Zuhause mit mehr Lebensqualität

Gebäudetechnik

Rademacher. Dass Hausautomation mehr leisten kann, als den Komfort erhöhen, zeigt das Beispiel einer gehandicapte Frau aus Regensburg: Durch die Hausautomation von Rademacher kann sie ein selbstbestimmteres, unabhängigeres Leben führen.

06. September 2018
Das Zuhause der Regensburgerin wurde mit dem Home Pilot Smart Home ausgestattet. Nach und nach wird das System erweitert und an die Bedürfnisse der Bewohnerin angepasst. © Rademacher
Bild 1: Zuhause mit mehr Lebensqualität (Das Zuhause der Regensburgerin wurde mit dem Home Pilot Smart Home ausgestattet. Nach und nach wird das System erweitert und an die Bedürfnisse der Bewohnerin angepasst. © Rademacher)

Alter und Krankheit beeinträchtigen nicht nur alltägliche Handlungen, sie bestimmen auch die Anforderungen an das Wohnumfeld, wie die Fachleute von Elektrotechnik Schirmer aus Regensburg wissen. „Smart Home-Lösungen sind einer der wichtigsten Bestandteile von AAL (Ambient Assisted Living) und deutlich auf dem Vormarsch“, sagt Dirk Schirmer.

„Mit dem HomePilot-System können zahlreiche Bestandteile in Häuser und Wohnungen einziehen, die die Lebensqualität gerade von kranken oder älteren Menschen deutlich verbessern.“

Aus seiner Arbeitspraxis kennt der Fachmann Fälle wie den der erkrankten Regensburgerin bereits. Da sie zeitweise im Rollstuhl sitzt und sich nur mithilfe eines Rollators durch die Räume bewegt, konnte sie Rollläden, Heizkörper und einige Lichtschalter nur mühevoll erreichen – vor allem, da sie auf mehreren Etagen lebt.

Mit AAL in die Zukunft

Klingelte beispielsweise der Postbote, war sie meist nicht schnell genug an der Tür, um zu öffnen. Auch die bereits vorhandene Türsprechanlage konnte sie nur schwer bedienen. Ziel des Einbaus der Rademacher Smart Home-Lösung war es daher, der Bewohnerin den Alltag deutlich zu erleichtern. Das System arbeitet auf Basis des bidirektionalen Funksystems DuoFern, das besonders stabil und ausfallsicher ist. Alle DuoFern-Funkprodukte sind repeaterfähig, das heißt, jedes einzelne kann die Weiterleitung eines Befehls übernehmen und auch an den Sender zurückmelden, wenn dieser ausgeführt ist. Das gewährleistet eine hohe Reichweite auch über größere Entfernungen und mehrere Stockwerke.

„Es hat sich sehr viel für mich verändert“, berichtet die Bewohnerin nun, da ihr Smartphone mit der HomePilot-App zum ständigen Begleiter geworden ist. „Über mein Handy oder Tablet kontrolliere ich Licht, Raumtemperatur, Rollläden und den Türöffner.“ Eine enorme Erleichterung, vor allem wenn sie sich allein im Haus aufhält, denn es kann nicht rund um die Uhr Pflegepersonal anwesend sein.

Auch der Einsatz der Sprachsteuerung über Alexa von Amazon ist für die Nutzerin inzwischen zur Routine geworden. Durch den HomePilot-Skill gehorcht ihr das System aufs Wort, zum Beispiel genügt ein einfaches „Alexa, schalte das Licht im Schlafzimmer aus“ vor dem zu Bett gehen. Und sie könnte morgens per Sprachbefehl sogar schon ihre Kaffeemaschine starten, bevor sie überhaupt aufgestanden ist.

Türen öffnen per Knopfdruck

Die Rademacher-Produkte ermöglichen der Bewohnerin nicht nur Barrierefreiheit im ganzen Haus, sondern auch den besseren Kontakt zur Außenwelt. Die neue Türöffnung in Anbindung an die bereits vorhandene Sprechanlage gibt ihr den nötigen Vorsprung. Klingelt der Pflegedienst, kann sie die Tür mit Handsender, Wandtaster oder mit ihrem Smartphone jederzeit öffnen. Im Notfall, wenn die Pfleger die Bewohnerin nicht erreichen können, ließe sich die Tür sogar von außen öffnen, um nach dem Rechten zu sehen.

Ihr Hoftor steuert die Regensburgerin ebenfalls bequem aus der Ferne, mit dem DuoFern-Universal-Aktor und DuoFern-Funksender. Damit die Bewohnerin immer im Blick hat, wer eingelassen werden möchte, wurde zusätzliche eine Video-Überwachung des Eingangsbereiches durch eine HomePilot-Kamera realisiert. Elektromeister Schirmer verweist auf ein weiteres Element des Modernisierungsprojektes: „Wir haben eine besondere An- und Abwesenheitssteuerung integriert, die über den Wandsender am Eingang oder per Smartphone einstellbar und der Auslöser für diverse Szenen und Automationen ist.“ Die Eigentümerin kann dadurch sichergehen, dass sich beispielsweise die Rollläden nur bei ihrer Abwesenheit automatisch schließen, wohingegen ihre gewünschte Komforttemperatur sich nur bei ihrer Anwesenheit einstellt.

So erhält sie neben mehr Komfort auch einen finanziellen Vorteil. „Das macht den HomePilot noch etwas smarter und in Hinsicht auf Energieeffizienz noch funktioneller“, urteilt der Fachmann. Automatisch öffnen und schließen sich bei der Nutzerin seit Kurzem sogar die elektrischen Vorhänge sowie die Beschattung ihres Wintergartens. Mittels DuoFern Connect-Aktor und DuoFern-Umweltsensor (Wetterstation) reagiert der HomePilot auf die aktuelle Wetterlage. Die Beschattung kann außerdem jederzeit über den Wandsender gesteuert werden. „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem HomePilot und deshalb ist noch lang nicht Schluss“, so die Eigentümerin. Zusammen mit Dirk Schirmer hat sie noch einige Erweiterungen vorgesehen, um das Smart Home-System weiter an ihre Bedürfnisse anzupassen.

So sollen bald auch alle Außenleuchten ansteuerbar sein – wird dann eine Panikszene aktiviert, könnte das Lichtermeer rundum das Haus unliebsame Eindringlinge verschrecken. Die Erweiterung um zusätzliche Features und Produkte ist im HomePilot Smart Home jederzeit möglich.Bis zu 100 Komponenten können in das System eingebunden und miteinander vernetzt werden.

Ein Plus an Sicherheit durch Fernwartung

Dass sich die Anwender stets auf das Smart Home-System verlassen können, garantiert bei Rademacher die Option der Fernwartung. Sobald die Nutzerin ihre Zugangsdaten für den „HomePilot-Fernzugriff WR Connect“ freigibt, kann der Installateur bei eventuellen Störungen oder Problemen das System aus der Ferne ohne Zeitverlust prüfen, warten und bei Bedarf programmieren. In Kombination mit dem Fernzugriff auf den Türöffner kommt der alleinstehenden Bewohnerin damit ein wichtiges Sicherheits-Plus zugute.

Erschienen in Ausgabe: 05/2018