Weit mehr als die bloße Erfassung

Finder. Im Programm des Herstellers aus Trebur-Astheim sind sowohl reine Bewegungsmelder als auch die Kombination von Bewegungs- und Präsenzmeldern enthalten. Die Ausstattung mit Bluetooth-, Dali- und KNX-Schnittstellen machen die Bewegungs- und Präsenzmelder zu wahren Allroundern.

27. Mai 2019
Weit mehr als die bloße Erfassung
Montageset 18.51 mit allen Komponenten. (© PIU’LUCE)

Der Bewegungs- und Präsenzmelder des Typs 18.51 für den Deckeneinbau ist ein 4-Quadrantenmelder, der durch seine quadratische Form für eine verbesserte Detektion im Raum sorgt – auch bei Raumwinkeln. Der Erfassungswinkel liegt damit bei 360° und der Erfassungsbereich von 8 x 8 Meter als Bewegungsmelder und 4 x 4 Meter als Präsenzmelder.

Dieser Gerätetyp steht darüber hinaus mit unterschiedlichen Schnittstellen zur Verfügung: Die Variante mit Dali-Schnittstelle kann bis zu acht Dali- Vorschaltgeräte direkt ansteuern. Alternativ ist eine KNX-Variante erhältlich, die sich problemlos in eine Architektur auf Basis des KNX-Busses integrieren lässt.

Effizienz erwiesen

Bei der Anwendung mit Dali und KNX stehen vor allem die hohe Wirtschaftlichkeit und die Energieersparnis im Fokus. Das wurde inzwischen auch in wissenschaftlichen Studien unter Beweis gestellt: An der Universität in Trento/Italien sind beispielsweise im Universitätszentrum für Intelligente Gebäude zwei identisch genutzte Trakte unterschiedlich ausgestattet worden. Einer beinhaltet ein automatisches Regelungssystem auf KNX-Basis mit Bewegungsmelder und einer automatischen Anpassung des Kunstlichts an das Außenlicht. Der andere Trakt ist mit einer konventionellen Elektroinstallation ausgestattet. Erste Ergebnisse nach drei Monaten Messung zeigen eine Reduktion des Energieverbrauchs von mehr als 55 Prozent im ersten gegenüber dem zweiten Trakt.

Die Variante mit Bluetooth-Schnittstelle kann über die kostenlos verfügbare Finder Toolbox-App programmiert werden. Damit lassen sich etwa die Empfindlichkeit, die Helligkeitsschwelle für das Umgebungslicht oder eine Abschaltverzögerung komfortabel mit dem Smartphone einstellen. Der Elektroinstallateur benötigt keine Leiter mehr um an den Melder zu gelangen, es muss nichts im Raum umgeräumt werden und niemand wird durch die Konfigurationsmaßnahme gestört.

Der Clou beim Typ 18.51 ist außerdem das patentierte Prinzip zur Kompensation des Einflusses des geschalteten Lichts: Das Gerät lässt sich nicht durch das künstliche Licht auf die vom Ausgangskontakt gesteuerten Lampen beeinträchtigen. Das bedeutet, dass der 18.51 das natürliche Umgebungslicht kontinuierlich überwachen kann, selbst wenn der Ausgang eingeschaltet ist. Überschreitet der Tageslichtpegel also die Helligkeitsschwelle, öffnet sich der Ausgangskontakt. Das reduziert Beleuchtungszeit und Energiekosten wesentlich – insbesondere dort, wo es ein hohes Maß an Bewegungsverkehr gibt.

Spezialisiert auf Bewegung

Die Meldertypen 18.41 und 18.61 sind reine Bewegungsmelder. 18.41 ist für die Deckenmontage sowie für den Einsatz in Fluren und Korridoren bis zu 30 Meter Länge geeignet, beispielsweise in Hotels und Büros. Die Kombination aus einer speziellen Linse und der Elektronik ermöglicht die Erfassung in einem Bereich von 15 Metern zu jeder Seite und bietet eine Gesamterfassungsfläche von 30 x 4 Metern.

Der neu entwickelte Bewegungsmelder 18.61 speziell für die Wandmontage mit einem Erfassungswinkel von 180° dient hingegen als Ersatz für einen Lichtschalter oder -taster. Je nach Installation kann der 18.61 zusammen mit dem 18.41 in langen Korridoren und kleinen Räumen montiert werden, zum Beispiel in Baderäumen oder kleinen Teilbereichen, Treppenhäusern oder Abstellräumen. Durch die neue Zwei-Spiegel-Technologie liegt der Erfassungsbereich bei 18 x 9 Metern.

Bei Finder gibt es tatsächlich für jeden Anwendungsbereich eine passende Lösung. Jörg Keller, Marktmanager Gebäudeinstallation bei Finder, fasst zusammen: „Warum soll der Kunde für die eierlegende Wollmilchsau bezahlen, wenn er nur einen Melder mit Monofunktion benötigt, der einstellbar ist und sicher und zuverlässig arbeitet?“

Erschienen in Ausgabe: 03/2019
Seite: 34 bis 35