Neben Qualität und Tragekomfort steht Funktionalität hoch im Kurs. Zudem sollte die Optik attraktiv und an die aktuelle Freizeit- und Sportbekleidung angepasst sein. Kurzum: Der Träger erwartet heute, dass die Bekleidung am Arbeitsplatz ein Lifestyle-Produkt ist.

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Noch etwas ist zu beobachten: Heute ist zunehmend wieder identitätsstiftende Berufskleidung gewünscht. Denn gerade in Zeiten von Voll- und Überbeschäftigung im Handwerk besteht wieder mehr Raum zur Individualisierung und Spezialisierung. So möchte man sein Gewerk hochwertig ausüben.

Klasse statt Masse ist gefragt. Hier beobachten Bekleidungsexperten wie Maren Gewand, Bekleidungsingenieurin und Verkaufsleiterin beim DBL Partner Ahrens Textil-Service auch, dass die Gewerke nicht mehr stoisch an den tradierten Farben festhalten: „Es wird heute viel stärker die Individualität gesucht. Beispielsweise Arbeit mit Holz gleich Arbeit in Beige und Khaki – das ist längst nicht mehr gesetzt. Heute sehen wir etwa Parkettleger auch oft in edlen Rottönen oder in moderner Jeansoptik.“

Denn schließlich hat sich in den letzten fünf bis zehn Jahren viel geändert. Berufskleidung ist nicht mehr die notwendig getragene Arbeitskleidung. Sie ist heute mit einer Aussage, einer Haltung versehen. „Es wird viel bewusster entschieden, was getragen wird“, bestätigt Gewand. „Die Modellvielfalt auch innerhalb der Kollektionen ist deshalb deutlich größer geworden. Gab es vor zehn Jahren Latzhose, Bundhose und Bundjacke, so besteht eine gute Kollektion heute zusätzlich aus passenden Softshell- und Fleecejacken, bietet verschiedene Oberteile und lässige Hoodies passend dazu an.“

Was der Träger möchte

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Laut der Expertin wurden insbesondere die Gewebe deutlich weiterentwickelt. Hier können die Konfektionäre heute immer speziellere Gewebelösungen anbieten, die auch industriell waschbar sind – ein entscheidendes Kriterium etwa für textile Mietdienstleister wie die DBL. So entwickeln Konfektionäre heute Produkte, die man vor zehn Jahren in der Berufsbekleidung noch nicht umsetzen konnte. Als Beispiel aus der Praxis nennt die DBL-Expertin hohe Stretchanteile, die bereits Standard in der Anforderung an Berufskleidung sind. Wichtig bleiben aber die funktionalen Details der Workwear – und auch diese verändern sich. Denn technisches Equipment muss verstaut werden, etwa Tablets, Smartphones.

Daran muss sich die Arbeitskleidung anpassen. Auf solche Entwicklungen müssen nicht nur die Konfektionäre, sondern auch die textilen Mietdienstleister wie DBL reagieren – denn schließlich beziehen viele Betriebe ihre Kleidung heute im Leasing.

So bietet die DBL mittlerweile eine eigene Premiumkollektion, das DBL-Meisterstück, die auch bereits mit einem Design Award ausgezeichnet wurde. Das Vorgehen dabei? Hier wurden im Vorfeld die Erwartungen der Träger abgefragt und dann beim Designprozess konsequent umgesetzt. „Dazu gehören etwa ein hoher Stretchanteil für maximalen Komfort, sehr sorgfältig umgesetzte funktionale Details und eben sportliche Schnitte“, beschreibt die Bekleidungsingenieurin die Kollektion. „Zudem spielt auch die ungewöhnliche, eben sehr individuelle Optik hier hinein. Das ganze übrigens auch angepasst an die Funktionstextilien, die integriert sind. Denn gefragt sind neben Design auch Vielfalt und Auswahl. Eben ein Lifestyle-Produkt.“

Wunsch nach noch mehr Tragekomfort

Daneben bleibt aber immer auch noch die Unternehmensdarstellung wichtiger Aspekt. Gibt es auch hier veränderte Ansprüche? „Ja, Unternehmensfarben werden beachtet, aber nicht mehr als zwingende Farbe für die Bekleidung ausgewählt, wie noch vor einiger Zeit“, lautet die Erfahrung von Gewand. So werden Firmenfarben heute dezenter gespiegelt. Oft ist es nur ein sehr kleines Detail zum Beispiel ein Zipperbändchen, eine farbige Lasche an einer Tasche oder ein Kragensteg in Kontrastfarbe. Damit bekommt aus Sicht der Expertin das Firmenlogo heute deutlich mehr Raum in der Wahrnehmung.

Und noch etwas wird laut Expertenmeinung in Zukunft wichtiger – der Tragekomfort. Dazu klare Aussage der Bekleidungsingenieurin aus der Praxis: „Wenn der Anwender der Bekleidung nicht sofort bei der ersten Anprobe ein gutes Tragegefühl hat, werden auch die noch so smart ausgearbeiteten, funktionalen Details keine Wirkung haben.“