Akzeptable Reichweiten erfordern vollgeladene Batterien. Basis dessen sind die Ladeinfrastruktur und die zugrunde liegende Ladetechnik. Während Autos mit Verbrennungsmotor binnen weniger Augenblicke vollgetankt sind, benötigt man selbst mit Schnellladetechniken immer noch rund 30 Minuten.

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Um den langen Ladevorgang in den normalen Nutzungsalltag eines Elektroautos zu integrieren, müssen sich die Ladestationen an den Stellen befinden, an denen die Autos länger stehen – beispielsweise in einer Tiefgarage oder in einem Parkhaus. Hinzu kommen Ladeanschlüsse in der heimischen Garage oder dem Carport. Unumstritten ist auch, dass die Anzahl der Ladestationen im öffentlichen und privaten Bereich deutlich höher sein müssen als die Anzahl der Zapfsäulen an den heutigen Tankstellen.

„Der Zeitaufwand für den Ladeprozess ist nur mit der richtigen Schalttechnik zu lösen“, erklärt Dejan Grgic-Groß, Marktmanager und E-Mobility-Experte bei Finder. „Hierfür halten wir die Produktnormen auf dem aktuellsten Stand und führen laufend Qualitätsverbesserungen fort.“ Bei der Ladetechnik existieren mehrere Standards: AC- und DC-Ladesysteme mit unterschiedlichen Strömen und Ladesteckern, die sich je nach Markt unterscheiden. Um die Batterien möglichst schnell aufzuladen, sind hohe Ströme und/oder Spannungen notwendig. Außerdem ist – wie in anderen Märkten auch – in der Elektromobilität mehr Leistung auf einem immer kleiner werdenden Raum gefragt.

Anforderungen an Ladestationen

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Bis dato suchen Hersteller noch nach einer Leistungsrelais-Lösung für die Platine. Gefährdungen der Nutzer müssen dabei ausgeschlossen sein. Das ist auch der Grund für die verschiedenen Sicherheitsmechanismen bei den Ladesystemen, wie etwa Verriegelungen der Stecker.

Bei allen Ladesystemen ist die Absicherung und Überwachung der Ladestromkreise ein Muss. Der Schaltschütz stößt in Anbetracht der hohen geschalteten Leistung oft an seine Grenzen, verschweißt dadurch und ist zudem platzraubend.

Das Leistungsrelais der Serie 67 dagegen schaltet einen sehr hohen Einschaltstrom bei gleichzeitig geringer Halteleistung zuverlässig. Einer der Gründe, warum immer mehr Ladesäulenhersteller auf die Serie 67 von Finder zurückgreifen. Weitere Komponenten in den Ladestationen sind beispielsweise Installationsschütze der Serie 22 oder Koppelrelais der Serie 48. Auch an die Gehäusetechnik von Ladestationen werden hohe Anforderungen gestellt: Im Außenbereich müssen sie den gegebenenfalls widrigen Umgebungsbedingungen trotzen und die Elektronik sicher vor Feuchtigkeit und zu hohen oder zu niedrigen Temperaturen schützen. Zudem ist ein mechanischer Schutz erforderlich, der im Zweifel auch einmal einen leichten Aufprall eines Fahrzeugs aushält.

Integrierte Abrechnung

An einer klassischen Tankstelle wird die Durchflussmessung an den einzelnen Zapfsäulen automatisch an das Kassensystem übertragen. Ähnlich einfach und komfortabel müssen auch die Abrechnungssysteme an Ladestationen funktionieren. Derzeit gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: Abos, Kunden-Karten oder SMS- und RFID-Authentifizierung. Teilweise kann auch kostenlos Strom „getankt“ werden – zum Beispiel auf ausgewiesenen Kundenparkplätzen. In allen anderen Fällen ist ein abrechnungsfähiger Stromzähler notwendig wie etwa der elektronische Wirkstromzähler der Serie 7E, der die europäische Messgeräterichtlinie MID erfüllt und dadurch problemlos für Abrechnungszwecke eingesetzt werden kann.

Er erfasst nicht nur Ladeparameter wie Spannung und Strom, sondern verfügt auch über eine integrierte Bus-Schnittstelle zur Fernauslesung sämtlicher Werte wie die Blind- und Wirkleistungen.

Es gibt ein- oder dreiphasige Varianten in verschiedenen Ausführungen. Die Kommunikation mit einer übergeordneten Steuerung der Ladestation erfolgt entweder über M-Bus oder über Modbus.

Die Schaltschrankthermostate 7T messen die Temperatur und schalten bei Bedarf Schaltschranklüfter der Serie 7F und Schaltschrankheizungen der Serie 7H ein. Auch bei einer DC-Spannung von 12 V stehen die passenden Schaltnetzteile der Serie 78 zur Verfügung.

Umkämpfter Markt

Hersteller von Ladesäulen schätzen die passenden Komponenten und die Expertise von Finder, um sich in diesem Markt durchsetzen und auch langfristig behaupten zu können. Das Sortiment für E-Mobility ist bereits heute breit aufgestellt, wobei gerade die Sortimentstiefe zu den Stärken von Finder zählt. Grgic-Groß über die Erfolgsbausteine: „Wir beobachten den Markt aufmerksam und scheuen uns nicht, neuen Anforderungen mit neuen Lösungen zu begegnen.“ Ein Beispiel hierfür ist die Realisierung der Kommunikations- oder Gateway-Lösungen, implementiert und kombiniert mit Finder-Produkten.