Das Thema „Nachhaltigkeit“ gewinnt als Leitbild zunehmend an Bedeutung – auch im Bauwesen. Für eine Gebäude-Ökobilanz sind Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declaration, kurz EPD) eine wichtige Grundlage. Diese werden vom Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU), einer Initiative von Bauprodukteerzeugern, nach DIN EN ISO 14025 und DIN EN 15804 geprüft und herausgegeben. Ziel ist es, emissionsbedingte Umweltwirkungen und den Verbrauch von endlichen Ressourcen auf ein Minimum zu reduzieren. Fränkische erhält als erster Hersteller vom IBU die Ökobilanzierung. Das leichte Kunststoff-Wellrohr FBY-EL-F und das mittlere Rohr FFKuS-EM-F-105 sind nun auch in den ökobilanzierten Co-2-ntrol-Varianten verfügbar.

Umweltauswirkungen für gesamten Produkt-Lebenszyklus analysiert

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Die genormten IBU-Umweltzeichen dokumentieren alle umweltrelevanten Merkmale von Bauprodukten. Die Daten werden wissenschaftlich fundiert erhoben und von einer unabhängigen akkreditierten Gesellschaft wie dem TÜV Rheinland überprüft. Dabei wird die Ökobilanz für den kompletten Produkt-Lebenszyklus nach DIN EN ISO 14025 und EN 15804 erstellt: von der Produktion über Transport und Montage bis zur Entsorgung. „Die EPD liefert transparente und vollständige Informationen über die Inhalte und verschiedenen Umwelteinflüsse unserer Co-2-ntrol-Rohre. Mit viel Aufwand hat Fränkische jeden einzelnen Bestandteil und Verarbeitungsschritt analysiert – die Rezeptur, den Energiebedarf während der Produktion, die Verpackung der zugelieferten Materialien und sogar den Druckluft- sowie Kühlwasserverbrauch“, erläutert Marco Siller, Leiter Entwicklung und Produktmanagement im Bereich Elektro-Systeme bei Fränkische.

Der Elektro-Experte nutzt für die Herstellung seiner Kunststoff-Wellrohre Regenerate. Das verbraucht knapp 60 Prozent weniger fossile Ressourcen wie Erdöl. Darüber hinaus wird Kohlenstoffdioxid eingespart – bis zu 47 Prozent pro laufendem Meter gegenüber herkömmlichen Installationsrohren.

Rund zwei Jahre wurde am Rezeptur-Mix für die ökologischen Wellrohre getüftelte. Durch Erfahrung und Fachwissen in der Kunststofftechnologie wurde die Herstellung der Regenerate so perfektioniert, dass diese mindestens den gleichen Qualitätsansprüchen genügen wie Produkte aus fossilem Rohstoff.

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Fränkische geht noch einen Schritt weiter und macht seine Co-2-ntrol-Produkte CO2-neutral: Um den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu kompensieren, pflanzt das Familienunternehmen in seiner Heimatregion in Königsberg in Bayern im ersten Schritt 2.000 Bäume. So wird das innerhalb des Produkt-Lebenszyklus frei gesetzte CO2 gebunden. Die verwendeten Baumarten wurden so gewählt, dass sie für die lokalen Bedingungen geeignet sind.

Bäume pflanzen für aktiven Umweltschutz

Damit leistet Fränkische nicht nur einen großen Beitrag zum Umweltschutz, sondern forstet gleichzeitig den heimischen Wald auf, den Trockenheit und Borkenkäfer in den letzten Jahren stark beeinträchtigt haben.

„Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Erde und nachfolgenden Generationen bewusst. Mit unseren ökobilanzierten Elektroinstallationsrohren möchten wir ein Zeichen setzen und das Umweltbewusstsein im Bauwesen weiter vorantreiben“, erklärt Marco Siller. „Die zertifizierten Co-2-ntrol-Produkte können nun in die Datenbank der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) aufgenommen werden. So können wir künftig verantwortungsvolle Gebäudekonzepte unterstützen.“

Die lange Lebensdauer grenzt die hochwertigen Kunststoffrohre deutlich von Einweg-Produkten ab: Die langlebigen Investitionsgüter finden Anwendung in den zentralen Bereichen der Gesellschaft und durchziehen die Infrastruktur – etwa in den Segmenten Strom, Energie und Datentransport. Und der Bedarf wird in den kommenden Jahren weiter wachsen.