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Promax. Das Antennenmessgerät HD Ranger+ wurde überarbeitet und bietet dem Anwender künftig noch mehr Funktionen als bislang. Mittels eines kostenlosen Updates der Firmware können auch Geräte im Bestand nachgerüstet werden. Außerdem ist ab sofort ein optischer Messeingang integriert.

14. Mai 2013

Um die Handhabung zu vereinfachen und mechanischen Beschädigungen im täglichen Einsatz wirkungsvoll zu begegnen, werden die HD Ranger+ inzwischen mit einem stabilen Displayschutz und einer praktischen Transporttasche geliefert. Die Schutztasche dient bei Arbeiten im Sonnenlicht auch als Blendschutz und besitzt ein Zubehörfach, um zum Beispiel Messkabel und Adapter unterzubringen.

Der optische Messeingang ist als zusätzliche Option verfügbar. Damit kann das Messgerät Signale auf Glasfaserkabeln messen, etwa bei FTTH oder optischen LNBs. Für die Messung von Datensignalen in FTTx-Netzen hat das Messgerät entsprechende Filter verbaut, damit die Lichtleistung aller drei üblichen Lichtwellenlängen 1.320, 1.490 und 1.550nm ohne gegenseitige Beeinflussung messbar ist. Zudem lässt sich eine Referenz setzen, die das Vergleichen von Messungen beispielsweise vor und nach Einsatz eines optischen Verteilers erleichtern. Liegen auf der Glasfaser Fernsehsignale an, zum Beispiel von einem optischen LNB oder eine Kabel-TV-Zuführung auf LWL-Basis beziehungsweise Radio Frequency over Glass (RFoG), erlaubt die Option sogar die detaillierte Analyse der empfangenen Signale inklusive Bilddarstellung.

Vier Sat-Bänder können überprüft werden. Auch die Übertragung von zwei LNBs über eine Glasfaser wird unterstützt. Viele neue Funktionen stehen aber auch den Kunden zur Verfügung, die bereits einen HD Ranger+ besitzen. Promax bietet Anwendern ein kostenloses Firmware-Update an, um beispielsweise Aussetzfehler oder kurzzeitig auftretende Störungen zu lokalisieren. Die Messgeräte mit der neuesten Firmware verfügen über eine Max-Hold- und eine Min-Hold-Funktion im Spektrum, die sich zudem gleichzeitig verwenden lassen.

Störimpusle oder Ausfälle einzelner Sender lassen sich dadurch leicht erkennen und mittels Screenshot-Funktion auch dokumentieren. Wer den genauen Zeitpunkt einer Störung bestimmen will, greift auf das Spektrogramm zurück. Damit wird ein gewählter Bereich oder sogar das gesamte Spektrum ständig abgetastet und als Liniengrafik dargestellt. Bei gravierenden Abweichungen vom Normalzustand sieht der Anwender schnell, welche Frequenzen betroffen sind. Zusätzlich werden die Messwerte des gewählten Kanals kontinuierlich überwacht und die Min- beziehungsweise Max-Werte mit Datum und Uhrzeit registriert.

Bei UKW-Sendern wird nun eine ausführliche RDS-Info angezeigt; die Funktionen zum Export und Import von Daten wurden überarbeitet. Künftig ist es beispielsweise möglich, ein komplettes Projekt inklusive Kanaltabellen, Bildschirmfotos und Messwerten mittels USB-Stick von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen. Der Analyzer misst die gängigen Standards DVB-C/T/S sowie alle neuen DVB-C2/T2/S2-Signale.

Für Messungen im Kabelfernseh-Band ist zusätzlich zum UKW-Filter für die störungsfreie Messung der unteren Sonderkanäle S02/S03 auch ein schaltbares LTE-Filter im oberen Frequenzbereich integriert.

Erschienen in Ausgabe: 03/2013