Wenn Tradition auf Innovation trifft

LCN. Die Wünsche der Restaurantbesucher haben sich verändert. Man möchte jetzt wieder mehr regionale Gerichte, aber nicht auf Pasta oder Steaks verzichten. Am liebsten in gepflegtem Ambiente mit einem perfekten Service. Dabei hilft auch ein kompetenter Elektroinstallateur und die passende Gebäudesteuerung.

10. Oktober 2019
Wenn Tradition auf Innovation trifft
Hinter dem Eingangsbereich finden 170 Gäste im Innenbereich und 200 Gäste im Biergarten Platz. (© LCN)

Im Sommer 2017 eröffnete im hessischen Nidderau, am nordöstlichen Rand des Rhein-Main-Gebiets, die Hannibal Landhausküche. Sie bietet den Gästen gleich zwei Restaurants in einem Haus. Im Erdgeschoss wird im urigen Stil klassische Küche mit hessischem Einschlag geboten, ergänzt durch internationale Spezialitäten. Aber oft eben ein wenig mehr als den bekannten Standard, das Detail liegt in interessanten modernen Variationen der Gerichte. Im oberen Teil des Gebäudes, mit weitem Blick über das Land bis zum Hohen Vogelsberg, werden in der Bright Lounge Steaks vom Feinsten vom Southbend Grill serviert.

In einer so vielfältigen Gastronomie, mal modern und mal traditionell, spielt Licht in unterschiedlichster Ausprägung eine wichtige Rolle für Stimmung und Atmosphäre. Nicht nur in Form abrufbarer Lichtszenen für den Alltagsbetrieb oder Veranstaltungen, sondern auch hinsichtlich Zuverlässigkeit und einfacher Handhabung. Der Inhaber des Hannibal, der Hanauer Gastronom Christian Holle, wollte zu jeder Zeit sehen und steuern können, welches Licht innen und außen eingeschaltet ist. Das nicht nur im Gebäude, sondern auch aus der Entfernung.

Einfach schalten ist zu wenig

Deshalb wurde schon in der Projektierung eine Ausrüstung des Gebäudes mit dem Local Control Network (LCN) vorgesehen und die Hausinstallation mit fünfpoligem Kabel durchgeführt. Der beauftragte Elektroinstallateur, Daniel Filz aus Nidderau, hatte bereits reichlich Erfahrung mit LCN, das er schon in der Meisterschule kennengelernt hatte. Filz sorgte nicht nur für die fachgerechte Installation des LCN-Systems. Er programmierte auch die umfangreiche und komplexe Bedienoberfläche mit dem Globalen Visualisierungssystem LCN-GVS, sodass alle Funktionen der Automation über Tablet-Rechner gesteuert werden können. Sowohl direkt im Haus, aber auch entfernt von beliebigen Orten über eine geschützte Internet-Verbindung. Für einen zuverlässigen Betrieb ist LCN besonders geeignet, weil es über ein vierstufiges Quittungssystem verfügt, sodass nicht nur Befehle gesendet werden, sondern auch deren Ausführung kontrolliert wird. Zusätzlich kann für jeden Ausgang oder für jedes Relais in der gesamten Installation jederzeit abgefragt werden, welchen Status sie aktuell haben. Das genau war für Christian Holle ein wichtigstes Ziel, nämlich auch von Zuhause aus sehen zu können, ob zum Beispiel die Außenbeleuchtungen eingeschaltet sind.

Zum Einsatz kommen im Hannibal ausschließlich LCN-Hutschienen-Module, wie die universellen Schalt- und Dimm-Module LCN-HU oder die Leistungsdimmer LCN-LD, jeweils in einer Hauptverteilung für die Landhausküche und für die Bright Lounge. Zusätzlich gibt es kleine Unterverteilungen mit LCN-Modulen, wie für die große LED-Wand im hinteren Teil der Landhausküche. In den Thekenbereichen sorgen weitere kleine Unterverteilungen für eine mögliche Handsteuerung, zum Beispiel falls das Tablet ausfallen sollte. Das Hannibal ist also im Normalbetrieb automatisiert, aber nicht der elektronischen Steuerung ausgeliefert. Manuelle Steuerung ist genauso immer möglich. Auch das war ein wichtiger Wunsch von Christian Holle. Zusätzlich finden sich in der Verteilung noch Module für Relaisfunktionen wie für den Speiseaufzug, zum Wegschalten von Verbrauchern in der Küche, zum Aktivieren von Kameras oder für die Steuerung der Beschattung in der Bright Lounge. Daniel Filz schätzt an LCN besonders die hohe Funktionalität von LCN. Wo bei anderen Systemen pro Funktion gleich mehrere Bausteine notwendig sind, ist bei LCN in einem im Grunde autarken Modul vieles zugleich verfügbar: dimmbare Ausgänge, Regelfunktionen, Logikfunktionen, Auswerten von Sensordaten u. v. a. m. Da die Hardware auf Flexibilität ausgelegt ist, wird die Funktionalität durch die Parametrierung des Systems in der Windows-Software LCN-PRO erledigt. Soll also zu einem Zeitpunkt das System zusätzliche Aufgaben übernehmen, ein Beispiel wäre eine Zutrittskontrolle mit verschiedenen Sicherheitsstufen, wären nur Sensoren wie Infrarot-Empfänger für die kleinen Handsender LCN-RT oder Transponder als Kartenleser zusätzlich notwendig. Der Gast sieht von der komplexenTechnik nichts.

www.lcn.eu

Erschienen in Ausgabe: 05/2019
Seite: 36 bis 37