Visualisierung und intuitive Bedienung

Jung. Visualisierung und intuitive Bedienung von KNX sind heute überhaupt kein Problem mehr. Der Smart Visu Server vereint smarte Komponenten mit moderner Gebäudetechnik und bringt das Smart Home aufs Smartphone. Und er kann noch viel mehr, wenn es um Licht und Sound geht.

10. Oktober 2019
Visualisierung und intuitive Bedienung
Jalousien hochfahren, Beleuchtung einschalten, Playlist starten – alles mit einem einzigen Fingertipp. (© Jung)

Der Smart Visu Server hebt das Zuhause auf die nächste Stufe. Er visualisiert das KNX-System auf Smartphone oder Tablet und verbindet vorhandene Haustechnik mit smarter Technologie. So vereint er autarke Gebäudetechnik mit dem Anspruch des modernen Bauherren, das Smart Home per Smartphone und Co. zu steuern. In Kombination mit dem Sonos Sound System sorgt der Smart Visu Server für perfekte Multiroom-Klänge im ganzen Zuhause.

Die WLAN-basierte Musikanlage ist modular aufgebaut – pro Raum können Musikliebhaber also einen oder mehrere Lautsprecher aufstellen. Satter TV-Sound im Wohnzimmer, ein entspanntes Hörspiel im Schlafzimmer und Power Pop in der Küche, alles ganz nach den individuellen Wünschen der Bewohner. Mit dem SVS-Update auf die Firmware-Version 1.2.1600 ist Sonos nun direkt in den Smart Visu Server integrierbar. Basisfunktionen wie Lautstärkeregelung oder die Konfiguration in Aktionen stehen dann direkt zur Verfügung. Dank Kopplung von KNX und Sonos verändern Nutzer z. B. die Lautstärke auch über Drehsensoren oder Tastsensoren an der Wand.

Vor 30 Jahren noch der Stoff aus Science-Fiction-Filmen

So integriert sich die Musik nahezu nahtlos in die Behausung. Eine weitere Besonderheit der Einbindung von Sonos in das KNX-System: Mithilfe der Smart-Visu-Server-App können Anwender unterschiedliche Aktionen, wie zum Beispiel das Dimmen einzelner Lampen, mit der Musik im Wohnzimmer verknüpfen und in Gruppen zusammenfassen. Ein paar Freunde kommen zu Besuch? Mit nur einem Fingertipp auf Smartphone oder Wandtaster startet der Gastgeber ohne Aufwand seinen ganz persönlichen Party-Modus – alles mit nur einer App.

Was vor 30 Jahren noch der Stoff aus Science-Fiction-Filmen war, ist heute bereits in vielen Haushalten Realität. Smarte Assistenten hören auf unsere Befehle und helfen uns im Alltag. Das Licht einschalten, ohne dafür vom Sofa aufstehen zu müssen oder die Heizung mit einem einfachen „Heizung aus“ regulieren, wenn man das Haus verlässt. Kein Problem, wenn das smarte Zuhause aufs Wort hört. Der Hersteller bietet daher die Sprachsteuerung moderner Haustechnik mittels Amazon Echo an. Einmal den Smart Visu Server mit einem Amazon Echo Smart Speaker verknüpft, steuern Smart-Home-Nutzer sämtliche Gewerke auf Zuruf. Im Wohnzimmer ist die Musik zu leise? Dann dreht Alexa auf eine Bitte hin die Lautstärke auf oder passt das Licht an die Partystimmung an. Übrigens können Besitzer des Smart Speaker Sonos One die Alexa-Funktion ebenfalls mit dem Smart Visu Server verknüpfen.

