Kaufen zum Erlebnis. Ganz unauffällig und selbstverständlich. Eine Produktpräsentation, die Gefühle anspricht, hängt maßgeblich mit einer guten - mit der richtigen - Beleuchtung zusammen.

Zonierte Beleuchtung

Ein aktuelles Beispiel von Erco Licht ist der Boss Flagship Store in New York. Der Wechsel von helleren und dunkleren Bereichen charakterisiert das Lichtkonzept, das aus zwei Komponenten besteht: dem Allgemeinlicht und dem helleren Akzentlicht. Für die warme, atmosphärische Grundstimmung sind Downlights mit Natriumdampf-Hochdrucklampen verantwortlich. Während diese Lichtkomponente die Verweildauer im Store positiv beeinflußt, nimmt sich die kühle, dem Tageslicht angenäherte Akzentbeleuchtung der Ware und der Rückwände an. Die kardanische Aufhängung der Downlights sorgt für eine belebende Zonierung der Ebenen und eine optimale Farbwiedergabe der Kleidungsstücke.

Flexible Anordnung

Zumtobel Staff arbeitet mit dem neuen Lichtbandsystem Tecton, das sich durch mehr Flexibilität und weniger Montagezeit auszeichnet. Das von uns ausgewählte Beispiel zeigt Tecton im Modemarkt. Dank des innovativen Stromführungssystems kann über die gesamte Länge der Tragschiene Strom abgegriffen werden. Lichtmodule lassen sich folglich an jeder beliebigen Stelle - selbst an Stoßstellen - anbringen und somit völlig flexibel anordnen. Die Zahl der Lichtquellen kann ganz nach Wunsch und Bedarf festgelegt werden.

Zumtobel Staff setzt Mode auch anders in Szene. Beleuchtungskonzepte mit Leuchten für Niedervolt-Halogen- und Metalldampflampen geben Textilfarben natürlich wieder. Vertikal angeordnete Produkte in Regalen und Dekorationsbereichen werden durch breitstrahlende oder asymmetrisch strahlende Staff-Leuchten optimal ausgeleuchtet. Im Kassenbereich wurde mit „Filigrano“ gearbeitet, in der Mitte mit Downlights DL 400 und FD 1000, links und rechts hinten mit Strahlern.

Das Lampen-Angebot für die Verkaufsraum- oder Schaufenster-Beleuchtung ist vielfältig und reicht zum Beispiel von Halogen- über Leuchtstoff-Lampen bis hin zu Halogen-Metalldampflampen. Für die Grundbeleuchtung im Schaufenster empfiehlt zum Beispiel Osram unter anderem Halogen-Metalldampflampen HQI und HCI, die sich durch hohe Wirtschaftlichkeit, sehr gute Farbwiedergabe und lange Lebensdauer auszeichnen. Ein weiteres Plus: lange Lebensdauer der Lampen bedeutet niedrige Auswechselkosten für die Leuchtmittel.

Kein Licht ohne Leuchtmittel

Für zusätzliche Akzentbeleuchtung im Schaufenster eignen sich gut Halospot- und Decostar-Lampen. Mit diesen Halogenniedervoltlampen kann man einzelne Auslagen hervorheben. Interessant für shoplighting sind die drei neuen „Einleuchtenden“ IRC-Halogenlampen von Osram: Halogen-Flutlichtlampe für Netzspannung Haloline IRC, die Niedervolt-Kaltlicht-Reflektorlampe mit bester Maintenance Decostar IRC und die kleinste sparsame Halostar IRC. Die Decostar IRC-Lampe, mit infrarotreflektierendem Brenner, hat eine 30 Prozent höhere Effizienz als eine normale Decostar-Lampe und eine doppelt so lange Lebensdauer: 4.000 Stunden gegenüber bislang 2.000 Stunden. Statt bisher 50W haben die IRC-Lampen nur noch 35 W Leistungsaufnahme bei gleichem Lichtstrom. Also echte Energiesparer. Und das ist beim Shoplighting ein wichtiger Aspekt.

Maßgeschneiderte Lichtakzente

Immer kleiner und leistungsfähiger werden die Lampen, vielfältiger die Lichtfarben und raffinierter die Lichteffekte. Mit Halogen-Reflektorlampen wie Masterline ES, sowie den Hochdruck-Entladungslampen White Son (SDW-T) und Mini-White Son oder Mastercolour CDM lassen sich maßgeschneiderte Lichtakzente für nahezu jede Anwendung realisieren, sagt Philips Licht.

Neu von Philips ist die Niedervolt-Kaltlichtspiegellampe Diamondline Pro, deren Lampenbrenner mit dem Edelgas Xenon gefüllt ist. Xenongas reduziert das vorzeitige Abschwärzen des Brenners und sorgt für lange Lebensdauer. Die kühle, neutralweiße Lichtfarbe entsteht durch eine spezielle Beschichtung des Spiegels, die eine farbfilternde Wirkung hat. Die facettierte Spiegeloberfläche erzeugt in Verbindung mit der Beschichtung ein exaktes Lichtbündel hoher Intensität. Daraus resultiert eine konstant gute Lichtleistung während der gesamten Lampenlebensdauer von 4.000 Stunden.

Auch Philips empfiehlt Halogenglühlampen mit oder ohne Reflektor wegen ihrer guten Farbwiedergabe und brillanten Lichtwirkung bei der Warenpräsentation. Wichtig dazu der Hinweis: Ein UV-Block verhindert wie bei den Hochdruckentladungs-Lampen weitgehend das Ausbleichen von Farben der Exponate. Philips Licht trägt mit seinen Innovationen dazu bei, die trendige dynamische Verkaufsraumbeleuchtung zu gestalten, die sich wechselnden Situationen anpassen läßt. Philips Licht unterscheidet dabei grundsätzliche Einkaufsszenarien: das funktionale, das inspirative und das gesellige Einkaufen.

BLV erweiterte seine farbigen Halogen-Metalldampflampen „Colorlite“ für die Innen- und Außenbeleuchtung. Mit der „Colorlite Topspot 70 A blau“ ist die erste farbige Type mit G12-Sockel im Programm. Jetzt gibt es auch im zweiseitig gesockelten 70 W-Bereich die „Hit-Colorlite grün“ zusätzlich zu den vorhandenen blauen und Magenta-Versionen.

Fazit:

Ladenfassaden und Schaufenster sind die Visitenkarte eines jeden Geschäfts. Wie ein Schaufenster ausgeleuchtet werden muß bestimmt das Sortiment. Unterschiedliche Sortimente verlangen unterschiedliche Beleuchtungsarten, Lichtstärken, Zubehör und vor allem Lichtfarben. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten den Kunden mit Lichtinstallationen anzuregen und positiv zu beeinflussen. Stimulation, Motivation, Kaufanreiz - Licht führt nicht nur zum Produkt, sondern auch zum Kauf.

Erschienen in Ausgabe: 11/2002