Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

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Theben. Die KNX-Technologie hat sich in der Gebäudeautomation bewährt. Eine kostensparende und einfach beherrschbare Alternative für Einfamilienhäuser stellen Systeme wie Luxorliving von Theben dar, die auf dem KNX-Standard basieren, sich jedoch auf die wesentlichen Funktionen konzentrieren.

08. Oktober 2018
© Theben AG
Bild 1: Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? (© Theben AG )

Ins Smart Home einsteigen? Ja, aber wie? Immer mehr Bauherren interessieren sich für smarte Technik, die den Alltag sicherer und bequemer macht. Doch welches System ist das richtige? Die Vielfalt an unterschiedlichen Lösungen scheint grenzenlos.

Das Licht nach aktueller Stimmung verändern, alle Jalousien im Haus mit nur einem Tastendruck öffnen oder schließen, den Sonnenschutz automatisieren, für jeden Raum eine individuelle Wunschtemperatur festlegen oder per Zentral-Aus-Funktion sicher sein, dass Verbraucher wie beispielsweise das Bügeleisen definitiv ausgeschaltet sind: Smarte Technik für das Zuhause kann den Alltag sicherer und bequemer machen und dabei obendrein beim Energiesparen helfen. Immer mehr Hausbesitzer interessieren sich für die Möglichkeiten, stellen jedoch vielfach ernüchtert fest, dass der Einstieg ins Smart Home schnell zu einer komplizierten, zeit- und kostenintensiven Angelegenheit werden kann.

Flexible, offene Installation

Luxorliving, das Smart Home-System von Theben, ist im Grunde eine zertifizierte KNX-Anlage. Doch im Gegensatz zu einer herkömmlichen KNX-Installation nutzt Luxorliving nur die wesentlichen Funktionen. Genau das macht das System so einfach in Installation und Betrieb. Einfach Licht einschalten und dimmen, Heizung regeln und Beschattung steuern – und die clevere Panikfunktion nutzen. „Wir sind mit unserer Wohnkomfort-Steuerung aus dem Jahr 2005 praktisch der Erfinder des Smart Homes“, meint augenzwinkernd Luxorliving-Produktmanager Tino Schlaich. „Schon bei unseren ersten Steuerungen für diesen Bereich sollte der Elektriker die ganze Anlage ausschließlich mit einem Schraubenzieher einstellen und programmieren können. Das kam am Markt sehr gut an. Deshalb stand auch bei Luxorliving die einfache Inbetriebnahme immer ganz oben im Lastenheft.“ Den Schraubenzieher hat inzwischen natürlich der Laptop ersetzt. Der Clou sind die Software-Tools Luxorplug und Luxorplay.

Luxorliving wird genauso verkabelt wie jede andere KNX-Installation. Leuchten, Rollläden oder auch andere Anwendungen lassen sich per Software beliebigen Tastern zuordnen. Das eröffnet Spielräume, die bestehende Installation zu ändern, bietet ein erhebliches Einsparpotenzial und eröffnet mehr Gestaltungsspielräume bei der Wahl des gewünschten Schalterprogramms. Dazu Schlaich: „Wir vertreiben keine Taster, sondern arbeiten mit Tasterschnittstellen.“ Die Hardware besteht aus rund einem Dutzend Sensor- und Aktor-Bausteinen sowie wenigen Zentralgeräten.

Diese sind KNX-zertifiziert, bieten aber weniger Funktionen als ein normales KNX-Gerät. Der Vorteil dieser Beschränkung ist, dass zur Inbetriebnahme keine ETS nötig ist, sondern nur die sehr einfach zu bedienende und kostenlose Software Luxorplug

Inbetriebnahme ohne Programmierarbeit

Die Inbetriebnahme übernimmt das Windows-Programm Luxorplug. Die Software listet automatisch die Komponenten auf; jedes Gerät hat eine eindeutige, nur einmal vergebene Nummer, über die es immer wieder identifiziert werden kann.

Der Installateur gibt die Anzahl der Geschosse und Räume an, die er auch mit Namen versehen kann. Danach werden die Komponenten den Räumen zugewiesen und ebenso mit Klarnamen versehen, wie „Jalousie Kinderzimmer“. Im nächsten Schritt setzt er die Parameter für die einzelnen Aktoren, verbindet sie grafisch mit den Sensoren und legt bei Bedarf Gruppen an, etwa alle Jalousien eines Zimmers. Nicht nur die Planung und die Installation von Smart Home-Lösungen ist heute deutlich einfacher als noch vor einigen Jahren. Die Visualisierung kommt ohne kostspielige Displays aus. Ein Android- oder iOS-Smartphone genügt. Damit lädt sich der Anwender die kostenlose App Luxorplay herunter. Diese übernimmt bei der ersten Verbindung mit der Systemzentrale alle Bezeichnungen der Räume, Schalter und so weiter. Die grafische Gestaltung ist vorgegeben, sodass die Visualisierung mit dem ersten Start einsatzbereit ist.

Auf Plug folgt Play

Der Anwender kann per Fingerwisch die Zustände von Lichtern und Jalousien verändern, Szenen anlegen und abrufen sowie IP-Kameras herstellerunabhängig in Luxorplay einbinden. Per Klick lassen sich die Szenen aktivieren, sodass jeden Abend zur üblichen Stunde das Licht angeht und die Jalousien herunterfahren. Damit wirkt das Haus bewohnt und Hausbesitzer können ihren Urlaub mit einem sicheren Gefühl genießen.

Erschienen in Ausgabe: 06/2018