Wärmepumpe wird zum Standard-Heizsystem

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Stiebel Eltron. Unaufhaltsam setzt die Wärmepumpe ihren Erfolgsweg fort: 2017 wurden in neuen Wohngebäuden erstmals mehr Wärmepumpen eingebaut als jedes andere Heizsystem. Für das Elektrohandwerk erschließt sich ein riesiges Marktpotenzial. Die neue Energy Box hilft bei der Systemauswahl und findet die beste Lösung.

08. Mai 2018
© Stiebel Eltron
Bild 1: Wärmepumpe wird zum Standard-Heizsystem (© Stiebel Eltron)

„Viele Elektrofachhandwerksbetriebe profitieren heute schon von dieser Entwicklung“, erklärt Frank Jahns, Geschäftsführer der deutschen Stiebel Eltron-Vertriebsgesellschaft. Als Unternehmen, das seit Jahrzehnten auf stromgeführte Anwendungen in der Haustechnik setzt, ist Stiebel Eltron tief in der Elektrobranche verwurzelt. „Wir haben Tausende Fachpartner aus dem Elektrobereich, die vor allem unsere Produkte aus dem Bereich der elektrischen Warmwasserbereitung einbauen, insbesondere Durchlauferhitzer und Kleinspeicher“, so Frank Jahns. „Mehr und mehr wenden sich aber auch Elektrobetriebe dem Heizungsmarkt zu.

Das ist auch gut so – denn hier bietet sich ein riesiges Marktpotenzial. Schließlich ist die moderne und zukunftssichere Heizung nicht nur strombetrieben, sondern auch digital vernetzt und wird über Handy, Tablet oder Laptop vom Endkunden beobachtet und bedient. Auch der Fachhandwerker oder unser Kundendienst können auf die Anlage zugreifen und sie zum Beispiel optimieren.“

Die Technik dafür ist bei Stiebel Eltron bereits seit 2012 vorhanden. Über das Internet Service Gateway (ISG) werden die Anlagen mit dem hauseigenen Internetrouter (Fritzbox, Eumex, …) verbunden und sind anschließend über den Browser aufrufbar. Manch ein Fachpartner ist allerdings bei Endkundenanfragen unsicher, welches Wärmepumpensystem in einem konkreten Fall die beste Lösung ist – erst recht, wenn es um ein bestehendes Gebäude geht. „Dafür haben wir ein neues Tool entwickelt, mit dem diese Unsicherheit der Vergangenheit angehört: die Energy Box“, so Frank Jahns. Mit dem Tool wird der komplette Fachhandwerker-Prozess im Zusammenhang mit einer Wärmepumpen- und Lüftungsanlage im Einfamilienhaus vereinfacht. Partner gelangen direkt online schnell und einfach zur passenden Haustechnik – mit allen Informationen für Angebot, Bestellung, Installation und Aktivierung.

Frank Jahns: „Mit der ‚Energy Box‘ steht Fachpartnern von Stiebel Eltron ein Werkzeug zur Verfügung, das für alle Anfragen aus dem Einfamilienhausbereich das passende haustechnische System findet, ob Wärmepumpe, Wärmepumpe und Lüftungsanlage, Integralgerät mit Wärmepumpe und Lüftungsanlage in einem Gehäuse oder nur Lüftungsanlage.“ Auch notwendiges Zubehör, wie Trinkwarmwasser- und Heizungspufferspeicher sowie Hydraulikmodul oder Luftverteilsystem, sind Bestandteil der gewählten Lösung. Eine Zusammenstellung als Angebotsgrundlage für den Endkunden ist ebenso enthalten wie die noch umfangreichere Stückliste für die spätere Bestellung. Außerdem sind Installationsanweisungen und weitere Dokumente, die für den Einbau und die Aktivierung der Anlage notwendig sind, Bestandteil des Systemhandbuchs.

Intelligente Einzelraumregelung

Dank der digitalen Vernetzung kann der reibungslose Betrieb mit der ebenfalls neuen Einzelraumregelung Easytron Connect weiter optimiert werden. Dabei handelt es sich um eine intelligente Einzelraumregelung, die mit der Wärmepumpe – also dem zentralen Wärmeerzeuger – kommuniziert und dessen Betriebsweise automatisch optimiert. Eine Einzelraumregelung wird in der Regel über funkgesteuerte Thermostate an den Heizkörpern oder dem Fußbodenheizkreis realisiert.

Allerdings erfolgt bei bisherigen Anlagen kein direktes Zusammenspiel mit dem Heizwärmeerzeuger. Wird beispielsweise gar keine Wärme benötigt, weil alle Raumtemperatursensoren an die Zentrale melden, dass die Räume auf die in der App eingestellten Wunschtemperaturen aufgeheizt sind, werden die Thermostate geschlossen – der Wärmeerzeuger im Technikraum erfährt aber nicht direkt davon und produziert im schlechtesten Fall weiter Wärme. Easytron Connect hingegen meldet den Wärmebedarf an die Wärmepumpe und die eingestellte Heizkurve wird korrigiert, sodass der Wärmeerzeuger effizienter arbeitet. Die smarte Einzelraumregelung besteht aus einer Zentrale, Sensoren zur Erfassung der Raumtemperatur, Funk-Stellantrieben für den Anschluss an Radiatoren sowie einem Controller zur Einbindung der Fußbodenheizung.

Die Kommunikation zwischen den Einzelkomponenten erfolgt über Funk. Die Wunschtemperaturen in den Räumen werden über eine App bequem eingestellt. Die Zentrale des Systems kommuniziert über den hauseigenen Router direkt mit der Wärmepumpe, die über das Internet Service Gateway mit dem Netzwerk verbunden ist. So ist sichergestellt, dass der Heizwärmeerzeuger direkt auf die Anforderungen aus dem Gebäude reagiert – die optimale Vorlauftemperatur wird entsprechend angepasst. Außerdem kann das Verteilsystem besser für die Bedürfnisse bestimmter Wärmepumpen-Betriebszustände geregelt werden: Wenn bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe der Abtauzyklus bevorsteht, werden alle Ventile auf maximale Öffnung gestellt, sodass die Bereitstellung der Energie aus dem Fußbodenkreis für das Abtauen gewährleistet ist.

g+h KOMPAKT

• Immer mehr Elektrofachbetriebe wenden sich erfolgreich dem Heizungsmarkt zu.

• Die digitale Vernetzung erlaubt dem Fachhandwerker oder Kundendienst den Fernzugriff auf die Anlage.

• Die Energy Box vereinfacht die Suche nach der besten Lösung im Bereich Wärmepumpe und Lüftung.

Erschienen in Ausgabe: 03/2018

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