Wenn das Handy dreimal klingelt

Gebäude- und Anlagenwartung über SMS

Die Fernwartung und Fernüberwachung von Anlagen und Gebäuden sind ein großes Zukunftsthema, das die Servicetechnik verändern wird. Für Gebäudetechniker und Handwerker kommt es darauf an, Systeme auszuwählen, die einfach installiert werden können, zuverlässig arbeiten und in der späteren Handhabung für den Nutzer praxisgerecht sind.

23. Januar 2002

Die UbiCom GmbH in Hohen Neuendorf stellt nun bereits die zweite Generation ihrer bewährten Advanced GSM Module vor. Ist der Name noch dem „modernen Zeitgeist“ geschuldet, so überzeugt die Technik durch ihre unkomplizierte Anwendbarkeit. Sie ist maßgeschneidert für den Handwerker und man muß kein Internetexperte sein, um mit wenig Aufwand eine Fernwartung mit dem Gerätesystem aufzubauen:

Das beginnt schon mit der Montage. Einfach das Gehäuse des Moduls auf die DIN-Hutschiene aufschnappen - fertig. Zum Anschluß aller Leitungen stehen solide Schraubklemmen direkt am Gerät zur Verfügung.

Das Einrichten des Gerätes erfolgt nach einem simplen Konzept: Es gibt „Ereignisse“, die vom Gerät registriert werden, sowie „Handlungen“ die das Gerät ausführen kann. Der Nutzer legt fest, welche Ereignisse im Gebäude oder der Anlage vorkommen können, zum Beispiel Stromausfall, Temperaturunterschreitung, und verknüpft diese mit einer Handlung wie etwa Nachricht „Achtung Stromausfall“ absenden, Relais für Alarmsirene schalten und so weiter.

Ereignisse und Handlungen strukturieren das Geschehen

Als „Ereignisse“, die das Advanced GSM Modul erkennen kann, stehen zur Verfügung:

- 6 Zeiträume, festgelegt über Uhrzeit und Tag (z. B. jeden Montag von 18 - 19 Uhr),

- bis zu 12 digitale Eingänge für Schaltkontakte (z. B. Dämmerungsschalter, Niveauschalter),

- 4 Eingänge für Strom- oder Spannungssignale (z. B. Temperatur im Gebäude), die auf Grenzwerte überwacht werden.

- eingehende SMSKurznachrichten (z. B. „Heizung einschalten“ vom Mobil-Telefon des Servicetechnikers versandt),

Als „Handlungen“ kann das Gerät ausführen:

- Schalten von 4 Relaisausgängen (z. B. Heizungsanlage, Sirene),

- Absenden von SMS (z. B. „Achtung Ausfall der Hauptstromversorgung“ an das Mobil-Telefon eines Servicetechnikers).

Das Einstellen der Anlage kann jede Elektrofachkraft einfach vornehmen. So klar wie das Konzept aus „Ereignissen“ und „Handlungen“ ist auch die weitere Einrichtung des Geräts und seine Bedienung:

- Alle am Gerät vorzunehmenden Einstellungen benötigen keine spezielle Software, sondern werden über ein einfaches Terminalprogramm von einem PC ausgeführt. - Selbstverständlich bekommen alle Ein- und Ausgänge sowie alle sonstigen Ereignisse und Handlungen Klarnamen, die der Benutzer festlegt (z. B. „Ausfall der Heizungsanlage“, Stromausfall Fahrstuhl“, „Vorlauftemperatur Fernwärmeanlage“).

- Die Benachrichtigung der Servicetechniker erfolgt über SMS, die Kurzmeldungen, die im GSM-Netz direkt auf das Handy geschickt werden. Über das Instrument der Quittierung und der Rufnummernkaskade stellt das Gerät sicher, daß die Information garantiert weitergeleitet und in ihrer Bedeutung erkannt wurde.

- Unbefugte Eingriffe von außen, aber auch Fehlfunktion durch „SMS-Irrläufer“, sind ausgeschlossen, da die SMS-Nachricht, die zur Auslösung einer Handlung berechtigt ist, einen „Schlüssel“ mit den 160 Zeichen der Nachricht selbst bildet. - Für größere und professionelle Systeme stehen zahlreiche Erweiterungen bereit. Diese reichen vom SMS-Versand als Fax oder e-Mail bis hin zu einer SMS-Empfangsstation, die alle eingehenden Nachrichten an einen angeschlossenen Protokolldrucker weiter gibt.

Erschienen in Ausgabe: 12/2001