Ins rechte Licht gerückt

Denn auch das Licht ist ein wesentlicher Wohlfühlfaktor im Smart Home. Eine helle Beleuchtung am Schreibtisch, eher gemütlich gedimmter Schimmer über der Couch. Die Bewohner regulieren das Licht ganz nach ihren Bedürfnissen – bequem per App oder automatisch ausgerichtet am Sonnenstand. Praktisch: Jungs Allround-Talent Smart Visu Server arbeitet mit Philips Hue zusammen. Damit hat man noch mehr Gestaltungsfreiraum für das perfekte Licht. Einfacher geht es nicht: Der Smart Visu Server erkennt, sobald eine Philips Hue Bridge im Netzwerk installiert ist. Alle damit verknüpften Leuchten sind dann in der Bedienoberfläche Smart Visu Home bzw. den Einstellungen Smart Visu Control sichtbar.

Über SV-Control legt man die einzelnen Lichtquellen in die Favoriten hinein. So regulieren Nutzer ohne Umwege und mit nur wenigen Handgriffen das Licht im ganzen Haus. Diese Regulierung funktioniert übrigens ebenfalls mit der Option KNX/IoT-Regler. Jeder KNX-Taster und/oder Drehsensor an der Wand kann nach Belieben das Licht regulieren. Mit dem Smart Visu Server und Philips Hue kann man das Haus stets perfekt beleuchten. Je nach Situation und Geschmack.

Optimaler Sonnenschutz

Wenn mittags die Sonne hoch am Himmel steht, ist weniger manchmal mehr: Mit Rollläden oder Jalousien dunkeln Smart-Home-Bewohner gezielt ihre Räume ab – zu grelles Licht und die Mittagshitze bleiben draußen. Aber auch gegen Abend ist ein gewisser Sichtschutz vorteilhaft, um die Privatsphäre zu wahren. Lichtempfindliche Sensoren sorgen im intelligenten Eigenheim automatisch für die perfekte Balance zwischen Beleuchtung und Beschattung.

Dank App fahren Benutzer des Smart Visu Servers den Fensterschutz auch manuell oder aus der Ferne rauf und runter. So simulieren sie unter anderem Anwesenheit. Schnell und einfach mit dem Smartphone oder Tablet.

Gesicherter Fernzugriff über Server in Deutschland

Der Hersteller bietet den Fernzugriff auf den Smart Visu Server über eine gesicherte Datenverbindung an, die höchsten Ansprüchen genügt. Die einmalige Einrichtung erfolgt ganz einfach online über das My-Jung-Portal auf der Unternehmens-Webseite. In der App Smart Visu Server macht es in der Bedienung keinen Unterschied, ob Anwender im heimischen WLAN eingeloggt sind oder von außen über das Internet zugreifen: Sowohl über das Heimnetzwerk als auch über den gesicherten Fernzugriff ist das manuelle Steuern von KNX-Komponenten ein Leichtes. Der Zugriff ist stets verschlüsselt. Für eine sichere Bedienung kommt das https-Kommunikationsprotokoll zum Einsatz, das eine abhörsichere Datenübertragung gewährleistet.

Zügige Installation im Rahmen eines KNX-Setups

Sobald Bauherren mit einem Wunsch nach einem Smart Home auf KNX-Basis an den Fachmann herantreten, bietet sich der Smart Visu Server als Zusatzleistung mit echtem Mehrwert an. Dank Hutschiene ist er schnell im Schaltschrank verbaut. Anschließend verbindet der Elektrotechniker das Gerät per Ethernet-Kabel mit dem Router des Kunden. Über die integrierte Oberfläche Smart Visu Control ist die KNX-Visualisierung Schritt für Schritt erledigt.

g+h Info

German Design Award 2018

Der Fachmann importiert die vorhandenen KNX-Installationen mit einer OPC-Datei direkt aus ETS. Sämtliche Geräte tauchen dann im SV-Control-Bereich in einer übersichtlichen Liste auf. Nach der Zuordnung in Absprache mit dem Bauherren steuert dieser im Handumdrehen die KNX-Gewerke über sein Smartphone, Tablet, Taster oder per Sprachsteuerung mit Alexa. Der Smart Visu Server ist eine effiziente Lösung, um das KNX-System zu visualisieren und individuell bedienbar zu machen.

Erschienen in Ausgabe: 05/2019