Wasser und Energie sparen

Bei der Warmwasserbereitung Energie, Wasser und Zeit sparen

Den Wasserhahn aufgedreht, zehn oder fünfzehn Sekunden gewartet, dann kommt das warme Wasser. Mehr als ein Liter läuft da schnell weg. „Was ist schon ein Liter Wasser?“, wird mancher sagen. Sicherlich nicht viel, wenn man nur einmal den Wasserhahn aufdreht. Aber wie oft wird in Ihrem Haushalt der Wasserhahn geöffnet, um mal kurz die Hände zu waschen oder mal eben in der Küche etwas abzuspülen? G&H gibt Argumente, wie Sie Ihrem Kunden das Thema näher bringen können.

12. Juni 2001

Bei den heute oftmals üblichen Warmwassersystemen mit zentralem

Speicher im Keller und Stichleitungen zu den einzelnen Zapfstellen

kommen übers Jahr einige Kubikmeter zusammen - und das bei Wassergebühren

von zum Teil deutlich über zehn Deutsche Mark pro Kubikmeter. Messen Sie doch mal, wie weit es das

warme Wasser bei Ihnen zu Hause vom Erzeuger bis zum Wasserhahn hat. Sind

es 10 Meter Dann dauert es rund zehn Sekunden, bis das Wasser ankommt.

Dabei laufen rund 1,4 Liter in den Abfluß und Sie verbrauchen hierfür rund

540 kWh Energie im Jahr. Anders bei der dezentralen Warmwasserbereitung

über Durchlauferhitzer und Kleinspeicher, die in direkter Nähe

zur Zapfstelle liegen. Durch die kürzeren Leitungswege verbrauchen sie weniger

Wasser und Energie, und die Geräte bieten einen besseren Komfort.

Die direkte Nähe zur Zapfstelle nutzen

Nehmen wir beispielsweise einen Kleinspeicher

von Stiebel Eltron mit fünf oder zehn Litern Inhalt, der in der Küche unter der Spüle hängt. Im Normalfall

beträgt hier die Distanz bis zum Wasserhahn 60 Zentimeter. Damit fließen ganze 0,03 Liter Wasser (oder

ein gutes Schnapsglas) in den Ausguß. Eine Studie des Zentrums für Integrierten

Umweltschutz (ZIU) in Kassel kommt deshalb zu dem Schluß, daß

sich die Investitionen für einen Kleinspeicher ab einer bisherigen Leitungslänge

von drei Metern zwischen zentralem Wärmeerzeuger und Zapfstelle

rechnen. Der Bereitschafts-Stromverbrauch des Kleinspeichers ist in diese Rechnung

bereits eingeflossen.

Wasser wird erwärmt, wo man es braucht

Bei der dezentralen Warmwasserbereitung wird also Wasser genau dort erwärmt,

wo man es braucht - lange Leitungswege und damit verbundene

Wärme- und Energieverluste lassen sich leicht vermeiden.

Den höchsten Grad an Komfort bieten vollelektronische Durchlauferhitzer.

Wechselbäder und spitze Schreie aus der Dusche gehören damit der Vergangenheit

an. Die Regelung ermöglicht eine automatische Anpassung der elektrischen

Leistung entsprechend der gewünschten Temperatur und Wassermenge.

Der vollelektronische Durchlauferhitzer wird exakt mit der Leistung betrieben,

die erforderlich ist, um die gewünschte Temperatur zu erzeugen und

sie konstant zu halten. Die Temperatur läßt sich - dank

LCD-Anzeige - bequem und gradgenau einstellen. Das früher übliche Zumischen

von Kaltwasser entfällt. Diese intelligente Technik spart Wasser und Energie - und sie steigert den Warmwasserkomfort.

Fazit:

Warmwasserbereitung per Strom ist heute wirtschaftlich und komfortabel.

Mit Hilfe moderner Technik können Energie und Wasser eingespart

werden. Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist, daß das Wasser gradgenau

erwärmt aus dem Hahn kommt.

Erschienen in Ausgabe: 02/2001